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Günther Andergassen


Günther Andergassen (* 17. April 1930 in Margreid, Südtirol; † 19. Jänner 2016 in Innsbruck[1]) war ein Tiroler Komponist und als Mitglied im Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) verurteilter Sprengstoffterrorist.

Leben

Jugendjahre und akademische Laufbahn

Der einzige Sohn des Goldschmiedes Alois Andergassen und seiner Frau Franziska wuchs in Bozen auf. 1940 wanderten die Eltern im Zuge der Option zunächst nach Wels aus, zogen aber später nach Innsbruck. Als 12-Jähriger begann Andergassen, Klarinette zu lernen und interessierte sich früh für die Zwölftontechnik. Mit 19 Jahren übernahm Andergassen die Leitung eines neu gegründeten Kirchenchores. Er studierte an der Universität Innsbruck Romanistik, Anglistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft. 1955 promovierte er mit einer Dissertation über Giacomo Puccini.[2] Danach studierte er in Salzburg 1956–1958 Musikerziehung (bei Eberhard Preußner) und Komposition (bei Cesar Bresgen). Nach einem mehrmonatigen Romstipendium lehrte Andergassen (1958–1971) an der Musikhochschule Mozarteum in Salzburg, ab 1961 auch am Innsbrucker Konservatorium.

Sprengstoffattentate in Südtirol

Geprägt durch das Kindheitserlebnis faschistischer Italianisierung in Südtirol engagierte sich Andergassen in den 1960er Jahren als Mitglied im Befreiungsausschuss Südtirol für die Rückgliederung Südtirols an Österreich. Andergassen war dabei am Schmuggel von Sprengstoff für Anschläge auf Elektrizitätsmasten in Südtirol beteiligt. 1964 wurde er von den italienischen Behörden festgenommen und in Mailand gerichtlich verurteilt. Von einer 30-jährigen Haftstrafe verbüßte er sieben Jahre in italienischen Gefängnissen.[3][4]

Nach seiner Entlassung widmete sich Andergassen ab Anfang der 1970er Jahre wieder seinen pädagogischen und kompositorischen Tätigkeiten. Er wurde Leiter des Kammerchors des Innsbrucker Konservatoriums. Von 1990 bis 1995 war er Direktor des Feldkircher Konservatoriums. Andergassen verfasste vorrangig Vokalkompositionen, insbesondere für Chorgesang, und versuchte Kantabilität und Zwölftontechnik zu vereinen.

Auszeichnungen

Publikationen

  • Ohne Opfer keine Freiheit. Autobiografie eines Musikers und Freiheitskämpfers. Effekt! Buch, Neumarkt an der Etsch 2010, ISBN 978-88-904054-6-4.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aktivist und Komponist Günther Andergassen (85) gestorben. Südtirol Online, 22. Januar 2016, abgerufen am 22. Januar 2016.
  2. Dissertation von Günther Andergassen (Universität Innsbruck, 1955)
  3. http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2016/01/22/freiheitskaempfer-guenther-andergassen-verstorben.html#.VqQH_d_rX-Z
  4. http://www.unsertirol24.com/2016/01/22/freiheitskaempfer-prof-dr-guenther-andergassen-verstorben/


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Günther Andergassen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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