Gänserndorf - LinkFang.de





Gänserndorf


Gänserndorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 30,57 km²
 :
Höhe: 167 m ü. A.
Einwohner: 11.021 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 361 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2230
Vorwahl: 02282
Gemeindekennziffer: 3 08 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
2230 Gänserndorf
Website: www.gaenserndorf.at
Politik
Bürgermeister René Lobner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(37 Mitglieder)
14
14
4
4
1
14 14 
Lage der Stadt Gänserndorf im Bezirk Gänserndorf
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gänserndorf ist eine Stadt mit 11.021 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2016 ) im Marchfeld (Niederösterreich) und Sitz der Bezirkshauptmannschaft des gleichnamigen Bezirkes.

Allgemeines

Gänserndorf hat sich in den letzten Jahrzehnten zur Schul- und Einkaufsstadt, aber auch zu einem kulturellen Zentrum entwickelt. Fachmarktzentren haben sich angesiedelt, das Weinviertel Klinikum (Medizinisches Zentrum Gänserndorf) ist seit 15. Juli 2002 geöffnet und ein Windpark wurde in Betrieb genommen.

Die Stadt ist Ausgangspunkt für Ausflüge in das Weinviertel sowie zu den March-Donau-Auen und den Schlössern des Marchfeldes.

Anfang 2004 wurde Gänserndorf in die Aktion Stadterneuerung des Landes Niederösterreich aufgenommen.

Geografie

Gänserndorf liegt etwa 20 km nordöstlich von Wien im nördlichen Marchfeld. Mit Wien ist es sowohl durch die Angerner Straße B 8 als auch durch die Nordbahn verbunden.

Die Stadt umfasst eine einzige namensgleiche Katastralgemeinde.

Nachbargemeinden

Schönkirchen-Reyersdorf Prottes
Strasshof an der Nordbahn Weikendorf
Markgrafneusiedl Obersiebenbrunn

Gemeindegliederung

 Karte mit allen Koordinaten: OSM , Google oder Bing

Geschichte

Am 10. Februar 1115 wird „Genstribindorf“ erstmals in einer Urkunde erwähnt. In dieser Urkunde werden auch die Grenzen des Pfarr- und Zehentbezirkes festgelegt. Der Name Genstribindorf – Gänsetreiberdorf dürfte darauf zurückzuführen sein, dass hier erstmals Gänse in großen Scharen gehalten wurden – die sumpfige Weidenbachniederung war dafür ideal -, doch könnte der Name auch auf einen Personen- oder Spitznamen „Gänsetreiber“ hinweisen.

Der Name des Ortes wurde zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert in den verschiedensten Schreibweisen erwähnt, da nach dem Gehör die angesagten Namen eingetragen wurden. Unter Maria Theresia wurde der Ort 1741 urkundlich als „Großgänserndorf“ bezeichnet. Ab etwa 1750 wurde der Ort als Unter-Gänserndorf im Marchfeld (im Unterschied zu Ober-Gänserndorf bei Korneuburg) bezeichnet. Nach Einrichtung der Bezirkshauptmannschaft stellte Unter-Gänserndorf den Antrag auf Namensänderung und am 21. März 1904 wurde der Name „Gänserndorf“ kundgemacht.

Der Aufschwung Gänserndorfs begann mit dem Anschluss an die Nordbahn im Jahr 1838. 1853 wurde der Gemeinde das Marktrecht verliehen; zur Stadt erhoben wurde sie durch Beschluss der Niederösterreichischen Landesregierung vom 19. Dezember 1958.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Religionen

Größte Religionsgemeinschaft ist die Römisch-katholische Kirche, der 69,1 % der Bevölkerung angehören. Dem Islam gehören 3,6 % an, evangelisch sind 3,3 %, orthodox 1,4 %. 20,1 % der Bevölkerung sind ohne religiöses Bekenntnis.

Gänserndorf ist Sitz einer römisch-katholischen Pfarre und drei Moscheen.

