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Global Stratotype Section and Point

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Ein GSSP (Global Boundary Stratotype Section and Point, wörtlich „Profil und Punkt des weltweiten Grenz-Stratotypus“) ist ein geologischer Aufschluss mit marinen Sedimentgesteinen, der als Referenz (Typlokalität) für die Grenze einer chronostratigraphischen Einheit dient. Das geologische Profil des Aufschlusses wird bis ins Detail geologisch untersucht und beschrieben. Die Lage der entsprechenden Grenze im Profil ist meist durch das Erstauftreten eines bestimmten Fossils definiert und im Aufschluss markiert. Inzwischen existieren mehr als hundert GSSPs (siehe unten). Mit Ausnahme des Ediacariums haben bislang nur Einheiten des Phanerozoikums einen GSSP.

Die Festlegung der weltweit gültigen GSSPs geschieht durch die International Commission on Stratigraphy (ICS), eine Unterorganisation der International Union of Geological Sciences (IUGS). Das dabei anzuwendende GSSP-Verfahren ist ebenfalls genau definiert. Es wurde 1976 in der ersten Ausgabe des International Stratigraphic Guide[1] dokumentiert und erstmals 1977 bei der Festlegung der Grenze zwischen den Systemen Silur und Devon in La Serre im Département Aveyron (Südfrankreich) verwendet.[2]

Verfahren

Methodik

Das GSSP-Verfahren definiert eine chronostratigraphische Einheit durch den Typus (engl. stratotype) und dessen „Fußpunkt“ (engl. point). Der Typus besteht aus einem Referenzprofil (engl. reference section, entsprechend auch Typusprofil, engl. stratotype section, genannt) aus Sedimentgesteinen, in dessen Schichtenfolge eine bestimmte Position als Untergrenze (ebenjener „Fußpunkt“) der Einheit bestimmt wird. Diese Position wird in Anlehnung an das Bild eines großen, markierenden Nagels als Golden Spike bezeichnet. Die meisten Untergrenzen fallen mit dem erstmaligen oder letztmaligen Auftreten einer bestimmten Fossil-Spezies zusammen („biostratigraphische“ Grenzziehung) und/oder sind durch eine paläomagnetische Anomalie gekennzeichnet („magnetostratigraphische“ Grenzziehung) und/oder weisen einen stratigraphischen Marker auf, der eine Klimaanomalie oder einen Klimaumschwung anzeigt („klimatische“ Grenzziehung), wobei unter anderem Isotopenanomalien als Marker dienen. Idealerweise kommt mindestens eines dieser Merkmale weltweit in jeder entsprechend alten Schichtenfolge vor. Die so definierte chronostratigraphische Einheit umfasst alle Gesteine, die zeitlich zwischen dieser Grenze und der Grenze der folgenden, gleichrangigen Einheit gebildet wurden. Ein GSSP wird durch internationale Gremien wie der International Commission of Stratigraphy nach einem intensiven Auswahlverfahren festgelegt, und wird im Sinne einer eindeutigen inhaltlichen Bezeichnung der chronostratigraphischen Einheiten von quasi allen Geowissenschaftlern akzeptiert.

Vorteile

Gegenüber anderen Verfahren (z. B. ausschließlich mittels der Biostratigraphie oder durch ein geochronologisches absolutes Alter) hat diese Art der Festlegung einer chronostratigraphischen Einheit einige Vorteile: Es ist objektiv in der Art, dass es auf eine oder mehrere unveränderliche und objektive Eigenschaften des Referenzprofils verweist. Subjektiv bleibt alleine die Übertragung dieser Eigenschaften auf Vorkommen abseits des Referenzprofils. Mit dem Fortschreiten der Erkenntnis in unabhängigen Hilfsdisziplinen, wie z. B. der Eventstratigraphie, ist eine weitere Präzisierung der Identifikation dieser Grenze in anderen Aufschlüssen möglich. Auch lassen sich dazu heute nicht bekannte, zukünftige Verfahren nutzen.

Das GSSP-Verfahren definiert direkt weder ein absolutes Alter noch ein absolutes Zeitintervall. Eine direkte absolutzeitliche Definition einer chronostratigraphischen Einheit ist auch deshalb nicht sinnvoll, weil die Methoden der relativen Datierung derzeit gegenüber den radiometrischen Verfahren der Altersbestimmung ein vielfach höheres Auflösungsvermögen besitzen, nicht zuletzt weil nur bestimmte Schichten bzw. Gesteinskörper überhaupt radiometrisch datiert werden können. Im Zuge der Anwendung verbesserter absoluter Datierungsverfahren ist es deshalb hin und wieder nötig, dass der absolute Alterswert der Grenze einer bestimmten chronostratigraphischen Einheit korrigiert werden muss (in der Regel um einige hunderttausend bis wenige millionen Jahre, mit fallender Tendenz).

