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Gößweinstein


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: ForchheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 457 m ü. NHN
Fläche: 57,7 km²
Einwohner: 4064 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91327
Vorwahl: 09242
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 129
Marktgliederung: 31 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Burgstraße 8
91327 Gößweinstein
Webpräsenz: www.goessweinstein.de
Bürgermeister: Hanngörg Zimmermann (BMG)
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Gößweinstein [sprich: 'gœsvɐɪnʃtɐɪn] ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim mit etwa 4100 Einwohnern und liegt in der Fränkischen Schweiz oberhalb des Zusammenflusses von Wiesent, Ailsbach und Püttlach bei Behringersmühle. Markant sind die Burg und die nach den Plänen von Balthasar Neumann erbaute Wallfahrtsbasilika.

Geographie

Geographische Lage

Gößweinstein liegt im Herzen der Fränkischen Schweiz, inmitten des Städtedreiecks Bamberg, Bayreuth und Nürnberg.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Waischenfeld, Ahorntal, Pottenstein, Obertrubach, Egloffstein, Pretzfeld, Ebermannstadt und Wiesenttal.

Gemeindegliederung

Gößweinstein gliedert sich in 31 Ortsteile[2]:

Flora

Die Gößweinsteiner Mehlbeere (Sorbus pulchra) kommt als endemische Mehlbeeren-Art ausschließlich in Gößweinstein und seiner unmittelbaren Umgebung vor.[3] Sie zählt ebenso wie die Hersbrucker Mehlbeere (Sorbus pseudothuringiaca) zu den gefährdeten Arten in Deutschland.

Geschichte

Die Burg Goswinesteyn wurde 1076 erstmals urkundlich erwähnt. Vor 1102 fiel die Burg an das Hochstift Bamberg und war von 1348 bis 1780 Sitz eines Vogteiamtes der Bischöfe von Bamberg.

Im Jahr 1525 kam es im Bauernkrieg zu Zerstörungen und anschließendem Wiederaufbau. Im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurde Gößweinstein ein weiteres Mal zerstört und wiederaufgebaut. Der Bamberger Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn (regierte von 1729 bis 1746) erhob Gößweinstein zum Markt. Bei der Säkularisation des Jahres 1803 kam das Gebiet des Hochstifts Bamberg an Bayern.

Am 1. Juli 1972 kam Gößweinstein vom aufgelösten Landkreis Pegnitz zum Landkreis Forchheim.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die ehemals selbstständigen Gemeinden Behringersmühle, Kleingesee, Stadelhofen, Unterailsfeld und ein Teil der aufgelösten Gemeinde Tüchersfeld (Hühnerloh und Kohlstein) in den Markt Gößweinstein eingegliedert.[4] Am 1. Januar 1974 kam Leutzdorf hinzu. Morschreuth und von der aufgelösten Gemeinde Wichsenstein die Orte Wichsenstein, Altenthal, Hardt, Sattelmannsburg und Ühleinshof folgten am 1. Mai 1978.[5]

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2014 Hanngörg Zimmermann (BMG; Bürgervereinigung Markt Gößweinstein). Er setzte sich gegen den Amtsinhaber Georg Lang (CSU) durch.

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Gößweinstein hat 16 Mitglieder zuzüglich des hauptamtlichen Bürgermeisters.

CSU SPD Freie Wähler Jugend und Frauen Bürgergemeinschaft Gesamt
2008 5 3 4 2 2 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold auf grünem Dreiberg an roter Stange ein grüner Weinstock mit zwei blauen Trauben und zwei grünen Blättern. Die Wappenführung ist für Gößweinstein seit dem 17. Jahrhundert belegt. Nach der Gebietsreform 1978 hat der Marktgemeinderat beschlossen, das historische Wappen von Gößweinstein unverändert zu übernehmen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentlicher Personennahverkehr

Das gesamte Marktgebiet von Gößweinstein gehört zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH (abgekürzt: VGN). Es existieren mehrere regelmäßige Busverbindungen in die umliegenden Orte und Städte.

