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Górnik Zabrze


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Górnik Zabrze
Voller Name Klub Sportowy Górnik Zabrze
Ort Zabrze
Gegründet 14. Dezember 1948
Vereinsfarben weiß-blau-rot
Stadion Ernst-Pohl-Stadion
Plätze 31.871
Präsident Polen Marek Pałus
Trainer Polen Leszek Ojrzyński
Homepage www.gornikzabrze.pl
Liga 1. Liga
2015/16 15. Platz (Ekstraklasa)
Heim
Auswärts

Górnik Zabrze (vollständig: Klub Sportowy Górnik Zabrze) ist ein am 14. Dezember 1948 gegründeter polnischer Fußballverein aus der oberschlesischen Stadt Zabrze (deutsch bis 1946 Hindenburg O.S., bis 1915 Zabrze). Die Klubfarben sind Weiß-Blau-Rot. Entstanden ist Górnik Zabrze aus einer Fusion von RKS Concordia, KS Pogon, RKS Skra und KS Zjednoczenie. Górnik Zabrze ist mit 14 Titeln zusammen mit Ruch Chorzów polnischer Rekordmeister, konnte jedoch seit 1988 keinen Meistertitel mehr erringen. Seit jeher ist der Verein ein Symbol der Bergarbeiter der polnischen Region Oberschlesien.

Die Spielstätte des Klubs ist seit der Vereinsgründung das Ernst-Pohl-Stadion an der Ul. Roosevelta 81. Internationale Spiele wurden teilweise im Stadion Slaski gespielt. Viele ältere Fans erinnern sich noch an Spiele gegen Austria Wien oder AS Rom vor über 100 000 Zuschauern.

Geschichte

Górnik Zabrze ist (mit Ruch Chorzów zusammen) polnischer Rekordmeister mit 14 Titeln in der Meisterschaft und sechs Pokalsiegen. In den 1960er Jahren dominierte Górnik im polnischen Fußball und sicherte sich in zehn Jahren gleich sechs Meistertitel und drei Pokalsiege. 1970 stand Górnik Zabrze im Finale des Europapokals der Pokalsieger, in dem es sich allerdings Manchester City mit 1:2 geschlagen geben musste. Górnik ist somit die einzige polnische Mannschaft überhaupt, die ein europäisches Finale erreicht hat. In den 1980er Jahren gab es nochmals vier weitere Meistertitel für Górnik. Viermal hintereinander beendete die Mannschaft die Saison als erste in der Tabelle und machte Górnik zum Rekordmeister.

Nachdem der Verein Mitte der 1990er Jahre noch international vertreten war, ging es anschließend aufgrund finanzieller Probleme ständig bergab. Der Verein suchte Jahre lang vergeblich nach neuen Sponsoren und musste mehrmals um die Lizenz bangen. Die finanzielle Misere wirkte sich auch auf die sportliche Situation aus, in den Jahren 2005, 2006 und 2007 konnte man sich nur knapp vor dem Abstieg retten. In den schwierigsten Zeiten waren die Fans diejenigen die den Verein gerettet haben. Beim Abstiegskampf 2006 und 2007 pilgerten bis zu 20.000 Fans an die Roosevelta 81, obwohl das Stadion offiziell nur 17.000 Zuschauer fasst. Górnik Zabrze konnte trotz schlechter Leistung den höchsten Zuschauerzuspruch verzeichnen. Selbst erfolgreiche Vereine, die in dieser Zeit um den Titel kämpften, konnten solche Zuschauerzahlen nicht vorweisen.

Im Jahr 2007 konnten endlich wieder Sponsoren gefunden werden. Am 10. Juli wurde Górnik Zabrze durch die Allianz Polska S.A. übernommen, wodurch die finanzielle Zukunft des Vereins gesichert wurde.[1] Das Motto der Übernahme lautet "Allianz - Wir unterstützen die Besten, auf dem Weg nach oben". Als Ziel hat man sich die 15. Meisterschaft im Jahr 2012 gewünscht, wenn auch in Polen die Euro 2012 stattfinden wird.

Auch wenn es anfangs mit neuen finanziellen Mitteln gut für Górnik aussah, stieg der Club am 30. Mai 2009 trotzdem bei einem Heimspiel gegen Polonia Warszawa vor über 22.000 Fans von der Ekstraklasa in die 1. Liga ab. Die Mannschaft spielte eine fatale Saison und besiegelte den zweiten Abstieg nach 31 Jahren in der Ekstraklasa.