Anforderungen

Obwohl ein solcher GSSP sich in jedem beliebigen Profil im Prinzip an einer beliebigen Position definieren lässt, erfüllt ein guter, im Auswahlverfahren mehrheitsfähiger GSSP bestimmte Anforderungen. Er

  • ist im Umfeld des golden spikes möglichst frei von Sedimentationslücken
  • befindet sich in einer Position, die möglichst mit einem leicht erkennbaren und weltweit verfolgbaren Marker korreliert ist
  • bietet eine Fülle von für die Korrelation nutzbaren Informationen
  • ist für wissenschaftliche Untersuchungen verfügbar und zugänglich
  • untersteht einem gewissen Schutz und ist dadurch langfristig gesichert
  • bildet möglichst eine historisch etablierte Grenzposition ab

Liste aller GSSPs

Känozoikum

Quartär

Serie Stufe Alter Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Holozän 11784 ± 69 a   Eiskern des North Greenland Ice Core Project (NGRIP), Grönland (siehe → GSSP Pleistozän/Holozän)
  • Fußpunkt: 1492,45-m-Marke auf dem Kern der Bohrung NGRIP2
Pleistozän Tarantium 126 ka Bohrung Flughafen Schiphol, Amsterdam, Niederlande.[3] Ratifizierung noch ausstehend
  • Klimatisch: Beginn des Eem-Interglazials.
  • Bio-/Eventstratigraphisch: starke Zunahme von Birken in der Pollenüberlieferung

  • Fußpunkt: 63,5-m-Marke auf dem Kern der Bohrung Flughafen Schiphol („Amsterdam Terminal“)
Ionium 781 ka noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl
Calabrium 1,806 Ma  Vrica, Kalabrien, Italien (siehe → GSSP Gelasium/Calabrium)
  • Magnetostratigraphisch: 3-6 m oberhalb der magnetischen Polaritäts-Chronozone C2n (Olduvai).

Gelasium 2,588 Ma  Monte San Nicola, Sizilien, Italien (siehe → GSSP Pliozän/Pleistozän)
  • Magnetostratigraphisch: 1 m oberhalb der Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone C2r (Matuyama).
  • Klimatisch: Innerhalb der marinen Sauerstoff-Isotopenstufe 103.

  • Fußpunkt: Basis einer Mergelschicht lagernd auf Sapropel MPRS 250.
bezogen auf das Jahr 2008 n. Chr.

Neogen

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Pliozän Piacenzium 3,600  Punta Piccola, bei Porto Empedocle, Sizilien, Italien (siehe → GSSP Zancleum/Piacenzium)
  • Magnetostratigraphisch: Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone C2An (Gauß).

  • Fußpunkt: Basis einer beigefarbenen Mergelschicht des MPRS 347.
Zancleum 5,333  Eraclea Minoa, bei Cattolica Eraclea, Sizilien, Italien
  • Magnetostratigraphisch: 5 Präzessionszyklen (entspr. 96 ka) unterhalb der Basis des Thvera-Ereignisses (C3n.4n).

  • Fußpunkt: Basis der Trubi-Formation, entspricht Insolationszyklus 510.
Miozän Messinium 7,246  Oued Akrech, Rabat, Marokko
  • Biostratigraphisch: Erstes regelmäßiges Auftreten von Globorotalia miotumida (planktonische Foraminifere).
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Amaurolithus delicatus (kalkiges Nannofossil).
  • Magnetostratigraphisch: In der magnetischen Polaritäts-Chronozone C3Br.1r.

  • Fußpunkt: Basis einer rötlichen Schicht des Sedimentationszyklus Nr. 15.
Tortonium 11,63  Strand von Monte dei Corvi, bei Ancona, Italien
  • Biostratigraphisch: Letztes regelmäßiges Auftreten von Discoaster kugleri (kalkiges Nannofossil).
  • Magnetostratigraphisch: In der normal polarisierten Chronozone C5r.2n

