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Gian Marco Marcucci


Gian Marco Marcucci (* 25. Juli 1954 in Borgo Maggiore) ist ein san-marinesischer Politiker.

Marcucci studierte Jura an der Universität Bologna und ist als Anwalt und Notar tätig.

Er war Mitglied des Partito Democratico Cristiano Sammarinese, unter anderem Vizesekretär (vice segretario del Partito) und Mitglied des Zentralkomitees der Partei. Am 4. Juli 2007 gehörte er zu den Gründern des Partito EuroPopolari per San Marino.[1], der sich im März 2011 mit den Democratici di Centro zur Unione per la Repubblica zusammenschloss.[2] Marcucci war von 2011 bis 2013 Vorsitzender der neuen Partei.[3][4]

Bei den Parlamentswahlen 1998 wurde Marcucci erstmals ins san-marinesische Parlament, den Consiglio Grande e Generale gewählt.[5] Bei den folgenden Wahlen wurde er wiedergewählt, 2001 und 2006 auf der Liste des PCDS[6][7], 2008 für die EPS auf einer gemeinsamen Liste mit PDCS und Arengo e Libertà[8] sowie 2012 für die UpR.[9]. Am 4. November 2014 gab er sein Parlamentsmandat zurück[10], nachdem im Rahmen der Ermittlungen zur Affäre um das Conto Mazzini eine Durchsuchung seines Büros und seiner Wohnung stattfand.[11]. In der 28. Legislaturperiode seit 2012 war er Mitglied des Innenausschusses[12] und Mitglied der san-marinesischen Delegation bei der Interparlamentarischen Union[13]

Von 1981 bis 1982 war er Kommandant der Zivilpolizei (Polizia Civile), von 1982 bis 1984 Anwalt bei der Avvocatura dello Stato. In der Amtsperiode vom April bis Oktober 2000 war er gemeinsam mit Maria Domenica Michelotti einer der beiden Capitano Reggente (Staatsoberhäupter) San Marinos. In der 2008 vom Patto per San Marino gestellten Regierung übernahm er das Amt des Arbeitsministers (Segretario di Stato al Lavoro, Cooperazione e Poste)[14]. Als die Nachfolgepartei der EPS, die UpR, 2011 die Regierung verließ, trat Marcucci zurück [15] und Francesco Mussoni wurde sein Nachfolger.[16]

Marcucci lebt in Faetano, ist verheiratet und Vater von fünf Töchtern.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Europopolari per San Marino: oggi presentazione di simbolo e programma. In: libertas.sm. 4. Juli 2007, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  2. San Marino: nasce Unione per la Repubblica. In: libertas.sm. 5. März 2011, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  3. San Marino. Upr, organismi interni. In: libertas.sm. 14. März 2011, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  4. San Marino. Congresso Upr: L. Lonfernini Coordinatore, P.M. Menicucci Presidente. Mozione finale. In: libertas.sm. 18. Mai 2013, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  5. Ergebnis der Parlamentswahlen vom 31. Mai 1998. Abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  6. Ergebnis der Parlamentswahlen vom 10. Juni 2001. Abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  7. Ergebnis der Parlamentswahlen vom 4. Juni 2006. Abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  8. Ergebnis der Parlamentswahlen vom 9. November 2008. Abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  9. Ergebnis der Parlamentswahlen vom 11. November 2012. Abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  10. San Marino. Anche Gian Marco Marcucci si dimette dal Consiglio. La Tribuna Sammarinese. In: libertas.sm. 4. November 2014, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  11. San Marino. Conto Mazzini: perquisiti ufficio e casa dell'avv. Gian Marco Marcucci. In: libertas.sm. 30. Oktober 2014, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  12. Composizione della Commissione Consiliare Permanente Affari Costituzionali ed Istituzionali; Pubblica Amministrazione; Affari Interni, Protezione Civile, Rapporti con le Giunte di Castello; Giustizia; Istruzione, Cultura, Beni Culturali, Università e Ricerca Scientifica. In: libertas.sm. 16. Januar 2013, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  13. Gruppo nazionale della Repubblica di San Marino per l'Unione Interparlamentare. In: libertas.sm. 16. Januar 2013, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  14. Governo della coalizione Patto per San Marino. In: libertas.sm. Abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  15. San Marino. Marcucci si è dimesso ufficialmente. In: libertas.sm. 7. März 2011, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
  16. San Marino Oggi: Mussoni al posto di Marcucci. In: libertas.sm. 22. Februar 2011, abgerufen am 8. November 2014 (italiano).
VorgängerAmtNachfolger

Marino Bollini
Giuseppe Arzilli
Capitano Reggente
gemeinsam mit Maria Domenica Michelotti
2000

Gian Franco Terenzi
Enzo Colombini
Pier Marino MularoniArbeitsminister von San Marino
2008–2011
Francesco Mussoni


Kategorien: Arbeitsminister | San-Marinese | Minister (San Marino) | Capitano Reggente | Mitglied des Consiglio Grande e Generale (San Marino) | Geboren 1954 | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gian Marco Marcucci (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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