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Gebenbach


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gebenbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-SulzbachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Hahnbach
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 18,17 km²
Einwohner: 895 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92274
Vorwahl: 09622
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 123
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 6
92274 Gebenbach
Webpräsenz: http://www.gebenbach.de
Bürgermeister: Peter Dotzler (FW)
}

Gebenbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach.

Gemeindegliederung

Gebenbach gliedert sich in drei Ortsteile[2]:

Geschichte

Gebenbach wurde 1138 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Ansiedlung dürfte auf eine fränkische Gründung im 9. Jahrhundert zurückzuführen sein. 1974 wurden beim Neubau der Pfarrkirche St. Martin Mauerreste eines Vorgängerbaus gefunden, die unter Umständen aus der Karolingerzeit (751 bis 911 n. Chr.) stammen könnten. Der einfache Saalbau mit eingezogener Apsis dürfte zu den ältesten archäologisch erforschten Kirchenfundamenten der Oberpfalz zählen. Im Hochmittelalter bestanden zur Zeit von Bischof Otto I. im 12. Jahrhundert enge Beziehungen zwischen Gebenbach und der Bamberger Bischofskirche. In Gebenbach amtete im 12. Jahrhundert ein Ministeriale des Bamberger Bischofs. Die Grundherrschaft der Bamberger wurde vom Kloster Prüfening ausgeübt.

Durch Gesetze und Erlasse des bayerischen Staates wurde Gebenbach im Jahre 1808 zur politischen Gemeinde und dem Landgericht Amberg und damit dem Naabkreis zugeordnet[3]. Nach der Auflösung des Naabkreises zugunsten des Mainkreises und des Regenkreises wurde Gebenbach im Jahr 1810 zusammen mit dem Landgericht Amberg dem Regenkreis zugeordnet (ab 1838 Oberpfalz und Regensburg).

1838 wurde Gebenbach zusammen mit den Gemeinden Adlholz, Ehenfeld, Gressenwöhr, Großschönbrunn, Hahnbach, Iber, Irlbach, Langenbruck, Massenricht, Schlicht, Seugast, Sigl, Süß, Vilseck und Weißenberg aus dem Landgericht Amberg herausgelöst und dem neuen Landgericht Vilseck zugeordnet[4][5].

Politik

Erster Bürgermeister ist Peter Dotzler von den Freien Wählern.

Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,6 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     4 Sitze  (50,8 %)
  Freie Wähler 4 Sitze (49,2 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen

Gebenbach führt seit 1967 ein Wappen.

Amtliche Wappenbeschreibung

„Unter goldenem Schildhaupt, darin ein blauer Wellenbalken, in Rot ein durchgehendes silbernes Tatzenkreuz, das von einer Schrägleiste überdeckt ist.“

Bedeutung der Wappensymbole

Das Tatzenkreuz ist das heraldische Abzeichen Prüfenings, die Schrägleiste stammt aus dem Bamberger Wappen. Beide Symbole stellen die historischen Beziehungen Gebenbachs mit Bamberg bzw. dem Kloster Prüfening dar. Der Wellenbalken spricht für den Ortsnamensteil -bach und die goldene Farbe des Schildhaupts aus dem Wappen von Hahnbach erinnern daran, dass Gebenbach lange Zeit Teil der Vogtei Hahnbach war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Gebenbach

Verkehr

Durch die Ortsmitte verläuft die B 14. Durch Gebenbach führt die Bahnstrecke Amberg–Schnaittenbach, die hauptsächlich zur Abfuhr von Kaolinsandprodukten aus den Kaolintagebauen westlich von Gebenbach dient. Im Personenverkehr war diese Strecke weniger relevant, der letzte planmäßige Personenzug hielt dort 1975. Der Gütertarifpunkt Gebenbach wurde Anfang der 1990er Jahre eingestellt.

Literatur

  • Franz Fuchs: Item ein kreull. Ein oberpfälzisisches Pfarrhausinventar aus dem Jahre 1431. In: Sandra Reimann, Katja Kessel (Hrsg.): Wissenschaften im Kontakt. Kooperationsfelder der Deutschen Sprachwissenschaft. Für Albrecht Greule, Tübingen 2007, S. 191–205 (zusammen mit Hans Ulrich Schmid).

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/185105&attr=OBJ&val=887
  3. http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007658_00152
  4. Geschichtliches auf den Webseiten der Stadt Vilseck
  5. http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007658_00157

Weblinks

 Commons: Gebenbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Kategorien: Ort im Landkreis Amberg-Sulzbach | Gebenbach | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gebenbach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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