  • Fußpunkt: Mittelpunkt der Sapropelschicht 76.
Serravallium 13,82  Profil von Ras il Pellegrin, Bucht von Fomm Ir-Rih, Westküste von Malta
  • Fußpunkt: Formationsgrenze zwischen dem Globigerina-Kalk und der Blue-Clay-Formation.
Langhium 15,97 potenzielle Kandidaten sind ein Bohrkern des ODP und die Lokalität Moria La Vedova in Italien
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Praeorbulina glomerosa (planktonische Foraminifere).
  • Magnetostratigraphisch: Spitze der magnetischen Polaritäts-Chronozone C5Cn.1n.
Burdigalium 20,44 potenzieller Kandidat ist ein Bohrkern des ODP
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Globigerinoides altiaperturus (planktonische Foraminifere).
  • Magnetostratigraphisch: Nahe der Spitze der magnetischen Polaritäts-Chronozone C6An.
Aquitanium 23,03  Lemme-Carrosio, Provinz Alessandria, Italien
  • Magnetostratigraphisch: Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone C6Cn.2n.
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Paragloborotalia kugleri (planktonische Foraminifere).

  • Fußpunkt: 35 m unterhalb der Oberkante des Profils.

Paläogen

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Oligozän Chattium 28,1 aussichtsreichster Kandidat ist der Monte Cagnero, Umbrien-Marken, Italien
Rupelium 33,9  Massignano, bei Ancona, Italien
  • Fußpunkt: Basis einer 0,5 m dicken grünlich-grauen Mergelschicht 19 m oberhalb der Basis des Profils.
Eozän Priabonium 37,8 Alano-Profil an der Piave, Belluno, Italien, noch nicht entscheiden
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Chiasmolithus oamaruensis (kalkiges Nannofossil).
Bartonium 41,2 Autobahnanschnitt bei Contessa in der Nähe von Gubbio, Apennin, Italien, noch nicht entschieden
Lutetium 47,8  Gorrondatxe-Kliff, spanisches Baskenland
  • Biostratigraphisch: Letztes Auftreten von Blackites inflatus (kalkiges Nannofossil).
  • Magnetostratigraphisch: Mitte der magnetischen Polaritäts-Chronozone C21r.

  • Fußpunkt: dunkle Mergellage bei Profilmeter 167,85
Ypresium 56,0  Dababiya, Luxor, Ägypten
  • Fußpunkt: Basis von Schicht 1 im Subprofil DBH.
Paläozän Thanetium 59,2  Zumaia-Profil, Spanien
  • Magnetostratigraphisch: Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone C26n.

  • Fußpunkt: 30,5 m über der Basis der Itzurun-Formation.
Seelandium 61,6  Zumaia-Profil, Spanien
  • Klimatisch: Beginn einer Verschiebung der Kohlenstoffisotope und Meeresspiegelabfall.

  • Fußpunkt: Basis der roten Mergel der Itzurun-Formation.
Danium 66,0  Oued Djerfane, westlich von El Kef, Tunesien
  • Fußpunkt: Rötliche Schicht an der Basis eines 50 cm mächtigen, dunklen Grenztons.

Mesozoikum

Kreide

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Obere Maastrichtium 72,1 ± 0,2  Tercis-les-Bains, Landes, Frankreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Pachydiscus neubergicus (Ammonit).

  • Fußpunkt: „Level“§ 115.2 auf „Plattform“ IV im Steinbruch Tercis-les-Bains
Campanium 83,6 ± 0,2 potenzielle Kandidaten sind Lokalitäten in England und Texas
Santonium 86,3 ± 0,5  Olazagutia, Navarra, Spanien
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Platyceramus undulatoplicatus (inoceramide Muschel).

