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Georg Gafron


Georg Gafron (* 13. Mai 1954 in Weimar) ist ein deutscher Journalist.

Gafron flüchtete 1977 aus der DDR in einem Kofferraum über Marienborn in die Bundesrepublik und gilt im Umgang mit der DDR und nach der Wende im Umgang mit der PDS als ein politischer Hardliner.[1]

Gafron und die Medien in Berlin

1980 wurde er beim RIAS in Berlin Redakteur und übernahm 1982 die Leitung der Sonderprogramme. 1987 wechselte er als Chefredakteur zum Berliner Radiosender Hundert,6.

Ab 1999 war Gafron zudem Geschäftsführer des lokalen Fernsehsenders TV.Berlin. Im Januar 2001 wechselte er als Chefredakteur zur Boulevardzeitung B.Z. und B.Z. am Sonntag. Hier entließ er kurze Zeit später den stellvertretenden Chefredakteur Hansjörn Muder fristlos. Muder hatte den Abdruck eines Berichts über die Zahlungsunfähigkeit des ehemaligen Verkehrsministers Günther Krause in der Zeitung zu verantworten. Krause gilt als persönlicher Freund Gafrons.[2]

Als Medienmanager und Journalist galt Gafron als wichtige Stütze der CDU in der deutschen Hauptstadt. Dies wurde ihm von linker Seite und auch von Journalisten vorgeworfen. Georg Gafron machte keinen Hehl aus seiner Überzeugung und politischen Parteilichkeit. Diese wird auch immer wieder in Kolumnen der Bild-Zeitung deutlich, in denen er sich deutlich im konservativen Lager positioniert. Während des Berliner Wahlkampfes 2001 bezog Gafron mithilfe seiner Medien Position gegen eine Zusammenarbeit von SPD und PDS, indem er berlinweit Plakate mit historischen Motiven der Berliner Mauer und ähnlichem drucken ließ. Die Berliner Zeitung veröffentlichte die Kampagne nicht und wurde daraufhin in Radiospots auf Hundert,6 sowie in Zeitungsbeiträgen in den von Gafron geführten Medien von Gafron kritisiert.

2002 gab Georg Gafron die Geschäftsführung des Radiosenders Hundert,6 und des Lokalfernsehens TV.Berlin auf. Infolge von noch unter Gafron abgeschlossenen Verträgen meldete Hundert,6 im Jahr 2005 Insolvenz an, der ebenfalls finanziell schwer angeschlagene TV-Sender musste verkauft werden. Im Juni 2003 zog Gafron sich von der Chefredaktion der Berliner Boulevard-Zeitung B.Z. zurück. Am 1. Oktober 2003 übernahm Georg Gafron die Geschäftsführung der Axel Springer Medien Service GmbH, Berlin. Zweck der neu gegründeten Gesellschaft war die Konzeption, Akquisition und Produktion von „Anzeigensonderformaten“ und „Verlags-Beilagen“ für die Titel der Berliner Zeitungsgruppe: Die Welt, Welt am Sonntag, Berliner Morgenpost und B.Z. sowie B.Z. am Sonntag. Neben der unternehmerischen Führung war Georg Gafron als Chefredakteur für die Gestaltung und Herstellung der Produkte verantwortlich. Bis in die Gegenwart schreibt er weiterhin Kolumnen in der B.Z.

Rücktritt bei der Axel-Springer AG

In die Kritik geraten war Gafron zuletzt wegen seiner Nebentätigkeit für den Medienmogul Leo Kirch. Als Datum seines Ausscheidens bei der Axel Springer Medien Service GmbH wurde der 30. April 2004 vereinbart. Georg Gafron hatte seinem offiziellen Arbeitgeber angeblich eine Nebeneinnahme verschwiegen: Die Insolvenzverwalter der Kirch-Gruppe führen, laut Süddeutscher Zeitung vom 20. März 2004, in ihrem jüngsten Bericht ans Amtsgericht München unter »Sondervorgängen« auf, dass Gafron 600 000 Euro von Leo Kirch für »angebliche Beratungsleistungen« kassiert habe. Das wären bis Juni 2002 monatlich 33 000 Deutsche Mark. Kirch selbst gab unterdessen an, den Axel-Springer-Verlag selbst über die Beratertätigkeit von Gafron informiert zu haben.

Gelegentlich äußert sich Gafron heute in der Bild-Zeitung als Kolumnist.

Im Juli 2004 macht sich Gafron mit der GafronMedia GmbH selbstständig.

Auszeichnungen

Weblinks

Quellen

  1. http://www.focus.de/kultur/buecher/buchkritik-abschied-vom-selbstbetrug_aid_403454.html
  2. [1] „B.Z.: Zerrüttete Verhältnisse“, Der Tagesspiegel, 18. Mai 2001.


Kategorien: Person (Medien, Berlin) | Geboren 1954 | Journalist (Deutschland) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Georg Gafron (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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