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Gelati


Gelati (georgisch გელათი ) ist eine Klosteranlage im Westen Georgiens, unweit der Stadt Kutaissi. Das Kloster zählt zu den bedeutendsten Werken georgischer Kunst und zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der Name ist vom griechischen Wort Genati („Geburt“) abgeleitet.

In Gelati sind die bedeutendsten Könige von Georgien, unter anderem Dawit der Erbauer, Königin Rusudan und König Bagrat, begraben. Das Kloster verfügt außerdem über eine bedeutende Sammlung von Handschriften aus dem 12. bis 17. Jahrhundert. Gelati besaß neben den Klöstern Opiza und Tbeti im heutigen Nordosten der Türkei im 12. Jahrhundert die bekannteste georgische Werkstätte für Gold- und Silberschmiedekunst.[1]

Bis zum 16. Jahrhundert war Gelati nur ein einfaches Kloster, dann wurde es zu einem Dom umgewandelt. Der Erzbischof von Gelati wurde Genateli genannt. Der Dom ist der Muttergottes Maria geweiht.

Die zum Kloster gehörende Akademie von Gelati wurde von Dawit dem Erbauer (König von 1089 bis 1125) im Jahr 1106 nach dem Vorbild der Akademie von Konstantinopel gegründet. Hier wirkten bedeutende Gelehrte wie Ioann Petritsi und Arsen Ikaltoeli.

Seit 2010 befindet sich die Klosteranlage von Gelati auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes, die Gründe hierfür sind unsachgemäßige Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen, welche den Charakter der Anlage beeinflussen.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Gelati  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Edith Neubauer: Altgeorgische Baukunst. Felsenstädte. Kirchen. Höhlenklöster. Anton Schroll, Wien/München 1976, S. 184

Kategorien: Kloster in Georgien | Weltkulturerbe (Asien und Ozeanien) | Bedrohtes oder zerstörtes Welterbe | Kirchengebäude in Georgien | Georgisch-orthodoxes Kloster | Kloster (12. Jahrhundert)

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