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Gemmingen


Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Gemmingen. Zum Adelsgeschlecht siehe Gemmingen (Adelsgeschlecht).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: HeilbronnVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 212 m ü. NHN
Fläche: 19,08 km²
Einwohner: 4990 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 262 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75050
Vorwahl: 07267
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 25 034
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hausener Straße 1
75050 Gemmingen
Webpräsenz: www.gemmingen.eu
Bürgermeister: Timo Wolf
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Gemmingen ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg.

Geographie

Geographische Lage

Gemmingen liegt im nordöstlichen Kraichgau, im Westen des Landkreises Heilbronn.

Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden Gemmingens sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen) die Stadt Eppingen, die Gemeinden Kirchardt und Massenbachhausen und die Stadt Schwaigern (alle Landkreis Heilbronn). Mit Eppingen und Ittlingen ist Gemmingen die Verwaltungsgemeinschaft Eppingen-Gemmingen-Ittlingen eingegangen.

Gemeindegliederung

Gemmingen besteht aus Gemmingen selbst und dem Ortsteil Stebbach. Zu Gemmingen gehört noch der Wohnplatz Eichmühle, zu Stebbach gehören Schloss und Hof Schomberg, der Hof und Wohnplatz (ehemalige Burg) Streichenberg sowie der Wohnplatz Stebbach (Bahnstation). Der abgegangene, also heute nicht mehr bestehende Ort Zimmern befand sich auf Gemarkung Stebbach.[2]

Die Gemeinde Gemmingen hat (Mitte 2006) 4.971 Einwohner, von denen 3.517 im Ortsteil Gemmingen und 1.454 im Ortsteil Stebbach leben.[3]

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Geschichte

Es wird vermutet, dass der Ort im Staudbachtal auf eine römische Siedlung zurückgeht, die im 3. Jahrhundert von Alamannen in Besitz genommen und nach deren Stammesfürst Gemmo benannt wurde. Erstmals erwähnt wurde Gemmingen (frühere Namen: Gemminchheim, Gemmininchheim oder Gemyngen) im Jahre 769 im Lorscher Codex[5] anlässlich der ältesten von rund 20 Schenkungen an das Klosters Lorsch.[6] Die heutige Wüstung Zimmern und der 1292 erstmals erwähnte heute eingemeindete Ort Stebbach sind wahrscheinlich von Gemmingen erfolgte Ausbausiedlungen aus der jüngeren Merowingerzeit um das 8. Jahrhundert. Gemmingen wurde zunächst zum Gartachgau gezählt, später zum Kraichgau. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken.

1235 werden mit Hans von Gemmingen, dem kaiserlichen Landvogt in Sinsheim, erstmals die Herren von Gemmingen erwähnt, die im Ort womöglich schon lange begütert waren. Sie errichteten im 13. Jahrhundert drei Burgen im Ort: Das Mittelschloss ist bereits 1235 im Besitz von Hans von Gemmingen belegt, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, an seiner Stelle entstand später das Rentamt. Das Oberschloss entstand um die Mitte des 13. Jahrhunderts, wurde nach 1630 nicht mehr von der Familie von Gemmingen bewohnt und verkauft. Das bis heute erhaltene Unterschloss Gemmingen geht auf die um 1274 durch Schweiker, gen. der Velscher, erbaute Wasserburg zurück. Man hat die Burg mehrfach umgebaut und die Wassergräben später verfüllt. Die Familienlinie der Velscher starb 1552 mit Hans aus. Dieser übergab das Unterschloss 1550 an Wolf von Gemmingen († 1555). Dessen Enkel Wolf Dietrich (1550–1595) ließ es 1592 im Stil der Renaissance erneuern.

Ein vierter früher Herrensitz in unmittelbarer Nähe ist die Burg Streichenberg auf der Gemarkung Zimmern, die im hohen Mittelalter auch im Besitz der Herren von Gemmingen war, aber schon ab dem 14. Jahrhundert eine wechselnde Besitzgeschichte nahm. Die Herren von Gemmingen besaßen Gemmingen, Stebbach und Zimmern in wechselnden Anteilen als Allodialbesitz oder Lehen. Ab dem späten 15. Jahrhundert erhielten sie zahlreichen weiteren Besitz, insbesondere Lehen der Kurpfalz. 1508 war Uriel von Gemmingen aus der Linie Gemmingen-Michelfeld Erzbischof von Mainz und deutscher Erzkanzler. Die verschiedenen Zweige der sich weit verbreitenden Familie brachten zahlreiche weitere hohe Würdenträger hervor.

