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Gaston Leroux


Gaston Louis Alfred Leroux (* 6. Mai 1868 in Paris; † 15. April 1927 in Nizza) war ein französischer Journalist und Schriftsteller. Weltbekannt ist er vor allem durch seinen Roman „Das Phantom der Oper“ (Le fantôme de l'opéra, 1910).

Leben

Nach seiner Schulzeit in der Normandie studierte er von 1886 bis 1889 in Paris Rechtswissenschaft. Schon damals schrieb er Artikel für verschiedene Zeitungen und 1887 erschien seine erste Novelle. Nach seinem Abschluss arbeitete er einige Zeit als Jurist, bis sich seine Leidenschaft für das Schreiben durchsetzte.

Er begann als Theaterkritiker und Kriminalberichterstatter für „L'Écho de Paris“ zu arbeiten und ein Aufsehen erregender Artikel verschaffte ihm die Zusammenarbeit mit der renommierten Zeitung „Le Matin“. Zwischen 1896 und 1906 bereiste er verschiedene Länder Europas, Afrikas und Asiens als Korrespondent, und seine sensationellen Reportagen machten ihn bald zu einer Berühmtheit. Er berichtete unter anderem über den russisch-japanischen Krieg und die Unruhen in Odessa und St. Petersburg und in Marokko.

1907 beschloss er, seine Reportertätigkeit an den Nagel zu hängen und sich nur noch dem Romanschreiben zu widmen. Im selben Jahr erschien „Das Geheimnis des gelben Zimmers“, ein Klassiker der französischen Kriminalliteratur der sich mit einem Kriminalfall in einem verschlossenen Raum beschäftigt. Der Detektiv in diesem und sechs weiteren Büchern ist der junge Reporter Joseph Rouletabille. Auch seine zweite Serie um Chéri-Bibi gehört ins Krimi-Genre.

Sein mit Abstand bekanntestes Werk ist „Das Phantom der Oper“ von 1910, zu dem er durch eine Besichtigung der unterirdischen Gewölbe der Pariser Oper inspiriert wurde. Allerdings begann der große Erfolg der Geschichte erst mit der Hollywood-Verfilmung von 1925 und dauert bis heute an, vor allem durch die Musical-Adaption von Andrew Lloyd Webber.

Daneben hatte Leroux auch immer wieder Stücke für die Bühne geschrieben, aber erst, als seine Werke in Frankreich verfilmt wurden, begann er sich auch für die Filmindustrie zu interessieren. 1916 schrieb er sein erstes Drehbuch für einen Film, den sein Nachbar René Navarre, ein ehemaliger Fantômas-Darsteller, produzierte und mit dem er auch weiterhin zusammenarbeitete. Mit ihm und einigen anderen gründete er 1919 auch eine eigene Filmgesellschaft, die er aber nach Meinungsverschiedenheiten 1922 wieder verließ.

Bis zu seinem Tod schrieb er weiter Romane. Er starb 1927 an den Folgen einer Operation.

Werke

Rouletabille

  • Das Geheimnis des gelben Zimmers (Le mystère de la chambre jaune, 1907) (dt. Das Neue Berlin, Berlin, 1978)
  • Das Parfum der Dame in Schwarz (Le parfum de la dame au noir, 1908)
  • Nataschas Geheimnis (Rouletabille chez le tsar, 1913)
  • Rouletabille à la guerre, 1914
    • Das schwarze Schloss (La château noir)
    • Die dunklen Nächte des Rouletabille (Les étranges noces de Rouletabille)
  • Die Hölle an der Ruhr (Rouletabille chez Krupp, 1917), aus dem Französischen von Saskia Biebert; Conte Verlag, Saarbrücken 2010 ISBN 978-3-941657-21-2
  • Le crime de Rouletabille, 1921
  • Rouletabille chez les bohémiens, 1922

Chéri-Bibi

  • Chéri-Bibi, 1913
  • La nouvelle aurore, 1919
  • Chéri-Bibi, le marchand de cacahouètes, 1925

Andere

  • Le petit marchand de pommes de terre frites, 1887 (erste publizierte Novelle)
  • La double vie de Théophraste Longuet, 1903 (erste Buchveröffentlichung)
  • Das Phantom der Oper (Le fantôme de l'opéra, 1910)
  • Die blutbefleckte Puppe (La poupée sanglante, 1923)

Verfilmungen (Auswahl)

Verfilmungen von Das Phantom der Oper siehe dort

  • 1949: Verlaß mich nicht (L’homme qui revient de loin)
  • 1954: Das Schiff der gefährlichen Männer (Cheri-Bibi)
  • 2003: Das Geheimnis des gelben Zimmers (Le Mystère de la chambre jaune) Regie: Bruno Podalydès, Frankreich/Belgien
  • 2005: Das Parfum der Dame in Schwarz (Le parfum de la dame au noir) Regie: Bruno Podalydès

Literatur

Weblinks

 Wikisource: Gaston Leroux – Quellen und Volltexte (français)


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gaston Leroux (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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