  • Fußpunkt: Profilmeter 94,4 im Steinbruch Cantera de Margas
Coniacium 89,8 ± 0,3 aussichtsreichste Kandidaten sind Słupia Nadbrzeżna in Polen und Salzgitter-Salder in Deutschland
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Cremnoceramus rotundatus (sensu Tröger non Fiege; inoceramide Muschel).
Turonium 93,9  Rock Canyon bei Pueblo, Colorado, USA
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Watinoceras devonense (Ammonit).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 86 der Bridge-Creek-Kalkstein-Subformation
Cenomanium 100,5  Mont Risou, Hautes-Alpes, Frankreich
  • Fußpunkt: 36 m unterhalb des oberen Abschlusses der Marnes-Bleues-Formation
Untere Albium ≈113,0 potenzielle Kandidaten sind Lokalitäten in Südost-Frankreich
Aptium ≈125,0 Gorgo a Cerbara bei Piobbico, Marken, Italien. Entscheidung noch ausstehend
  • Magnetostratigraphisch: Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone M0r.
  • Biostratigraphisch: Nahe der Basis der Paradeshayesites oglanlensis-Ammoniten­zone.
Barremium ≈129,4 Río Argos bei Caravaca de la Cruz, Murcia (Region), Spanien. Entscheidung noch ausstehend
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Spitidiscus hugii / Spitidiscus vandeckii-Gruppe (Ammoniten).
Hauterivium ≈132,9 La Charce, Drôme, Frankreich. Entscheidung noch ausstehend
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Gattung Acanthodiscus (Ammonit), speziell der Art A. radiatus.
Valanginium ≈139,8 aussichtsreichste Kandidaten sind eine Lokalität bei Montbrun-les-Bains (Drôme, Frankreich) und Cañada Luenga in der Betischen Kordillere (Spanien)
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Calpionellites darderi (Calpionellide).
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von „Thurmanniceras“ pertransiens (Ammonit).
Berriasium ≈145,0 noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl
  • potenzielle Marker sind die Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone M18r, die Basis der Calpionelliden-Zone B und das Erstauftreten von Berriasella jacobi (Ammonit).
§ Die monotone, ungeschichtete Abfolge des Referenzprofils wurde zur besseren Orientierung künstlich in optisch markierte und fortlaufend nummerierte Abschnitte gegliedert, die von den Bearbeitern „levels“ genannt werden.[4]
gemeint sind die stufenartig angeordneten Abbausohlen im Steinbruch[4]

Jura

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Oberer Tithonium 152,1 ± 0,9 potenzielle Kandidaten sind Mont Crussol oder Canjuers (Südost-Frankreich) oder Fornazzo (Sizilien)
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Hybonoticeras hybonotum (Ammonit).
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Gattung Gravesia (Ammonit).
  • Magnetostratigraphisch: Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone M22An.
Kimmeridgium 157,3 ± 1,0 Flodigarry an der Staffin Bay, Insel Skye, Schottland, Entscheidung noch ausstehend
  • Biostratigraphisch: Basis der Pictonia baylei-Ammoniten­zone.
Oxfordium 163,5 ± 1,0 potenzielle Kandidaten sind Redcliff Point (Dorset, England) und Savouron (Provence, Frankreich)
  • Biostratigraphisch: Cardioceras redcliffense-Horizont an der Basis der Cardioceras scarburgense-Subzone der Quenstedtoceras mariae-Ammoniten­zone.
Mittlerer Callovium 166,1 ± 1,2 potenzielle Kandidaten sind Pfeffingen auf der Schwäbischen Alb und russische Lokalitäten
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Gattung Kepplerites (Ammonit).
Bathonium 168,3 ± 1,3  Bas-Auran-Areal, Alpes-de-Haute-Provence, Frankreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Gonolkites convergens (Ammonit).

  • Fußpunkt: Basis der Kalksteinbank RB071 des Ravin-du-Bès-Profils
Bajocium 170,3 ± 1,4  Cabo Mondego, Portugal
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Gattung Hyperlioceras (Ammonit).

  • Fußpunkt: Basis der Schicht AB 11 des Murtinheira-Profils.
Aalenium 174,1 ± 1,0  Fuentelsaz, Spanien
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Gattung Leioceras (Ammonit).

  • Fußpunkt: Basis der Schicht FZ 107.
Unterer Toarcium 182,7 ± 0,7  Peniche-Profil, Leiria, Portugal
  • Biostratigraphisch: Erstauftreten von Dactylioceras (Eodactylites) simplex und/oder Auftreten von D. (E.) pseudocommune und/oder D. (E.) polymorphum als Repräsentanten des unteren Teils der polymorphum-Ammoniten­zone.

  • Fußpunkt: Basis der Schicht 15e an der Ponta do Trovão („Couches de passage“ der höchsten Lemede-Formation)
Pliensbachium 190,8 ± 1,0  Wine Haven, Robin Hood’s Bay, Yorkshire, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: Auftreten von Bifericeras donovani zusammen mit der Gattung Apoderoceras (Ammoniten).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 73b
Sinemurium 199,3 ± 0,3  East Quantoxhead, West Somerset, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Gattungen Vermiceras und Metophioceras (Ammoniten).