Der Ort Gemmingen zählte als reichsritterschaftlicher Ort zum Ritterkanton Kraichgau, während Stebbach und Streichenberg an die Kurpfalz kamen. 1497 erlangten die Herren von Gemmingen an ihrem Stammsitz Gemmingen die Hochgerichtsbarkeit. Der Ortsherr Wolf von Gemmingen († 1555) gründete 1521 die Lateinschule Gemmingen und war ein früher Anhänger Luthers und Förderer der Reformation, die er in Gemmingen dauerhaft durchführte, während Streichenberg und Stebbach von häufigen Konfessionswechseln der Kurpfalz betroffen waren.

Durch den Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort nahezu entvölkert und nach 1648 durch Einwanderer aus der Schweiz und Frankreich aufgesiedelt, die nach den Verwüstungen des 1688 bis 1697 tobenden Pfälzischen Erbfolgekrieges mehrfache Wiederaufbauarbeit leisten mussten.

1664 verkauften die Herren von Gemmingen das Oberschloss mit einem Teil des Ortes an Württemberg. Dieser Anteil ging 1710 an die Herren von Neipperg. Stebbach dagegen kam von der Kurpfalz an die Raugräfin Marie Luise und 1733 an die Grafen von Degenfeld-Schonburg. Durch die Mediatisierung der Reichsritterschaft kam Gemmingen im Jahr 1806 zu Baden. Stebbach war 1803 beim Ende der Kurpfalz zum Fürstentum Leiningen gekommen, wurde aber nach dessen raschen Ende 1806 auch badisch.

Der Bau der Kraichgaubahn in den Jahren vor 1880 brachte Gemmingen ein gewisses Maß an Prosperität, während Stebbach zur selben Zeit durch Auswanderung und Landflucht sinkende Einwohnerzahlen hatte. In der Nacht zum 1. Juli 1897 waren die Orte von einer schweren Gewitter- und Hagelkatastrophe betroffen. Die Elektrifizierung beider Orte erfolgte 1920. 1939 wurden 1170 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 1360.[7] Die zentrale Wasserversorgung für Gemmingen und Stebbach wurde 1952 installiert.

Am 1. Januar 1925 wurde die Gemarkung Streichenberg mit Burg Streichenberg und dem im 19. Jahrhundert erbauten Schloss Schomberg nach Stebbach eingemeindet. Am 1. Januar 1974 wurde die zuvor eigenständige Gemeinde Stebbach als Ortsteil nach Gemmingen eingemeindet. Die Eingemeindung wurde mit großer Mehrheit beschlossen, nachdem der jeweils unabhängige Fortbestand beider Gemeinden durch Beschlüsse der Landesregierung zur Gemeindereform Anfang der 1970er-Jahre stark gefährdet war.

Religionen

Schon zu Beginn der 1520er Jahre waren Wolf von Gemmingen († 1555) und Bernhard Griebler, der Inhaber der Gemminger Prädikatur, Anhänger Luthers. Ende 1531 oder Anfang 1532 bestellte Wolf einen lutherischen Pfarrer, nachdem der am alten Glauben festhaltende Pfarrer aufgegeben und Gemmingen verlassen hatte.[8] Nach jahrelangem Streit mit dem Patronatsherrn der Pfarrei, dem Domkapitel in Speyer,[9] hatte sich die reformatorische Bewegung in Gemmingen durchgesetzt. In Stebbach wechselte hingegen aufgrund des Grundsatzes cuius regio – eius religio im Zeitraum 1545 bis 1648 zehnmal die Konfessionszugehörigkeit der Bewohner. 1649 wurde Stebbach mit den Pfälzer Kurfürsten endgültig evangelisch-reformiert. In Gemmingen gibt es heute eine evangelische und eine evangelisch-freikirchliche (baptistische) Gemeinde. Die römisch-katholischen Christen werden von der katholischen Kirchengemeinde in Eppingen betreut. Im Jahr 2000 gab es in der Gesamtgemeinde 2567 Protestanten (51,4 %) und 1315 Katholiken (26,3 %). Unter den verbleibenden 1115 Personen (22,3 %) waren auch zahlreiche muslimische Gläubige.[10] Gemäß den Daten des Zensus 2011 lebten in Gemmingen 2373 Protestanten (48,1 %), 1158 Katholiken (23,5 %) und 1405 Konfessionslose und Angehörige anderer Religionen (28,5 %). [11]

