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Günther Hunold


Günther Hunold (* 1926 in Halle) ist ein deutscher Autor, der mit seinen Beiträgen zur sexuellen Aufklärung bekannt wurde.

Leben

Er studierte in Leipzig Musik, Pädagogik und Psychologie und erhielt in der DDR eine Anstellung als Musikpädagoge. 1952 ging er in die Bundesrepublik. Seit 1963 beschäftigte er sich zunehmend mit Verhaltensforschung und Sexualwissenschaft.

Zu dieser Zeit begann er, die Ergebnisse seiner Studien in Zeitschriften zu veröffentlichen. Aber erst mit Einsetzen der Sexwelle wurde Hunold durch sein Buch Schulmädchen-Report weithin bekannt. In diesem Buch veröffentlichte er zwölf Interviews mit 14- bis 20-jährigen, nur mit Vornamen genannten Schulmädchen, die er 1969 in München befragt hatte.

Die nicht weiter nachweisbaren Interviewprotokolle enthielten zahlreiche sexuelle Details und wurden umgehend von Produzent Wolf C. Hartwig mit außerordentlichem Erfolg verfilmt. Die Münchner Staatsanwaltschaft eröffnete daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Unzucht mit Kindern und lud Hunold als Zeugen vor. Da dieser die Aussage verweigerte, wurde er zu 500 DM Strafe verurteilt, wogegen er erfolglos Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einlegte.

In den folgenden Jahren schrieb Hunold noch zahlreiche weitere Bücher zu Sexualthemen. Seine Werke dürfen nicht mit denen des ebenfalls schriftstellerisch tätigen Pfarrers Günther Hunold (1910–1991) verwechselt werden.

Werke (Auswahl)

  • 1969: Die bisexuelle Frau (mit David Lynne; Moewig)
  • 1969: Papst und Pille (Heyne Verlag)
  • 1969: Vergiss die Peitsche nicht (Heyne Verlag)
  • 1969: Liebe ohne Risiko (Lichtenberg Verlag)
  • 1969: Sappho und ihre Schülerinnen (Heyne Verlag)
  • 1970: Schulmädchen-Report (Kindler Verlag)
  • 1970: Das Inzest-Tabu (Heyne Verlag)
  • 1970: Prostitution in Vergangenheit und Gegenwart (Heyne)
  • 1970: Abarten des Sexualverhaltens (Heyne Verlag)
  • 1971: Marion (Hamburg: Konkret-Buchverlag)
  • 1971: 224 abartige Liebespositionen (Heyne Verlag)
  • 1972: Liebe und Sex in Wort und Bild (Flensburg: Stephenson)
  • 1972: Die Anhalterin (Flensburg: Stephenson)
  • 1972: Intime Küsse in Wort und Bild (Flensburg: Stephenson)
  • 1974: Die Selbstbefriedigung der Frau (Flensburg: Stephenson)
  • 1974: Liebe zu dritt (Flensburg: Stephenson)
  • 1974: Lustgewinn in der Ehe (Flensburg: Stephenson)
  • 1975: Lustreiche Stellungen (Flensburg: Stephenson)
  • 1976: Der Busen der Frau (Flensburg: Stephenson)
  • 1977: Die Frau (Flensburg: Stephenson)
  • 1977: Der Po der Frau (Flensburg: Stephenson)
  • 1978: Sex-Spiele zu dritt (Flensburg: Stephenson)
  • 1979: Exotische Liebespartner (IFS)
  • 1979: Hetären, Callgirls und Bordelle (Heyne Verlag)
  • 1981: Schule der Liebe (Moewig)
  • 1982: Zärtliche Hände (Moewig)
  • 1982: Marquis de Sade (Moewig)
  • 1982: Verirrungen der Lust (Moewig)
  • 1982: Die Eigenliebe der Frau (Moewig)
  • 1984: Ist mein Mann pervers? (Heyne Verlag)
  • 1984: Sexualität in der Sprache. Lexikon des obszönen Wortschatzes (Heyne Verlag)
  • 1984: Intimreport der Frau (Pabel-Moewig Verlag)
  • 1985: Der Jungfrauenreport (Pabel-Moewig Verlag)
  • 1985: Sexualität und Liebe. Der Weg zur vollkommenen Partnerschaft (Pabel-Moewig Verlag)
  • 1985: Dreitausend Jahre Bordell (Pabel-Moewig Verlag)
  • 1986: Sexualpraktiken (Pabel-Moewig Verlag)
  • 1988: Intime Protokolle (Pabel-Moewig Verlag)
  • 1995: Strenge Erziehungsspiele in Wort und Bild (Orion-Verlag)

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Günther Hunold (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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