  • Fußpunkt: 0,90 m über der Basis von Schicht 145
Hettangium 201,3 ± 0,2  Kuhjoch, Tirol, Österreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Psiloceras spelae (erste nachgewiesene Art der Psiloceras-Ammoniten-Gruppe).
  • Biostratigraphisch: Erstauftreten von Praegubkinella turgescens (Foraminifere)

  • Fußpunkt: 5,80 m oberhalb des oberen Abschlusses der Kössen-Formation

Trias

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Obere Rhaetium ≈208,5 potenzielle Kandidaten sind Lokalitäten in Österreich, British Columbia (Kanada) und der Türkei
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten der Gattung Cochloceras (Ammonit).
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Misikella spp. und Epigondolella mosheri (Conodonten).
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Proparvicingula moniliformis (Radiolarie).
Norium ≈227 potenzielle Kandidaten sind Black Bear Ridge (British Columbia, Kanada) und der Pizzo Mondello (Sizilien, Italien)
  • Biostratigraphisch: Basis der Stikinoceras kerri-Ammoniten­zone
  • Biostratigraphisch: Nahe dem Erscheinen von Metapolygnathus echinatus in der M. communisti-Conodonten­zone
Karnium ≈237  Prati di Stuores, Dolomiten, Italien.
  • Biostratigraphisch: Erstauftreten von Daxatina canadensis (Ammonit).
  • Biostratigraphisch: Unmittelbar unterhalb dem ersten Auftreten von Paragondolella polygnathiformis (Conodont).
  • Magnetostratigraphisch: Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone S2n.

  • Fußpunkt: Basis der mergeligen Kalkstein­schicht SW4, 45 m oberhalb der Basis der San-Cassiano-Formation.
Mittlere Ladinium ≈242  Bagolino, Provinz Brescia, Italien
  • Biostratigraphisch: Erstauftreten von Eoprotrachyceras curionii (Basis der E. curionii-Ammoniten­zone).

  • Fußpunkt: Basis einer 15-20 cm mächtigen Kalksteinlage, die auf eine deutlich ausgeprägte Schichtfuge (die sogenannte Chiesense groove, gebildet von einer Lage aus Kalkstein-Knollen in einer tonigen Matrix) folgt.
Anisium 247,2 Aussichtsreichster Kandidat ist Deşli Caira im rumänischen Teil der Dobrudscha.
  • potenzielle Marker sind das Erstauftreten von Chiosella timorensis (Conodont) und die Basis der magnetischen Polaritäts-Chronozone MT1n.
Untere Olenekium 251,2  Muth, Himachal Pradesh, Indien. Noch nicht ratifiziert
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Neospathodus waageni (Conodont).
  • Biostratigraphisch: Unmittelbar oberhalb der Rohillites rohilla-Ammoniten­zone.
  • Biostratigraphisch: Unmittelbar unterhalb des frühsten Auftretens der Gattungen Flemingites und Euflemingites (Ammoniten).
  • Sonstige: Innerhalb einer positiven C-13-Anomalie, unmittelbar oberhalb einer weithin nachweisbaren Sequenzgrenze

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 13A-2 in Profil M04 (in ≈4000 m Höhe), etwa 4,8 m oberhalb der Basis der Mikin-Formation.
Indusium 252,17 ± 0,06  Meishan, Changxing, Zhejiang, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Hindeodus parvus (Conodont).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 27c im Profil Meishan D.

Paläozoikum

Perm

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Lopingium Changhsingium 254,14 ± 0,07  Meishan, Changxing, Zhejiang, China
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Clarkina wangi (Conodont).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 4a-2, 88 cm oberhalb der Basis der Changxing-Kalke innerhalb des Profils Meishan D.
Wuchiapingium 259,8 ± 0,4  Penglaitan, Guangxi, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Clarkina postbitteri postbitteri (Conodont).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 6k im Penglaitan-Profil.
Guadalupium Capitanium 265,1 ± 0,4  Nipple Hill, Guadalupe Mountains, Texas, USA
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Jinogondolella postserrata (Conodont).

  • Fußpunkt: 4,5 m über der Basis des aufgeschlossenen Profils der Pinery-Kalkstein-Subformation der Bell-Canyon-Formation.
Wordium 268,8 ± 0,5  Guadalupe Pass, Guadalupe Mountains, Texas, USA
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Jinogondolella aserrata (Conodont).

  • Fußpunkt: 7,6 m über der Basis des aufgeschlossenen Getaway-Ledge-Profils der Getaway-Kalkstein-Subformation der Cherry-Canyon-Formation
Roadium 272,3 ± 0,5  Stratotype Canyon, Guadalupe Mountains, Texas, USA
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Jinogondolella nanginkensis (Conodont).