Juden waren in Gemmingen vereinzelt bereits im 17. Jahrhundert ansässig, durch eine gezielte Ansiedlungspolitik ab 1710 bildete sich jedoch erst dann zunächst im Gemmingenschen Teil des Ortes die Jüdische Gemeinde Gemmingen, der ab 1727 eine Judenschule (Synagoge) erlaubt war und die 1751 zwölf Familien, 1762 schon 17 Familien mit rund 100 Personen umfasste. Ab 1790 nahmen auch die Grafen von Neipperg Juden in Gemmingen auf. 1809 bestand die Gemeinde aus 16 Familien mit zusammen 86 Personen und wuchs bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts weiter an (1864: 291 Personen), verringerte sich danach jedoch durch Ab- und Auswanderung. Zwischen 1900 und 1933 sank die Größe der Gemeinde von 157 auf 47 Personen. Nach 1933 wanderten die meisten Gemminger Juden aus oder verzogen in größere Städte. 1938 wurde die Synagoge demoliert, anschließend von der Gemeinde Gemmingen erworben. Die letzten sieben Gemminger Juden wurden 1940 in das Internierungslager Gurs deportiert, drei von ihnen fanden anschließend im KZ Auschwitz den Tod. Auch im Ortsteil Stebbach bestand seit dem 18. Jahrhundert eine zeitweilig bedeutende jüdische Gemeinde, die Jüdische Gemeinde Stebbach.

Politik

Gemeinderat

In Gemmingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Gemmingen hat nach der letzten Wahl 16 Mitglieder (2009: 17). Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

(neue Tabelle folgt)

Der Gemeinderat Gemmingens hat nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 17 Sitze. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  • CDU 29,6 % (− 1,3) – 5 Sitze (=)
  • SPD 27,9 % (− 1,5) – 5 Sitze (=)
  • FWV 22,4 % (− 1,5) – 4 Sitze (+ 1)
  • Liste Dorf und Natur (LDN) 20,1 % (+ 4,2) - 3 Sitze (+ 1)

Wappen und Flagge

Die Blasonierung des Gemminger Wappens lautet: In gespaltenem Schild vorne in Silber auf grünem Dreiberg an schwarzem Pfahl ein grüner Weinstock mit drei blauen Trauben, hinten in Rot eine goldene Pflugschar. Die Flagge der Gemeinde ist Gelb-Rot.

Die Wappenfiguren des Weinstocks und der Pflugschar, die auf Acker- und Weinbau hinweisen, sind seit dem 19. Jahrhundert in Gemminger Siegeln belegt. Die Farben des Wappens wurden 1901 vom Generallandesarchiv festgelegt, der Gemminger Gemeinderat hat ihnen 1910 „ein für alle Mal“ zugestimmt. Die Flagge wurde der Gemeinde am 2. Mai 1969 vom baden-württembergischen Innenministerium verliehen.[12]

