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Geschwisterehe


Geschwisterehe oder Geschwisterheirat bezeichnet eine Eheschließung zwischen Bruder und Schwester; beide können blutsverwandt sein, auch als Halbgeschwister, oder rechtlich als Adoptivgeschwister einander gleichgestellt (oder als Kind des Vaters nur anerkannt).

Der Geschlechtsverkehr und die Heirat von blutsverwandten Geschwistern unterliegt in fast allen Gesellschaften besonderen sozialen Normen und wird meist als Inzesttabu oder religiöses Ehehindernis angesehen, oft bestehen rechtliche Eheverbote (siehe Deutsche Inzestverbote, Deutsche und österreichische Eheverbote, Islamische Ehehindernisse). Die Heirat eines nur adoptierten Geschwisterteils kann weniger einschränkenden Bestimmungen unterliegen. Stiefgeschwister sind zumeist nicht von Verboten betroffen, da zu ihnen keine rechtliche Verwandtschaft besteht – sie sind als Kinder eines früheren/neuen Ehepartners oder eingetragenen Lebenspartners eines Elternteils nur verschwägert. Im Judentum, Islam und orientalischen Christentum ist auch die Heirat von Milchgeschwistern verboten, die von derselben Frau gestillt wurden.

Bei einigen Ethnien und indigenen Völkern haben Geschwisterehen in besonderen Fällen eine kultische Bedeutung.

Verbreitung

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Am häufigsten war diese Form der Ehe im Ägypten der Ptolemäer, wo auch Normalsterbliche häufig Geschwister zum Ehepartner nahmen. Dieser Brauch wurde manchmal sogar in der gleichen Familie über mehrere Generationen geübt. Forscher haben 10 bis 23 Prozent Geschwisterehen in der damaligen Bevölkerung gefunden. Am verbreitetsten war diese Form der Ehe im Ägypten des 2. und 3. Jahrhunderts. Erst die Christianisierung des Landes beendete diesen Brauch.

In anderen Kulturen war die Geschwisterehe meist auf das Königshaus beschränkt, so bei den Inka, den Mixteken, Hawaiianern, den Phöniziern, den Elamitern, den hekatomnidischen Herrschern in Karien (Beispiel Maussolos) und den Persern der Achämenidenzeit; beispielsweise heiratete der Perserkönig Kambyses II. gleich zwei seiner Halbschwestern. Dabei mussten solche Verbindungen nicht unbedingt Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung (Inzucht beim Menschen) beinhalten – oft wurden stattdessen Nachkommen mit nicht verwandten Nebenfrauen gezeugt.

Siehe auch


Kategorien: Verwandtschaft | Eheschließung

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