  • Fußpunkt: 42,7 m oberhalb der Basis der Cutoff-Formation.
Cisuralium Kungurium 283,5 ± 0,6 potenzielle Kandidaten sind Lokalitäten im südlichen Ural
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Neostreptognathus pnevi und N. exculptus (Conodont).
Artinskium 290,1 ± 0,26 potenzielle Kandidaten sind Lokalitäten im südlichen Ural
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Sweetognathus whitei (Conodont).
Sakmarium 295,0 ± 0,18 aussichtsreicher Kandidat ist eine Lokalität bei Kondurowski (Orenburg, Russland)
  • Biostratigraphisch: Nahe dem ersten Auftreten von Sweetognathus merrelli (Conodont).
Asselium 298,9 ± 0,15  Aidaralash-Tal, südlicher Ural, Kasachstan
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten des Morphotyps Streptognathodus isolatus innerhalb der Chronokline Streptognathodus „wabaunsensis“ (Conodont).
  • 27 m über der Basis von Schicht 19.

Karbon

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Pennsylvanium Gzhelium 303,7 ± 0,1 potenzielle Kandidaten sind Usolka im südlichen Ural (Russland) und Lokalitäten in der Guizhou-Provinz (China)[5]
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Idiognathodus simulator (s.str.) (Conodont).
Kasimovium 307,0 ± 0,1 potenzielle Kandidaten sind Naqing (Guizhou, China) und Lokalitäten im Moskauer Becken (Russland)[5]
  • potenzieller Marker ist das Erstauftreten einer noch festzulegenden Art der Gattung Idiognathus (Conodont)[5]
Moskovium 315,2 ± 0,2 potenzielle Kandidaten sind Naqing (Guizhou, China) und Lokalitäten im südlichen Ural (Russland)[6]
  • potenzieller Marker ist das Erstauftreten einer noch festzulegenden Conodonten-Art[6]
Bashkirium 323.2 ± 0,4  Arrow Canyon, Nevada, USA
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Declinognathodus nodiliferus (Conodont).

  • Fußpunkt: 82,9 m über dem oberen Abschluss der Battleship-Formation innerhalb der unteren Bird-Spring-Formation.
Mississippium Serpukhovium 330,9 ± 0,2 aussichtsreichste Kandidaten sind die Tiefwasserkarbonat-Abfolgen von Naqing (Guizhou, China) und Werchnjaja Kardailowka im südlichen Ural (Russland),[7] Entscheidung nicht vor 2018 erwartet
  • Biostratigraphisch: Erstes Vorkommen des Conodonten Lochriea ziegleri
Viséum 346,7 ± 0,4  Pengchong, Liuzhou, Guangxi, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der benthischen Foraminifere Eoparastaffella simplex.

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 83 im Pengchong-Profil.
Tournaisium 358,9 ± 0,4  La Serre, Montagne Noire, Hérault, Frankreich
  • Biostratigraphisch (unpräzise): Erstauftreten von Siphonodella sulcata (Conodont), das nachfolgend jedoch deutlich unterhalb des Fußpunktes festgestellt wurde

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 89 in Graben E′.

Devon

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Oberes Famennium 372,2 ± 1,6  Steinbruch von Coumiac, Montagne Noire, Frankreich
  • Fußpunkt: Basis von Schicht 32a.
Frasnium 382,7 ± 1,6  Col du Puech de la Suque, Montagne Noire, Frankreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Ancyrodella rotundiloba (Conodont).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 42' im Profil E.
Mittleres Givetium 387,7 ± 0,8  Jebel Mech Irdane, Tafilalt, Marokko
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Polygnathus hemiansatus (Conodont).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 123.
Eifelium 393,3 ± 1,2  Wetteldorfer Richtschnitt, Eifel, Deutschland
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Polygnathus costatus partitus (Conodont).

  • Fußpunkt: 21,25 m über der Basis des freigelegten Profils und direkt unterhalb der Bentonitschicht Horologium II.
Unteres Emsium 407,6 ± 2,6  Zinzil'ban-Schlucht, Usbekistan
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Polygnathus kitabicus (Conodont).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 9/5.
Pragium 410,8 ± 2,8  Steinbruch Valká Chuchle, Prag, Tschechien
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Eognathodus sulcatus sulcatus (Conodont).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht 12.
Lochkovium 419,2 ± 3,2  Steinbruch Klonk, nahe Suchomasty, Okres Beroun, Tschechien
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Monograptus uniformis (Graptolith).

  • Fußpunkt: innerhalb von Schicht 20

Silur

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Pridolium 423,0 ± 2,3  Pozáry-Profil, Prag, Tschechien
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Monograptus parultimus (Graptolith).

  • Fußpunkt: innerhalb von Schicht 96.
Ludlow Ludfordium 425,6 ± 0,9  Sunnyhill, Ludlow, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch (unpräzise): nahe der Basis der Saetograptus leintwardinensis-Graptolithen­zone.