Eisenbahn

Der Markt Gößweinstein liegt an der Eisenbahnstrecke Forchheim–Behringersmühle. Während das Teilstück von Forchheim bis Ebermannstadt weiterhin durch Züge der agilis Verkehrsgesellschaft mbH bedient wird, wurde der Abschnitt Ebermannstadt bis Behringersmühle am 30. Mai 1976 für den Personenverkehr durch die Deutsche Bahn stillgelegt. Allerdings gibt es mit der Dampfbahn Fränkische Schweiz vor allem in den Sommermonaten einen Museumsbetrieb. An der Strecke liegen die Bahnstationen Gößweinstein und die Endstelle Behringersmühle, die ebenfalls zum Markt Gößweinstein gehört. Ursprünglich sollte von der Station Behringersmühle nach 1930 die Strecke in Richtung Pottenstein oder sogar bis Pegnitz zum Anschluss an die Hauptstrecke Nürnberg–Bayreuth weitergebaut werden. Dieses Vorhaben konnte wegen der einsetzenden Weltwirtschaftskrise und der später wachsenden Bedeutung des Straßenverkehrs nicht mehr umgesetzt werden. Die nächsten regelmäßig bedienten Bahnhofshalte sind die Station Ebermannstadt, von wo aus es stündlich Verbindungen nach Forchheim gibt, sowie der Bahnhof Pegnitz mit stündlichen Verbindungen nach Bayreuth und Nürnberg. Die nächsten Stationen der S-Bahn Nürnberg befinden sich in Forchheim und Kersbach.

Straßenverkehr

Mehrere Staatsstraßen stellen die Verbindung in die umliegenden Orte und Städte sicher. Der Markt Gößweinstein selbst ist von mehreren Straßen gut erschlossen. Die nächste Bundesstraße, die B 470 führt durch den Ortsteil Behringersmühle. Die nächstliegenden Bundesautobahnen sind die A 73 in Richtung Bamberg und Erlangen sowie die A 9 in Richtung Bayreuth und Nürnberg.

Kultur und Sport

Gößweinstein befindet sich in der Fränkischen Schweiz über dem Wiesenttal. Die Stadt liegt mitten im Klettergebiet Nördlicher Frankenjura, zahlreiche Wander- und Radwege befinden sich ebenfalls im Stadtgebiet.

Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Wallfahrtsmuseum Gößweinstein
  • Spielzeugmuseum Gößweinstein
  • Heimatkundliche Sammlung im Haus des Gastes
  • Dampfbahn Fränkische Schweiz (Museumsbahn)

Bauwerke

„Ich fahr’ in die Welt! Mein Hutschmuck die Rose, mein Lager im Moose, Der Himmel mein Zelt.
Mag trauern und lauern, wer will, hinter Mauern – Ich fahr’ in die Welt!“

Aussichtspunkte

Rund um den Ort gibt es mehrere Aussichtspunkte. Dazu zählen:

  • der Gernerfels, der Kreuzberg mit Hochkreuz, die Martinswand und Bellevue, der Pavillon auf der Wagnershöhe
  • die Ludwigshöhe (Theaterhöhle), der Bärenstein (529 m NN), die Fischersruh, die Nürnberger Kapelle
  • der Aussichtsfelsen bei Wichsenstein (585 m NN)

Freizeiteinrichtungen

  • Natur-Freibad Gößweinstein
  • Minigolfanlage Gößweinstein
  • 3-D-Bogenparcour
  • Kajak- und Bootsverleih
  • Kneippanlagen im Kurpark und in Behringersmühle
  • 250 km markierte Wanderwege
  • Balthasar-Neumann-Rundwanderweg
  • Reiterhof
  • Fahrradverleihstation
  • Naturwaldreservat Eibenwald
  • Kreativzentrum Morschreuth
  • Frei-Schach in Behringersmühle
  • Wassererlebnisplatz in Behringersmühle
  • Bolzplatz in Behringersmühle

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Gößweinstein

Historische Abbildungen

Literatur

  • Franz X. Bogner: Die Fränkische Schweiz. Ein Luftbildportrait. Ellwanger Verlag, Bayreuth 2007, S.50–54; ISBN 978-3-925361-62-3.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/173512&attr=OBJ&val=1197
  3. Norbert Meyer: Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns, Sorbus pulchra N. Mey. Botanische Staatssammlung München, abgerufen am 3. Juni 2014.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 683.

Weblinks

 Commons: Gößweinstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Goßmanstein in der Topographia Franconiae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gößweinstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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