Politik

Bürgermeister der Stadtgemeinde ist seit dem 9. März 2015 René Lobner (ÖVP), Vizebürgermeisterin ist Margot Linke (GRÜNE) und der Amtsleiter ist Anton Wildmann.

Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 37 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 14, SPÖ 14, GRÜNE-Liste 4, FPÖ 4, Freie Bürgerliste Gänserndorf 1. Ab dem 9. März 2015 stellt die ÖVP erstmals den Bürgermeister seit 1945. Von 1945 bis 2015 gehörten alle Bürgermeister der SPÖ an.

Bei der Europawahl 2014 erreichte die FPÖ den ersten Platz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gänserndorf
  • Katholische Pfarrkirche Gänserndorf
  • Jüdischer Friedhof Gänserndorf
  • Gänserndorf versteht sich unter anderem auch als Stadt der Säulen. Es gibt verschiedene Säulenstandorte, die paarweise stehend als Tor bezeichnet werden. Beispiele dafür sind das Schönkirchener Tor, das Protteser Tor oder die Safaripark Säulen. Im ganzen Stadtgebiet verteilt findet man Säulenkunstwerke wie zum Beispiel die Säulenreihe vor dem Wirtschaftsförderungsinstitut und den Säulenwald bei der Volksschule Gänserndorf.
  • Das Piefkedenkmal, eine „Klangskulptur aus COR-TEN-Stahl“ vor der Stadtbücherei, ähnelt einer Schallplatte und gibt bei Bewegung ein Kratzgeräusch von sich. Es wurde im September 2009 zu Ehren von Johann Gottfried Piefke aufgestellt, der im Juli 1866 zusammen mit seinem Bruder Rudolf in Gänserndorf ein Konzert gegeben hatte. Die Stadt erinnert mit der Skulptur zum einen an die Schlacht bei Königgrätz, die für die Preußen siegreich zu Ende gegangen war und an der Piefke als Musiker teilgenommen hatte, und zum anderen daran, dass Piefke im 19. Jahrhundert ein durchaus sogar in Österreich bekannter und beliebter Militärmusiker war.[1]
Kulturveranstaltungen
  • Ein bekanntes Kulturevent in Gänserndorf ist die Sommerszene. Diese an acht Wochenenden im Juli und im August stattfindende Freiluftveranstaltung bietet Musikdarbietungen und Kulinarisches aus den Gastronomiebetrieben der Stadt. Ein weiteres Highlight sind die Martinifeiern um den 11. November. Am Wochenende um den 8. Dezember findet jeweils von Freitag bis Sonntag der Advent im und um das Rathaus statt. Im Frühling und im Herbst haben die Geschäfte jeweils an einem Freitag im Rahmen der Langen Einkaufsnacht bis spät in die Nacht geöffnet.

Partnerstadt

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 428, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 29. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 3808. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,62 Prozent.

Es gibt in Gänserndorf drei größere Ansammlungen von Verkaufslokalen und Betrieben: Die zentral gelegenen Geschäfte in der Bahnstraße und Hauptstraße Gänserndorfs und Geschäftslokale auf der Bodenzeile im Südwesten der Stadt. Im Norden gelegen findet man eine größere Anzahl von Betrieben wie ÖMV und Novoferm.

Öffentliche Einrichtungen

Schulen

  • Volksschule
  • Neue Mittelschule (seit 1. September 2013 - vorher Hauptschule I und II)
  • Polytechnische Schule
  • BHAS – Handelsschule
  • BHAK – Handelsakademie
  • AHS – Konrad Lorenz Gymnasium
  • ASO - Allgem. Sonderschule

Ämter und Behörden

Gesundheitseinrichtungen

  • Medizinisches Zentrum Gänserndorf
  • niedergelassene Ärzte (praktischer Arzt, Hautarzt, Frauenarzt, Kinderarzt, Zahnarzt, Orthopäde, Urologe, Lungenfacharzt, Augenarzt, Radiologe, diverse Alternativmediziner, Tierarzt)
  • Bezirksapotheke
  • Stadtapotheke
  • Rotes Kreuz Bezirksstelle Gänserndorf

