Gersau - LinkFang.de





Gersau


Dieser Artikel behandelt die Schweizer Gemeinde. Für den Thüringer Ausdruck siehe Gersau (Mundart).
Gersau
Staat: Schweiz
Kanton: Schwyz SZ
Bezirk: Gersau
BFS-Nr.: 1311
Postleitzahl: 6442
Koordinaten:
Höhe: 435 m ü. M.
Fläche: 23,70 km²
Einwohner: 2209 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 93 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
19,4 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.gersau.ch

Gersau

Karte

Gersau ist eine politische Gemeinde im Kanton Schwyz in der Schweiz. Die Gemeinde bildet gleichzeitig einen eigenen Bezirk.

Geographie

Gersau bildet eine in sich abgeschlossene Landschaft in einer an den sonnigen und windgeschützten Rigisüdhang eingebetteten Mulde. Gersau wird durch die Rigi-Hochfluh sowie den Gersauerstock gegen Norden sowie den Vierwaldstättersee im Süden gegen kühle Winde geschützt. Daher rührt das besonders milde Klima, in dem selbst Edelkastanien gedeihen, weshalb Gersau in der Region auch die Riviera des Vierwaldstättersees genannt wird.

Oberhalb des Dorfes auf 1'550 m ü. M. liegt der Gersauer Hausberg Rigi Burggeist. Dieser bietet grossartige Aussicht auf das Alpenpanorama und den Vierwaldstättersee. Eine idyllische Alplandschaft mit Berggasthaus, erreichbar zu Fuss oder mit der Luftseilbahn.

Wirtschaft

Historisch herrschten in Gersau die Seidenspinnerei und die Holzbearbeitung vor. Aktuell bildet jedoch der Tourismus den Hauptwirtschaftszweig Gersaus, seit 1860 ist Gersau ein bekannter Kur- und Ferienort mit einer ganzen Reihe von Hotels und Gasthöfen.

Geschichte

Die Ersterwähnung erfolgte im Stifterbuch des Klosters Muri 1064. Seit 1332 war Gersau als selbstständige Einheit Teil der Waldstätten und wurde 1359 im Bündnis der IV Orte namentlich erwähnt. 1390 kaufte es sich von der Vogteigewalt und habsburgischen Verpfändung los. Gersau war seit 1433 durch die Erlangung der Reichsunmittelbarkeit durch Kaiser Sigismund eine knapp 24 km² grosse reichsfreie Republik und Zugewandter Ort der Eidgenossenschaft. 1798 wurde Gersau durch Napoleon dem Kanton Waldstätte der Helvetischen Republik zugeteilt. Nach deren Zusammenbruch war Gersau noch für einige Jahre selbständig.

1817 wurde es jedoch durch Beschluss der Tagsatzung gegen seinen Willen als sechster und letzter Bezirk dem Kanton Schwyz angeschlossen (per 1. Januar 1818), was zu der Sonderstellung der Gemeinde Gersau führt, welche zugleich einen eigenen Bezirk bildet. Von 1722 bis 1817 fand in Gersau alljährlich die Feckerchilbi statt, die 1982 anlässlich der Feiern 650 Jahre Republik Gersau erstmals in jüngerer Zeit wieder auflebte. Erst seit 1867 besteht eine Strassenverbindung nach Brunnen, seit 1889 auch nach Vitznau.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche St. Marcellus[3].
  • Die Kapelle Mariahilf, Kindli.
  • Das Alte Rathaus.
  • Das Gross-Landammannhaus.
  • Das Haus Minerva.
  • Das Majorenhaus.
  • Das Pfarrhaus.
  • Das Pfarrhelferhaus.
  • Villa Flora.

Kulinarisches

Spezialitäten aus der Gersauer Küche sind Gersauer Käsekuchen und «Rahmschinken», eine Nachspeise.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band II: Die Bezirke Gersau, Küssnacht und Schwyz. Kunsthistorischer Überblick. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 2). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1930.
  • Albert Müller: Gersau – Unikum in der Schweizer Geschichte. hier + jetzt, Baden 2013, ISBN 978-3-03919-263-2.

Weblinks

 Commons: Bilder aus Gersau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bilder von der Feckerchilbi  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wohnbevölkerung per 31. Dezember 2015 (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.sz.ch/documents/Wohnbevoelkerung_2015.pdf
  3. Michael Tomaschett: Die Pfarrkirche St. Marcellus in Gersau. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 936, Serie 94). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2013, ISBN 978-3-03797-118-5.

Kategorien: Historisches Territorium (Schweiz) | Ort im Kanton Schwyz | Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Schwyz | Schweizer Gemeinde

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gersau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.