Partnergemeinde

Partnergemeinde Gemmingens ist seit 5. Juni 1999 die Gemeinde Dunavarsány in Ungarn. Die Partnerschaft geht auf das Jahr 1996 zurück, als eine ungarische Reisegruppe zufällig Gemmingen entdeckte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Mitten im Ort steht das dreistöckige Unterschloss Gemmingen, das Herrenhaus der Familie von Gemmingen. Das Gebäude wurde 1592 vermutlich auf den Fundamenten der um 1274 entstandenen Unteren Burg errichtet. Neben dem Schloss befindet sich noch ein mittelalterlicher Wehrturm. Das Schloss weist ein prächtiges Renaissance-Portal auf, an der Schlossmauer befinden sich zahlreiche historische Grabplatten der Herren von Gemmingen, die man im 19. Jahrhundert beim Kirchenneubau aus der alten Kirche dorthin versetzt hat. Der angrenzende große Schlosspark wurde von der Gemeinde erworben und 1982 bis 1988 in seiner heutigen Gestalt angelegt.
  • Das ehemalige Rentamt (erweitert 1717) und der alte Fruchtspeicher (1743 über älterem Kern erbaut) sind zwei Fachwerkgebäude aus dem frühen 18. Jahrhundert und waren früher Teil einer herrschaftlichen Hofanlage.
  • Das Gemminger Rathaus, 1902-03 im Stil des Eklektizismus mit reichem Bauschmuck erbaut, war einst auch gleichzeitig Postamt und Spritzenhaus. Es entstand an der Stelle des ehemaligen Oberen Schlosses als nötig gewordener Ersatz für das zu klein gewordene historische Rathaus von 1752, welches ebenfalls noch erhalten ist. Das Rathaus wurde in den 1990er Jahren grundlegend saniert und durch einen nahegelegenen Neubau erweitert.
  • Die evangelische Kirche ist ein Neubau von 1846/47 an der Stelle der alten Gemminger Kirche. Pleikard von Gemmingen († 1515) ließ im späten 15. Jahrhundert für die damalige Kirche St. Martini ein neues nach Osten ausgerichtetes Langhaus und eine neue Vorhalle errichten. Den unter ihm begonnenen Neubau des Turmes beendete 1516 sein Sohn Wolf. Von dieser alten Kirche ist heute nur der 33 Meter hohe Turm mit Vorhalle erhalten.[13] Das heutige, nach Norden ausgerichtete Langhaus der Hallenkirche wurde 1846/47 aus Sandstein errichtet. An den Längsseiten des Langhauses sind steinerne Emporen eingezogen, die auf Steinsäulen ruhen, so dass sich im Inneren der Eindruck einer Basilika bietet. An der Südwand befindet sich eine hölzerne Kanzel, darüber ein gotisches Maßwerkfenster. In einer Wandnische wird ein Altarkreuz um 1500 aufbewahrt, das Hans Seyfer zugeschrieben wird. Die weitere Ausstattung der Kirche stammt aus der Neuzeit, darunter die als Glasmalerei ausgeführten Wappenbilder der Fenster von 1947. Das zur Kirche gehörige evangelische Pfarrhaus wurde um 1725 erbaut.
  • Die katholische Kirche St. Marien wurde 1953 samt zugehörigem Pfarrhaus in der schlichten Formensprache der damaligen Zeit am südlichen Ortseingang errichtet. 1963 wurde der ursprüngliche Dachreiter der Kirche entfernt und stattdessen ein freistehender Glockenturm (Campanile) erbaut.
  • Im Ort befinden sich zahlreiche weitere historische Gebäude von architektonischem Interesse, darunter weitere Fachwerkbauten, Ladengeschäfte des 19. Jahrhunderts, Siedlerhäuser der 1930er Jahre und die alte Lateinschule, die Wolf von Gemmingen 1521 gegründet hatte.

Parks

An das Gemminger Schloss schließt sich der Schlosspark an, der von der Gemeinde erworben und 1982–1988 im Stil eines Englischen Landschaftsparks umgestaltet wurde. Dort befinden sich ein Kriegerdenkmal, ein herrschaftliches Gärtnerhaus, historische Wegmarken (Meilensteine).

Sport und Freizeit

Seit 1977 besteht das beheizte Gemminger Freibad.

Wirtschaft und Infrastruktur

Gemmingen ist ein Weinbauort, dessen Lage Sonnenberg zur Großlage Heuchelberg im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg gehören.

Die Wüteria Mineralquellen füllt seit 1928 Mineralwasser und Erfrischungsgetränke in Gemmingen ab. Der Betrieb beschäftigt 33 Mitarbeiter (Stand: 2012) im Ort.