Brandschutz

Freizeit

Stadtbücherei

In der Stadtbücherei stehen fast 35.000 Bücher, Zeitschriften, Comics, Tonkassetten, CDs, Videos, DVDs und CD-ROMs für alle Interessierten zur Verfügung. Auch ein PC mit Internetzugang steht den Lesern zur Verfügung. Zusätzlich sind im literatur_network_marchfeld sieben Büchereien des Bezirkes Gänserndorf zusammengeschlossen. Dieses Netzwerk ermöglicht einen direkten Zugriff auf ca. 60.000 Medien.

Hallenbad und Freibad

Das Hallenbad ist seit Dezember 1979 in Betrieb. In seinem Keller ist eine Sauna bestehend aus zwei Kabinen, einer Dampfkammer und einer Infrarotkabine untergebracht. Während der Sommermonate ist das am Hallenbadgelände befindliche Freibad geöffnet, wobei Freibadbesucher das Hallenbad mitbenützen können.

Stadthalle

Die Stadthalle besteht im Wesentlichen aus einer großen Sporthalle mit rund 300 Tribünenplätzen, einem kleineren Veranstaltungssaal im Untergeschoss und dem Restaurant Gambrinus.

Erlebnispark

Der ehemalige Safaripark ist seit seinem Konkurs im Jahr 2004 geschlossen. Einen Teil dieses Geländes hat die AWA-Erlebnispark GmbH gepachtet und betreibt dort einen Hochseilklettergarten mit Streichelzoo und Bogenschießparcours.

Gut Aiderbichl

Einen weiteren Teil dieses Geländes hat das Gut Aiderbichl gepachtet und dort in den bereits vom Safaripark errichteten Affenhäusern ein „Affenrefugium“ eingerichtet, in welchem ehemalige Laboraffen der Firma Baxter betreut werden.[2] Ferner wurden Auffangstationen für Hunde, Ziegen und Tauben eingerichtet. Das Gelände des Gut Aiderbichl ist nicht öffentlich zugängig.

Sport

Neben Fußball ist in Gänserndorf vor allem Handball ein großer Blickfang, denn der Verein UHC Gänserndorf spielte bis 2009 in der höchsten österreichischen Spielklasse, der Handball Liga Austria.

Kunstturnen ist eine weitere Sportart, in der Gänserndorf eine österreichweite Vormachtstellung innehat. Als die erfolgreichsten können die Geschwister Florian und Tina Ramharter (beide Staatsmeister) genannt werden. Niederösterreichweit sind die Turnerinnen und Turner des SV OMV Volksbank Gymnastics Gänserndorf eine Klasse für sich, national sind Platzierungen unter den ersten 5 seit Jahren Standard.

Weiters sind die Tänzer des UTSS Raika Gänserndorf sehr erfolgreich. Auch sie haben den Niederösterreichischen Titel geholt. Seit 2004 gibt es in Gänserndorf auch einen Beachvolleyballverein der diese junge Sportart verbreitet.

Außerdem befinden sich im Gesamtverein SV OMV Gänserndorf noch weitere sportliche Sektionen wie z. B. Kegeln, Tennis, Judo, Minigolf, Tischtennis oder Schwimmen.

Neben den sportlichen Vereinen, gibt es auch noch zwei weitere für die Liebhaber der Fotografie sowie der Philatelie.

Persönlichkeiten

Bilder

Literatur

  • Franz Müller: Gänserndorf: Vom Bauerndorf zur Stadt; Beiträge zur Geschichte der Stadt Gänserndorf. Stadtgemeinde Gänserndorf, Gänserndorf 1989, S. 334.

Weblinks

 Commons: Gänserndorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Piefkedenkmal in Gänserndorf
  2. Gut Aiderbichl

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gänserndorf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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