Nach nur einem Jahr in der 1. Liga konnte Górnik allerdings den Wiederaufstieg in die Ekstraklasa feiern, obwohl es zwischenzeitlich aufgrund von Erfolglosigkeit der Mannschaft nach nur sechs Monaten einen erneuten Trainerwechsel gab. Ryszard Komornicki wurde durch Adam Nawałka ersetzt, der von GKS Katowice zu Górnik wechselte. Während der Rückrunde kam auch ein alter Bekannter wieder an die Roosevelta 81. Tomasz Wałdoch übernahm den Posten als Sportdirektor.

Nach erneuten finanziellen Problemen und einer teilweisen Übernahme des Vereins durch die Stadt Zabrze konnte der Verein 2011 bekannt gegeben, dass der Bau des neuen Stadions endlich beginnen kann. Im September 2011 wurde mit dem Bau der ersten drei Tribünen begonnen. Aufgrund der Baumaßnahmen wurde die Stadionkapazität auf 3.000 Sitzplätze begrenzt. Die erste Bauphase soll bereits Anfang 2013 abgeschlossen sein und 24.000 Sitzplätze auf drei Tribünen sowie einer Tiefgarage unter den Tribünen beinhalten.

Aktueller Kader 2015/16

(Stand: 23. September 2015)

Nr. Position Name
2 Polen AB Bartosz Kopacz
3 Polen AB Mateusz Słodowy
4 Polen AB Rafał Kosznik
5 Ukraine AB Olexandr Scheweljuchin
6 Polen ST Rafał Kurzawa
7 Polen MF Radosław Sobolewski
8 Slowakei MF Erik Grendel
9 Polen MF Aleksander Kwiek
10 Polen MF Konrad Nowak
11 Slowakei MF Roman Gergel
13 Polen AB Maciej Mańka
14 Bosnien und Herzegowina MF Armin Ćerimagić
15 Polen MF Fabian Piasecki
16 Polen MF Michał Janota
17 Polen AB Dominik Sadzawicki
18 Polen MF Łukasz Madej
19 Polen MF Mariusz Przybylski
Nr. Position Name
20 Polen ST Marcin Urynowicz
21 Polen AB Mariusz Magiera
22 Polen ST Kamil Cupriak
22 Polen ST Szymon Skrzypczak
24 Polen ST Maciej Korzym
25 Simbabwe MF Dzikamai Gwaze
26 Polen AB Adam Danch
27 Polen MF Daniel Barbus
29 Polen AB Adam Dźwigała
30 Polen MF Michał Teichman
31 Bulgarien AB Pawel Widanow
33 Polen TW Sebastian Przyrowski
34 Polen ST Krzysztof Kiklaisz
35 Polen ST Jarosław Potoniec
81 Slowakei MF Róbert Jež
84 Polen TW Radosław Janukiewicz
99 Polen TW Grzegorz Kasprzik

Erfolge

Anmerkung: Im Superpokal stehen sich der Meister und Pokalsieger des jeweiligen Spieljahres gegenüber.