Verkehr

Straße

Gemmingen liegt an der B 293 von Heilbronn nach Karlsruhe. Die nächste Anschlussstelle der A6 (Saarbrücken-Waidhaus) liegt etwa 12 Kilometer entfernt.

Schiene

Gemmingen liegt an der Kraichgaubahn (HeilbronnKarlsruhe), die von der Karlsruher Stadtbahn befahren wird. Im Stadtgiebt gibt es die Haltepunkte Gemmingen und Gemmingen West. Nach Karlsruhe und Heilbronn besteht einer 30-Minuten-Takt, jeder zweite Zug wird als Eilzug geführt und hält nicht überall. Früher war auch der Ortsteil Stebbach über die Bahnstrecke Steinsfurt–Eppingen an das Schienennetz angebunden, aber der Haltepunkt wurde zwischenzeitlich aufgelassen.

Medien

Über das Geschehen in Gemmingen berichten die Tageszeitungen Kraichgau Stimme, eine Nebenausgabe der Heilbronner Stimme, und die Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung. Die Gemeindeverwaltung gibt das Amtsblatt der Gemeinde Gemmingen mit Ortsteil Stebbach heraus.

Bildung

Die Wolf-von-Gemmingen-Schule (Grund- und Hauptschule) versteht sich als eine berufsorientierte Ganztagesschule und wird von 380 Schülern besucht. Ihr organisatorisch angegliedert ist die Grundschule in Stebbach mit 90 Schülern. Daneben gibt es drei Kindergärten im Ort, einer davon ist im Ortsteil Stebbach.

Die im April 2000 eröffnete Gemeindebücherei Gemmingen kann von jedermann kostenlos genutzt werden.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Hugo Richheimer, Direktor der Schaumweinvertriebs AG in Frankfurt am Main

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die vor Ort gewirkt haben

  • Udo Pollmer (* 1954), Lebensmittelwissenschaftler und Buchautor, lebt in Gemmingen
  • Alper Balaban (1987–2010), Fußballspieler, wuchs in Gemmingen auf

Literatur

  • Ulrich Kopp: Die Kraichgaugemeinde Gemmingen. Eine Ortsbeschreibung zur Jahrtausendwende. Gemeinde Gemmingen, Gemmingen 2000, ISBN 3-00-007335-3
  • Tony Fleck: Gemmingen 769–1969. 1200 Jahre Zeitgeschehen. Gemeinde Gemmingen, Gemmingen 1969

Weblinks

 Commons: Gemmingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Gemmingen in der Topographia Sueviae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Quelle für den Abschnitt Gemeindegliederung:
    Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 75–77
  3. Quelle: Gemmingen in Zahlen auf gemmingen4u.de, Stand: 30. Juni 2006, abgerufen am 23. Dezember 2007
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Gemmingen.
  5. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2533, 24. Dezember 769 – Reg. 467. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 163, abgerufen am 5. März 2016.
  6. Ortsliste zum Lorscher Codex, Gemmingen , Archivum Laureshamense – digital, Universitätsbibliothek Heidelberg.
  7. Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden
  8. Gustav Bossert: Beiträge zur badisch-pfälzischen Reformationsgeschichte. In: ZGO 58 (1904), S. 30.
  9. Gerhard Kiesow: Von Rittern und Predigern. Die Herren von Gemmingen und die Reformation im Kraichgau. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1997 S. 73f.
  10. Kopp 2000, S. 31/32.
  11. https://ergebnisse.zensus2011.de/#dynTable:statUnit=PERSON;absRel=PROZENT;ags=081255004034;agsAxis=X;yAxis=RELIGION_KURZ
  12. Quelle für den Abschnitt Wappen und Flagge:
    Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 68
  13. Adolf von Oechelhaeuser (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden, Bd. 8,1, Tübingen 1909. S. 169. Oechelhäuser beziffert den Beginn des Langhausneubaus unter Pleikard auf 1457, doch ist dieser erst um 1440 geboren und war in jungen Jahren noch Kanoniker in Wimpfen, vgl. Carl Wilhelm Friedrich Ludwig Stocker: Familien-Chronik der Freiherren von Gemmingen, Heidelberg 1895.

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