Genealogisches Handbuch des Adels - LinkFang.de





Genealogisches Handbuch des Adels


Genealogisches Handbuch des Adels (GHdA) ist ein Nachschlagewerk, das von 1951 bis 2015 vom C. A. Starke Verlag verlegt und von der Stiftung Deutsches Adelsarchiv herausgegeben wurde. Es verstand sich als Nachfolger des ehemals von Justus Perthes herausgegebenen Gothaischen Genealogischen Hofkalenders und des Gothaischen Genealogischen Taschenbuchs. Fortgesetzt wird es vom Gothaischen Genealogischen Handbuch.

Inhalt

Das GHdA gibt Aufschluss über die Abstammung vieler Namensträger und Mitglieder aus Familien des deutschen Adels, über deren Stammlisten und Familienwappen.

Es erfasst in seinen 158 Bänden Adelsfamilien aus dem Gebiet des ehemaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, d. h. der heutigen Länder Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Tschechien, Slowenien, des größten Teils Italiens sowie Teile des heutigen Frankreich (Lothringen, Elsass, Burgund), der baltischen Staaten, des heutigen Polen (Schlesien, Pommern, Ost- und Westpreußen, Provinz Posen, Galizien) und der Ukraine (Galizien und Bukowina).

Die Bände wurden in unterschiedlichen Unterreihen veröffentlicht:

Die Veröffentlichung der einzelnen Familienartikel oblag den Adelsfamilien selbst. Die Aufsicht über die Richtigkeit aller veröffentlichten Angaben und Daten lag zuletzt beim Deutschen Adelsrechtsausschuß.

Neben dem GHdA gibt es seit 1950 noch das von Franz Josef zu Hohenlohe-Schillingsfürst begründete Genealogische Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels und seit 2011 das Genealogische Handbuch der Baltischen Ritterschaften (Neue Folge).

Der Gotha

Hauptartikel: Gothaischer Hofkalender

Vorgänger des GHdA war „der Gotha“, benannt nach seinem Verlagsort Gotha. Dessen erste Ausgabe erschien im Jahr 1763 bei C. W. Ettinger in Gotha, und ab 1785 im Justus-Perthes-Verlag unter dem Titel Gothaischer Hof-Kalender zum Nutzen und Vergnügen eingerichtet. Ettinger und Perthes hatten bis 1785 zusammengearbeitet. Die französische Ausgabe erschien bis 1944 unter dem Reihentitel Almanach de Gotha. Der „Gotha“ wurde bis 1944 durch Neuauflagen mit unterschiedlichen – immer wieder leicht veränderten – Titeln (Gothaischer Genealogischer Kalender, Gothaischer genealogischer Hof-Kalender oder Gothaer Hof-Kalender) ständig aktualisiert, verändert und ergänzt. Nicht alle der im Gotha vertretenen Familien wurden bei der Herausgabe des GHdA berücksichtigt.

Urheber- oder Verlagsrechte an den Publikationen bzw. Titeln des Gotha haben der C. A. Starke Verlag oder das Deutsche Adelsarchiv niemals erworben, noch beabsichtigten die Familie Perthes bzw. der Verlag Justus Perthes jemals, solche Rechte an den C. A. Starke Verlag oder an das Deutsche Adelsarchiv abzugeben.

Ab 2015 wird das „Gothaische Genealogische Handbuch“ (GGH) von der Stiftung Deutsches Adelsarchiv herausgegeben, die im Jahr 2013 die Namensrechte am Almanach de Gotha vom Verlag Ernst Klett Stuttgart (als Rechtsnachfolger des Almanach de Gotha seit der Übernahme des Verlages Justus Perthes / Haack Gotha im Jahr 1992) erworben hat.

Seit 1824 wurden die im Hofkalender aufgeführten Herrscher- und Fürstenfamilien in den drei Gruppen (1) aktuelle Souveräne und ihre Häuser, (2) andere in Deutschland, Frankreich und Italien begüterte Häuser und (3) durch Ebenbürtigkeit gekennzeichnete, mediatisierte Häuser (Standesherrlichkeit) unterschieden. Später wurde der Hofkalender noch um die vier Reihen der Taschenbücher der gräflichen Häuser (seit 1825), der freiherrlichen Häuser (seit 1848), der adeligen (uradeligen) Häuser (seit 1900) und der briefadeligen Häuser (seit 1907) erweitert.

In Konkurrenz zum „Gotha“ erschienen kurzzeitig auch:

Deutsches Geschlechterbuch

Parallel zum Genealogischen Handbuch des Adels erscheint für nichtadelige Familien das Deutsche Geschlechterbuch als Genealogisches Handbuch der bürgerlichen Familien, wie der Titel früher lautete. Der Aufbau dieses Handbuchs ist mit dem des GHdA identisch. Viele der Bände sind nach Herkunftsregion der Familien geordnet.

Adelslexikon

In den Jahren 1972 bis 2012 erschien in der Reihe des GHdA auch das „Adelslexikon“ in insgesamt 18 Bänden. Darin aufgenommen wurde jede nach 1800 noch existierende Adelsfamilie möglichst mit folgenden Angaben: Konfession; Heimat; erstes urkundliches Auftreten (mit Nachweisen); Stammvater, mit dem die sichere Stammreihe beginnt; Diplomverleihungen und -empfänger; Geschlechtsverband; Wappenbeschreibung (u. U. Abbildung des Stammwappens); Literaturhinweise. Dabei wurde besonderer Wert auf die Erfassung derjenigen seit 1850 geadelten Familien gelegt, die in der Literatur bisher nicht nachgewiesen waren. Die Literaturhinweise enthalten auch entlegene Veröffentlichungen sowie in kleinen Auflagen erschienene Familiengeschichten. Mit dem 2012 erschienenen Registerband ist das Adelslexikon abgeschlossen.

  • Band I: A–Bon, 1972, Band 53 der Gesamtreihe
  • Band II: Boo–Don, 1974, Band 58 der Gesamtreihe
  • Band III: Dor–F, 1975, Band 61 der Gesamtreihe
  • Band IV: G–Har, 1978, Band 67 der Gesamtreihe
  • Band V: Has–I, 1984, Band 84 der Gesamtreihe
  • Band VI: J–Kra, 1987, Band 91 der Gesamtreihe
  • Band VII: Kre–Lod, 1989, Band 97 der Gesamtreihe
  • Band VIII: Loe–Mes, 1997, Band 113 der Gesamtreihe
  • Band IX: Met–Oe, 1998, Band 116 der Gesamtreihe
  • Band X: Of–Pra, 1999, Band 119 der Gesamtreihe
  • Band XI: Pre–Rok, 2000, Band 122 der Gesamtreihe
  • Band XII: Rol–Schm, 2001, Band 125 der Gesamtreihe
  • Band XIII: Schn–Stad, 2002, Band 128 der Gesamtreihe
  • Band XIV: Stae–Tra, 2003, Band 131 der Gesamtreihe
  • Band XV: Tre–Wee, 2004, Band 134 der Gesamtreihe
  • Band XVI: Weg–Z, 2005, Band 137 der Gesamtreihe
  • Band XVII: Nachträge, 2008, Band 144 der Gesamtreihe
  • Band XVIII: Register, 2012, Band 151 der Gesamtreihe

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Genealogisches Handbuch des Adels  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Gotha (Adelskalender) – Quellen und Volltexte

Kategorien: Genealogische Publikation | Deutscher Adel | Wappenbuch | Handbuch | Lexikon oder Enzyklopädie | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Genealogisches Handbuch des Adels (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.