Europapokalbilanz

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1961/62 Europapokal der Landesmeister Vorrunde England Tottenham Hotspur 05:10 4:2 (H) 1:8 (A)
1963/64 Europapokal der Landesmeister Vorrunde Osterreich FK Austria Wien 3:2 1:0 (H) 0:1 (A)
2:1 in Wien
1. Runde Tschechoslowakei FK Dukla Prag 3:4 2:0 (H) 1:4 (A)
1964/65 Europapokal der Landesmeister Vorrunde Tschechoslowakei FK Dukla Prag 004:4(L) 1:4 (A) 3:0 (H)
0:0 n.V. in Duisburg
1965/66 Europapokal der Landesmeister Vorrunde Osterreich LASK Linz 5:2 3:1 (A) 2:1 (H)
1. Runde Tschechoslowakei Sparta Prag 1:5 0:3 (A) 1:2 (H)
1966/67 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949 FC Vorwärts Berlin 6:4 2:1 (H) 1:2 (A)
3:1 in Budapest
1967/68 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Schweden Djurgårdens IF 4:0 3:0 (H) 1:0 (A)
2. Runde Sowjetunion 1955 Dynamo Kiew 3:2 2:1 (A) 1:1 (H)
Viertelfinale England Manchester United 1:2 0:2 (A) 1:0 (H)
1968/69 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Bulgarien 1967 Spartak Sofia 1    
1969/70 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Königreich Griechenland Olympiakos Piräus 7:2 2:2 (A) 5:0 (H)
2. Runde Schottland Glasgow Rangers 6:2 3:1 (H) 3:1 (A)
Viertelfinale Bulgarien 1971 Lewski-Spartak Sofia (a)4:4(a) 2:3 (A) 2:1 (H)
Halbfinale Italien AS Rom (L)4:400 1:1 (A) 2:2 (H)
1:1 n.V. in Straßburg
Finale England Manchester City 1:2 1:2 in Wien
1970/71 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Danemark Aalborg BK 9:1 1:0 (A) 8:1 (H)
2. Runde Turkei Göztepe Izmir 4:0 1:0 (A) 3:0 (H)
Viertelfinale England Manchester City 3:5 2:0 (H) 0:2 n.V. (A)
1:3 in Kopenhagen
1971/72 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Frankreich Olympique Marseille 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
1972/73 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Malta Sliema Wanderers 10:00 5:0 (A) 5:0 (H)
2. Runde Sowjetunion 1955 Dynamo Kiew 2:3 0:2 (A) 2:1 (H)
1974/75 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Partizan Belgrad 2:5 2:2 (H) 0:3 (A)
1977/78 UEFA-Pokal 1. Runde Finnland Valkeakosken Haka 5:3 5:3 (H) 0:0 (A)
2. Runde England Aston Villa 1:3 0:2 (A) 1:1 (H)
1985/86 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Deutschland Bundesrepublik FC Bayern München 2:6 1:2 (H) 1:4 (A)
1986/87 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Belgien RSC Anderlecht 1:3 0:2 (A) 1:1 (H)
1987/88 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Griechenland Olympiakos Piräus 3:2 1:1 (A) 2:1 (H)
2. Runde Schottland Glasgow Rangers 2:4 1:3 (A) 1:1 (H)
1988/89 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Luxemburg Jeunesse Esch 7:1 3:0 (H) 4:1 (A)
2. Runde Spanien Real Madrid 2:4 0:1 (H) 2:3 (A)
1989/90 UEFA-Pokal 1. Runde Italien Juventus Turin 2:5 0:1 (H) 2:4 (A)
1991/92 UEFA-Pokal 1. Runde Deutschland Hamburger SV 1:4 1:1 (A) 0:3 (H)
1994/95 UEFA-Pokal 1. Runde Irland Shamrock Rovers 8:0 7:0 (H) 1:0 (A)
2. Runde Osterreich FC Admira/Wacker 3:6 2:5 (A) 1:1 (H)
1995 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Danemark Aarhus GF 1:4 1:4 (A)  
Schweiz FC Basel 1:2 1:2 (H)  
England Sheffield Wednesday 2:3 2:3 (A)  
Deutschland Karlsruher SC 1:6 1:6 (H)  
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 76 Spiele, 31 Siege, 15 Unentschieden, 30 Niederlagen, 131:122 Tore (Tordifferenz +9)

1 Beide Mannschaften aus Protest zurückgezogen.

Bekannte ehemalige Spieler

Fans

Name der Kurve: Torcida

Standort der Torcida: Früher Block 13 in der Kurve unter der Anzeigetafel. Seit dem Jahr 2000 stehen die Fans geschlossen auf der Gegengeraden (Block 9–10).

Größe der Gruppe: 1500–4000 Personen (je nach Gegner)

Gruppen: Torcida (Hauptgruppe), Stara Gwardia

Freundschaften: ROW Rybnik, Wisłoka Dębica, GKS Katowice

Feindschaften: Ruch Chorzów, Widzew Łódź, Wisła Kraków, Legia Warszawa, Zagłębie Sosnowiec, Śląsk Wrocław

Sektionen: Die Torcida hat große Sektionen in ganz Oberschlesien. Außerhalb Schlesiens und im Ausland lassen sich kleinere Fangruppen finden.

Weblinks

 Commons: Górnik Zabrze  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sport.pl: Allianz Polska sponsorem Górnika Zabrze!

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Górnik Zabrze (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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