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Gemünden (Taunus)


Gemünden
Gemeinde Weilrod
Höhe: 257 m ü. NHN
Fläche: 5,55 km² [LAGIS]
Einwohner: 485 (Mai 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Rod an der Weil
Postleitzahl: 61276
Vorwahl: 06083

Lage von Gemünden in Weilrod

Gemünden ist ein Ortsteil der Gemeinde Weilrod im Hochtaunuskreis, Hessen. Im Jahr 2002 feierte das Dorf seine 600-jährige Geschichte.

Geographische Lage

Gemünden liegt im östlichen Hintertaunus des Naturpark Taunus. In der Dorfmitte ist der Zusammenfluss von Laubach und Sattelbach. Höchste Erhebung bei Gemünden ist der Hardtküppel mit 384 Metern NN.

Nachbarorte sind Emmershausen (westlich), Winden und Heinzenberg (nördlich), Laubach (nordöstlich) und Niederlauken (östlich).

Geschichte

Das Dorf, in einem Talkessel gelegen, wird umgeben von Feldern und Wäldern. Urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1402. In der Dorfmitte ist der Zusammenfluss von Laubach und Sattelbach. Unwetter und Überschwemmungen sorgten in der Gründerzeit immer für Katastrophen. Eines der ältesten Wohnhäuser, das heute noch bewohnt ist, erbaut im Jahre 1648, trägt die Balkeninschrift: Ehret die Scholle, sie gibt uns das Brot. Landwirtschaft und Handwerksbetriebe garantierten das täglich Einkommen der Bewohner. Schulische Ausbildung in der Volksschule, sowie einer Gewerbeschule, sorgten für das Wissen und Weiterbildung der Gemündener. Gasthäuser beherbergten viele Erholungssuchende.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich die Gemeinden Gemünden, Rod an der Weil sowie weitere Gemeinden am 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis zur Gemeinde Rod an der Weil zusammen, bevor diese Gemeinde am 1. August 1972 mit mehreren bis dahin selbstständigen Gemeinden durch ein Landesgesetz zur Gemeinde Weilrod zusammengeschlossen wurde.[2][3]

Sehenswerte Gebäude

Das älteste Gebäude des Ortes ist das Backhaus. Das massive Untergeschoss war ursprünglich eine Kapelle. Die Ersterwähnung ist datiert auf das Jahr 1580. Die Entstehung der Kapelle wird auf 100 bis 200 Jahre früher geschätzt. Damals stand am Zusammenfluss von Sattelbach und Laubach eine kleine Kapelle. Gottesdienste wurden nur sehr wenig in dieser Kapelle gehalten. Dadurch wurde die Kapelle baufällig und im Jahre 1828 zum Backhaus umgebaut. Im Jahre 1948 wurde dieses älteste Gebäude von Gemünden aufgestockt, zum Rathaus und Gemeindekasse ausgebaut. Nach der Gebietsreform im Jahre 1972 wurde das Heimatmuseum durch den Landfrauenverein Gemünden in den oberen Räumen errichtet. Viele Umbau- und Renovierungsarbeiten wurden schon an diesem Gebäude durchgeführt.

Erst im Jahre 1996 wurden bei erneuten Renovierungsarbeiten Wandmalereien aus dem Alten und Neuen Testament entdeckt. Anhand der verwendeten Farben datierte das hessische Amt für Denkmalschutz diese Malereien auf das 15. Jahrhundert. Von der exakteren Datierung der Wandgemälde erhoffen sich die Historiker eine exaktere Datierung der Erbauung der Kapelle.

Im folgenden Jahr, nach über 170 jähriger Unterbrechung, wurde wieder ein Gottesdienst in diesem Gebäude abgehalten. Dieser stand unter dem Bibeltext: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund“.[4]

Wassertretanlage

Am Ortsrand von Gemünden liegt eine Wassertretanlage.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Der Ortsteil im Internetauftritt der Gemeinde Weilrod , abgerufen im Juli 2016.
  2. Gesetz zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen vom 11. Juli 1972 In: GVBl. I 1972, 227
  3. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen, S. 276
  4. Bruno Rühl: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein; in: Jahrbuch des Hochtaunuskreises 2006, S. 86–87

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gemünden (Taunus) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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