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Geißlingen (Klettgau)


Dieser Artikel behandelt den Ortsteil der Gemeinde Klettgau im Landkreis Waldshut. Andere Gemeinden und Orte gleichen oder ähnlichen Namens führt die Begriffsklärung Geislingen auf.
Geißlingen (Klettgau)
Gemeinde Klettgau
Fläche: 8,87 km²
Einwohner: 935 (Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 79771
Vorwahl: 07742

Geißlingen oder auch Geisslingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Klettgau, Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie

Das Dorf mit rund 950 Einwohnern liegt im Klettgau und ist der westlichste Ortsteil der Gemeinde Klettgau an einem Südhang, umschlossen von Obstbäumen und nicht weit entfernt von weiten Laubwäldern an den Hängen der Jura-Randen-Ausläufer und dem Birnberg (637 m), Wanderwege durch den Wald führen zur Küssaburg, zum Alkenhof und zu den Reutehöfen und dem Sender Wannenberg. Nördlich des Orts fließt der Klingengraben, südlich fließt der Schwarzbach. Trotz starker wohnbaulicher Entwicklung mit mehreren gewerblichen Ansiedlungen ist die Landwirtschaft aufgrund der fruchtbaren Klettgauböden nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Ortes.

Geschichte

Auf der Geißlinger Gemarkung wurden Funde aus der Hallstatt und Latènezeit gemacht.[1] Aus römischer Zeit stammt das Heidenschlössle beim Heideggerhof. Es war ein etwa 40 × 40 m messendes Gebäude. Stempel der XI. und der XXI. Legion, zahlreiche Münzen und ein Kopf aus rotem Sandstein mit Zeichen der 3. Kohorte der Hispanier wurden gefunden.[2]

Geißlingen, dessen Ortsname bei den Angehörigen des Gisilo bedeutet, wurde erstmals 876 urkundlich erwähnt als Gotsbert, Landgraf im Klettgau seinen Besitz im Ort an das Kloster Rheinau schenkte. Marquardt von Krenkingen-Weissenburg übergab 1111 seinen Besitz in Geisslingen an das Augustinerkloster Detzeln, welches später nach Riedern am Wald verlegt wurde. 1350 erhielt diesen Geißlinger Klosterhof das Frauenkloster Riedern am Wald, bei welchem er bis zu dessen Auflösung verblieb. 1345 wurde Konrad von Krenkingen auf Schloss Roggenbach zum Vogtherr gewählt. 1524 brachte Thomas Müntzer die Lehre der Täufer in den Klettgau. 1845 brannten 27 Häuser nieder. Bis 1910 gehörte Geißlingen zur Pfarrei Grießen.

Wirtschaft

Der immer noch teils landwirtschaftlich geprägte Ort hat sich zu einer Wohnsiedlung mit kleinem Gewerbegebiet entwickelt; vertreten sind unter anderem Bucher Industries (Bucher Industries Klettgau-Grießen), Villiger Söhne Holding, (Lager), ZG Raiffeisen (ZG Raiffeisen Klettgau-Grießen). Im Gewann Reiherwald erfolgt Kiesabbau durch die Firma Bechtel & Szilaky Kieswerke. Auf dem ehemaligen Bahnhofsareal an der Hochrheinbahn befindet sich die Klettgau Galerie mit einer Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst.[3]

Verkehr

Hier wird die A 98 einspurig als Ortsumfahrung Oberlauchringen vorläufig ihren Endpunkt finden. Von Tiengen-Ost wird die Strecke vom bisherigen Endpunkt im Eichwald (Gemarkung Lauchringen), wo sie auf die B 314 trifft, bis Geißlingen nur noch einspurig als „Ortsumfahrung Oberlauchringen“ bis zum vorläufigen Endpunkt etwa in Höhe des Bahnhofs Grießen. Hier wird sie in die B 34 münden, die in Richtung Erzingen zum Zoll in die Schweiz in den Kanton Schaffhausen zur Hauptstrasse 13 führt. Sie ist planfestgestellt und die Brücke über die B 314 bereits fertiggestellt. Der Bau einer Brücke über die Wutach wird folgen. Der Ausbau folgt im Wesentlichen dem Waldrand östlich der Klettgaumulde unterhalb der Küssaburg, nahe der Gemarkungsgrenze zu Schwerzen. → Karte zum voraussichtlichen Streckenverlauf (). Es besteht nur noch ein Planungsrecht für eine Bundesstraße. Ein späterer Ausbau zu einer Autobahn A 98 ist aufgrund der nicht einzuhaltenden Parameter nicht mehr möglich. Somit endet die A 98 bereits im östlichen Kreisgebiet des Landkreises Waldshut.

Persönlichkeiten

Gotthard Hilzinger (1718–1781), Kirchenmaler

Literatur

  • Helmut Vocke (Hrsg.), Chronik des Landkreis Waldshut, 1957
  • Norbert Nothelfer (Hrsg.), Der Kreis Waldshut, 1979
  • Waldemar Lutz und Hansjörg Noe (Hrsg.): Kennzeichen WT Heimatkunde für den Landkreis Waldshut, Reinhard Caspers (Mithrsg.), 1989, ISBN 3-12-258330-5
  • Stadt Tiengen (Hochrhein): Der Klettgau, Franz Schmid (Hrsg.), 1971; (bis heute maßgebliche Monographie, mit Beiträgen von: Ruth Blum, Eugen Fürstos, Richard Gäng, Josef Hirt-Elmer, Josef Isele, Helmut Maurer, Ludwig Mayer, Emil Müller-Ettikon, Heinrich Münz, Helmut Naumann, Alois Nohl, Alfons Peter, Ernst Rüedi, Franz Schmid, Karl Schwarzenberg, Ignatz Stein, Heinz Voellner, Karl Friedrich-Wernet, Hans Jakob Wörner)

Einzelnachweise

  1. Egon Gersbach, Badische Fundberichte Urgeschichte des Hochrheins, 1969, S. 137
  2. Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden. Freiburg i. Br. 1892, Band III: Kreis Waldshut. S. 123 (online)
  3. Webseite Klettgau Galerie

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Geißlingen (Klettgau) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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