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Gielow


Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Gielow. Der gleichnamige US-amerikanische Politiker ist unter Curt Gielow zu finden.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische SeenplatteVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Malchin am Kummerower See
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 23,47 km²
Einwohner: 1124 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17139
Vorwahl: 039957
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 039
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
17139 Malchin
Webpräsenz: amt-malchin-am-kummerower-see.de
Bürgermeister: Udo Kahlert
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Gielow ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt etwa sechs Kilometer südlich der Stadt Malchin und gehört zum Amt Malchin am Kummerower See.

Geografie

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den fünf Ortsteilen Gielow, Hinrichsfelde, Liepen, Christinenhof und Peenhäuser.

Nachbargemeinden

im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend:

Wappen

Blasonierung: „In Grün ein gestürztes goldenes Hufeisen mit acht grünen Nagellöchern; zwischen den Stollen ein goldener Abtsstab mit abgebrochenem Schaft.“[2]

Geschichte

Gielow wurde erstmals am 5. August 1228 urkundlich erwähnt. In einer Urkunde bestätigte Herzog Wartislaw III. von Pommern eine Schenkung Gielows an das Kloster Dargun. Von 1409 bis 1618 stand der Ort unter dem Einfluss der Familie von Maltzahn. Sie hatten einen Schutzvertrag mit dem Kloster Dargun abgeschlossen. Durch den Abkauf der Rechte an Gielow durch den Herzog Georg Hans Albrecht ging der Ort danach in Landesherrschaft über.

Durch die Einführung der Gewerbefreiheit 1866 entwickelte sich in Gielow, das bis dahin weitgehend landwirtschaftlich geprägt war, das Handwerk. 1879 wurde die Bahnstrecke Waren–Malchin in Betrieb genommen. Diese verbesserte die wirtschaftliche Entwicklung Gielows zusätzlich. So wurde 1894 eine Molkerei und 1899 eine Milchzuckerfabrik im Ort errichtet. Dadurch kam es auch zu einem Anwachsen der Bevölkerung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten bereits etwa 1500 Menschen in Gielow.

1927 wurden in Gielow ein Turn- sowie ein Sportverein gegründet.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter aus Polen im dortigen Kalkwerk arbeiten. Ein dabei ums Leben gekommener Pole sowie ein französischer Zwangsarbeiter wurden auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde begraben – eine Erinnerung an sie fehlt.

In der Zeit der DDR kam es auch in Gielow zur Kollektivierung der Landwirtschaft. 1960 wurden die letzten Bauern der Gemeinde in die örtliche LPG eingegliedert. 1967 wurde ein Rinderkombinat in Gielow gegründet. Durch die Fusion der LPG in Gielow mit der Schwinkendorfs im Jahr 1974 sowie dem Entstehen der Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) wurden die neuen Strukturen innerhalb der örtlichen Landwirtschaft weiter gefestigt.

1976 erhielt der zu DDR-Zeiten errichtete Kindergarten ein neues Gebäude. 1980 wurde die bereits 1884 gebaute Schule Gielows um eine Turnhalle und ein Heizhaus erweitert. Ein Jahr darauf folgte noch ein Schulanbau.

Nach der politischen Wende in der DDR und der Wiedervereinigung kam es zu privatwirtschaftlichen Betriebsneugründungen in Gielow, insbesondere im Bereich der Holzverarbeitung, des Bauhandwerkes, der Landwirtschaft und des Handels. Die vernachlässigte Infrastruktur (Straßen, Kläranlage) wurde erneuert.

Durch den Zusammenschluss des Amtes Malchin-Land mit der Stadt Neukalen am 1. Juli 2002 gehört Gielow dieser neuen Gebietskörperschaft an, nachdem es bereits zuvor eine der Gemeinden des Amtes Malchin-Land war.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Gielow

  • Die Gielower Kirche hat ihren Ursprung im 14. Jahrhundert. Im 15./16. Jahrhundert wurde der Kirchturm errichtet. Beim Umbau in den Jahren 1897/98 wurden das Kirchengebäude kreuzförmig nach Osten erweitert, die Fenster sowie das Westportal erneuert und der Innenraum mit einer gotischen Holzausstattung versehen. Zur Innenausstattung gehört eine mit Reliefköpfen und Blattdekor verzierte Granittaufe aus dem 13. Jahrhundert.
  • Die Gielower Mühle geht auf die Zeit der Besiedlung Gielows zurück und wurde 1872 nach dem Brand der alten Mühle als viergeschossiger Bau neu errichtet. Hier wurde traditionell Mehl und Tierfutter gemahlen. Nach 1991 wurde die Anlage zur Energiegewinnung umgebaut.
  • Die Wasserburg Liepen wurde im Mittelalter errichtet. Bei der Restaurierung des Burggrabens wurden Holzbalken aus dem 15. Jahrhundert gefunden. Sie zerfiel aber nach dem Dreißigjährigen Krieg. Auf der Burginsel wurde um 1700 das heutige Gutshaus im Stil des ländlichen Barocks errichtet. Die Nebengebäude sind jüngeren Datums. Das Gut gehörte der Familie von Hahn (ab 1337) Heute befindet sich in dem Anwesen der Denkmalpflegehof.
  • Gutshof Christinenhof, erbaut 1870 durch die Familie von Hahn

Weblinks

 Commons: Gielow  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Gielow. § 1. Gemeinde Gielow, 29. Januar 2013, abgerufen am 31. März 2016 (PDF; 2,3 MB).

Kategorien: Gielow | Ort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte | Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gielow (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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