  • Fußpunkt: an der Basis der Leintwardine-Formation.
Gorstium 427,4 ± 0,5  Pitch Coppice, Ludlow, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Saetograptus (Colonograptus) varians (Graptolith).

  • Fußpunkt: an der Basis der Lower-Elton-Formation.
Wenlock Homerium 430,5 ± 0,7  Sheinton Brook, Homer, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Cyrtograptus lundgreni (Graptolith).

  • Fußpunkt: innerhalb des oberen Teils der Apedale-Subformation der Coalbrookdale-Formation
Sheinwoodium 433,4 ± 0,8  Hughley Brook, Apedale, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: ursprünglich die Basis der Cyrtograptus centrifugus-Graptolithen­zone, die aber nicht (mehr) mit dem GSSP übereinstimmt; Neudefinition soll auf Basis von Conodonten erfolgen.

  • Fußpunkt: Basis der Buildwas-Formation.
Llandovery Telychium 438,5 ± 1,1  Cefn-cerig-Road-Profil, Llandovery, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: Knapp oberhalb des letzten Auftretens von Eocoelia intermedia und unterhalb des ersten Auftretens von Eocoelia curtisi (Brachiopoden).

  • Fußpunkt: innerhalb der Wormwood-Formation.
Aeronium 440,8 ± 1,2  Trefawr-Track-Profil, Llandovery, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Monograptus austerus sequens (Graptolith).

  • Fußpunkt: innerhalb der Trefawar-Formation.
Rhuddanium 443,8 ± 1,5  Dob's Linn, Moffat, Vereinigtes Königreich
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Akidograptus ascensus (Graptolith).

Ordovizium

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Oberes Hirnantium 445,2 ± 1,4  Wangjiawan, Yichang, Hubei, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Normalograptus extraordinarius (Graptolith).

  • Fußpunkt: 0,39 m unterhalb der Basis der Kuanyinchiao-Bank.
Katium 453,0 ± 0,7  Black Knob Ridge, Atoka, Oklahoma, USA
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Diplacanthograptus caudatus (Graptolith).

  • Fußpunkt: 4 m oberhalb der Basis des Bigfork-Cherts.
Sandbium 458,4 ± 0,9  Sularp Brook, Skåne län, Schweden
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Nemagraptus gracilis (Graptolith).

Mittleres Darriwilium 467,3 ± 1,1  Huangnitang, Changshan, Zhejiang, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Undulograptus austrodentatus (Graptolith).

  • Fußpunkt: Basis von Schicht AEP 184.
Dapingium 470,0 ± 1,4  Huanghuachang-Straßenaufschluss, Yichang, Hubei, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Baltoniodus triangularis (Conodont).

  • Fußpunkt: 10,57 m über der Basis der Dawan-Formation.
Unteres Floium 477,7 ± 1,4  Diabasbrottet-Steinbruch, Västergötland, Schweden
  • Biostratigraphisch: Tiefstes Auftreten von Tetragraptus approximatus (Graptolith).

  • Fußpunkt: Im unteren Tøyen-Schiefer, 2,1 m über der Spitze des Kambriums.
Tremadocium 485,4 ± 1,9  Green Point, Neufundland, Kanada
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Iapetognathus fluctivagus (Conodont).

  • Fußpunkt: Auf 101,8 m Höhe, innerhalb von Schicht 23, im gemessenen Profil.

Kambrium

Serie Stufe Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Furongium 10. Stufe ≈489,5 aussichtsreichster Kandidat ist Duibian (Zhejiang, China)
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Lotagnostus americanus (Trilobit).
Jiangshanium ≈494  Profil Duibian B, Zhejiang, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Agnostotes orientalis und Irvingella angustilimbata (Trilobiten).

  • Fußpunkt: bei Profilmeter 28,2
Paibium ≈497  Paibi, Huayuan, Hunan, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten des agnostoiden Glyptagnostus reticulatus (Trilobit).
  • Klimatisch: Fällt zusammen mit der Basis der Steptoean-Anomalie (SPICE), einer positiven Kohlenstoffisotopenanomalie.

3. Serie Guzhangium ≈500,5  Luoyixi, Guzhang, Hunan, China
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Lejopyge laevigata (Trilobit).

Drumium ≈504,5  „Stratotype Ridge“, Drum Mountains, Utah, USA
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten von Ptychagnostus atavus (Trilobit).

