Gestagene - LinkFang.de





Gestagene


Gestagene, auch Gelbkörperhormone oder Schwangerschafthormone, sind neben den Estrogenen die zweite wichtige Klasse der weiblichen Geschlechtshormone. Wie bei diesen handelt es sich um Steroidhormone.

Gestagene sind Steroide, die als Grundgerüst Pregnan (10β,13β-Dimethyl-17β-ethyl-gonan) besitzen. Die wichtigsten Vertreter sind das Pregnandiol, das Progesteron und das Pregnenolon. Um die natürlichen Gestagene von den synthetischen Hormonen zu unterscheiden, werden letztere auch als „Progestine“ oder „Progestagene“ bezeichnet.

Funktion

Progesteron, das von Granulosazellen gebildet wird, die in der Wand des geplatzten Follikels sitzen, und die unter dem Einfluss des luteinisierenden Hormons (LH) das Corpus luteum bilden – in dem weiter Progesteron gebildet wird – bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einbettung der befruchteten Eizelle vor und verhindert eine weitere Follikelreifung, sofern es zur Befruchtung kommt.
Die Gestagene werden während der Schwangerschaft gebildet und verhindern den Eisprung zu dieser Zeit.[1]

Anwendung

Die natürlichen Gestagene werden medizinisch relativ selten eingesetzt.

Synthetische Analoga der Gestagene, Progestine genannt, werden in oral wirksamen Verhütungsmitteln eingesetzt. Auch bei lang wirkenden Kontrazeptiva wie der Dreimonatsspritze oder Implantaten (z. B. Implanon) wird mit Progestinen verhütet. Progestine werden teilweise auch bei der Hormonersatztherapie verwendet.[2]

In der Veterinärmedizin wird Proligeston verwendet, um die Läufigkeit zu unterdrücken.

Einige Progestine werden als Antiandrogene verwendet, z. B. Cyproteron (Androcur®).

Regelkreise

Progesteron wird von Transcortin gebunden und steht in dieser Bindungsreaktion in Konkurrenz zu Cortison, das auch von Transcortin deaktiviert wird. Die Produktion von Transcortin seinerseits wird von Östrogen moduliert. Östrogen seinerseits wird aus Testosteron gebildet. Testosteron und Gestagen sind komplementär (s. o.). Somit ist der Regelkreis geschlossen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Joachim Buddrus, Bernd Schmidt: Grundlagen der Organischen Chemie, 4. Auflage, Walter de Gruyter Verlag, 2011, S. 853, ISBN 978-3-11-024894-4.
  2. G. Emons: [Hormone therapy with estrogens and gestagens in peri- and post-menopause]. In: Der Internist. Band 49, Nummer 5, Mai 2008, S. 553–558, doi:10.1007/s00108-008-2107-y . PMID 18345528 .
Beachten Sie unsere <a href="/wiki/Gesundheitshinweise">Gesundheitshinweise</a>

Kategorien: Gynäkologie und Geburtshilfe | Steroidhormon | Gestagen | Steroid | Stoffgruppe

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gestagene (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.