5. Stufe ≈509 potenzielle Kandidaten sind Wuliu-Zengjiayan (Guizhou, China) und Split Mountain (Nevada, USA)
  • potenzieller Marker ist das Erstauftreten von Oryctocephalus indicus (Trilobit)
2. Serie 4. Stufe ≈514 noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl
  • Biostratigraphisch: Erstes Auftreten der Trilobiten Olenellus oder Redlichia.
3. Stufe ≈521 noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl
Terreneuvium 2. Stufe ≈529 noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl
Fortunium 541,0 ± 1,0  Fortune Head, Neufundland, Kanada
  • Biostratigraphisch (unpräzise): Erstes Auftreten von Trichophycus pedum (Spurenfossil), jedoch ist T. pedum nachfolgend noch ca. 4,5 m unterhalb des Fußpunktes nachgewiesen worden.[8]

  • Fußpunkt: 2,4 m oberhalb der Basis der Subformation 2 der Chapel-Island-Formation

Neoproterozoikum

Serie Alter (Ma) Ort des GSSP Geographische Koordinaten Definitionsmerkmale
Ediacarium ≈635  Enorama-Creek-Profil in der Flinderskette, South Australia
  • Klimatisch: rascher Rückzug der marinoischen Eisschilde und Einsetzen von Karbonatsedimentation (sogenannte „Deckkarbonate“, engl. cap carbonates), damit verbunden ein auffälliges Muster aus lang anhaltenden Kohlenstoffisotopenanomalien

  • Fußpunkt: Basis des Deckkarbonats der Nuccaleena-Formation
Cryogenium 720  noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl
  • Klimatisch: erste Vereisung nach der 750-Ma-Zeitmarke, zurzeit aber noch durch ein GSSA (d.h. rein chronometrisch) definiert.
Tonium 1000  noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl
  • zurzeit noch definiert durch ein GSSA

Literatur

  • Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Alan G. Smith (Hrsg.): A Geologic Time Scale 2004. Cambridge University Press, 2004, ISBN 0-521-78673-8.
  • Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): The Geologic Time Scale 2012. Elsevier B.V., 2012, ISBN 978-0-444-59425-9.
  • Michael A. Murphy, Amos Salvador (Red.): International Stratigraphic Guide — An abridged version. Episodes. Bd. 22, Nr. 4, 1999, S. 255–271 (online ), S. 266 ff.

Weblinks

 Commons: Global Boundary Stratotype Section and Point  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. H. D. Hedberg (Hrsg.): International Stratigraphic Guide. J. Wiley, New York 1976.
  2. A. Martinsson (Hrsg.): The Silurian-Devonian Boundary. IUGS Series A, Bd. 5. Schweizerbart, Stuttgart 1977.
  3. Formal subdivision of the Pleistocene Series/Epoch. Subcommission on Quaternary Stratigraphy 2010, abgerufen am 1. April 2016; faktisch wortgleich enthalten in B. Pillans, P. Gibbard: The Quaternary Period. S. 979–1010 in Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): The Geologic Time Scale 2012. Elsevier B.V., 2012, ISBN 978-0-444-59425-9, S. 987 f.
  4. 4,0 4,1 Gilles S. Odin, Michèle A. Lamaurelle: The global Campanian-Maastrichtian stage boundary. Episodes. Bd. 24, Nr. 4, 2001, S. 229–238 (PDF 350 kB)
  5. 5,0 5,1 5,2 Katsumi Ueno & Moscovian-Kasimovian and Kasimovian-Gzhelian boundary task group: 2015 Work plans for the task group to establish the Moscovian-Kasimovian and Kasimovian-Gzhelian boundaries. ICS Subcomission on Carboniferous Stratigraphy, 2015 (PDF 50 kB)
  6. 6,0 6,1 Alexander Alekseev & Bashkirian-Moscovianv boundary task group: 2015 Work plans for the task group to establish a GSSP close to the existing Bashkirian-Moscovian boundary. ICS Subcomission on Carboniferous Stratigraphy, 2015 (PDF 30 kB)
  7. Barry C. Richards & Viséan-Serpukhovian boundary task group: 2015 Work plans for the task group to establish a GSSP close to the existing Viséan-Serpukhovian boundary. ICS Subcomission on Carboniferous Stratigraphy, 2015 (PDF 60 kB)
  8. Loren E. Babcock, Shanchi Peng, Maoyan Zhu, Shuhai Xiao, Per Ahlberg: Proposed reassessment of the Cambrian GSSP. Journal of African Earth Sciences. Bd. 98, 2014, doi:10.1016/j.jafrearsci.2014.06.023 (alternativer Volltextzugriff: ResearchGate ), S. 3–10

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