Furth an der Triesting - LinkFang.de





Furth an der Triesting


Furth an der Triesting
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Baden
Kfz-Kennzeichen: BN
Hauptort: Furth
Fläche: 64,16 km²
 :
Höhe: 422 m ü. A.
Einwohner: 849 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2564
Vorwahl: 0 26 74
Gemeindekennziffer: 3 06 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
2564 Furth an der Triesting 2
Website: www.furth-triesting.at
Politik
Bürgermeister: Franz Seewald (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
7
7
1
Lage der Gemeinde Furth an der Triesting im Bezirk Baden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Furth an der Triesting ist eine Gemeinde mit 849 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) in Niederösterreich im Bezirk Baden im Triestingtal.

Geografie

Die Gemeinde liegt in einem südlichen Seitental des Triestingtals und hat 795 Einwohner auf einer Fläche von 64,25 km². Die Seehöhe des Ortes beträgt 422 m ü. A.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 11 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Aggsbach (7)
  • Dürntal (25)
  • Ebeltal (42)
  • Eberbach (23)
  • Furth (232)
  • Guglhof (6)
  • Hof (14)
  • Maierhof (308)
  • Niemtal (88)
  • Rehgras (3)
  • Steinwandgraben (58)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Furth.

Die Gewässer in Furth sind der Furtherbach, der in Weissenbach in die Triesting mündet, und der Klausbach, der im Ortsteil Schromenau in den Furtherbach mündet. Bei der Rotte Hof im äußersten Nordosten des Gemeindegebiets grenzt Furth auch direkt an die Triesting.

In Furth befinden sich die Hauptquellen des 1929 ins Leben gerufenen Wasserleitungsverbandes der Triestingtal- und Südbahngemeinden.[2]

Politik

Der Bürgermeister von Furth an der Triesting ist Alois Riegler.

Wirtschaft

Der größte Teil der Fläche ist Wald. Die Forstwirtschaft und die Jagd sind dementsprechend wichtig. Furth ist ein Mostdorf mit Mostheurigen und dem Natursaft-Erzeugungsbetrieb Land-Drink Krenn KG.

Einwohnerentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 823
2001 795
1991 745
1981 753
1971 809
1961 820
1951 885
1939 967

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsentwicklung von Furth an der Triesting

Sehenswürdigkeiten

Steinwandklamm

Hauptartikel: Steinwandklamm

1884 wurde die Klamm () für Besucher zugänglich gemacht[3] und am 8. Juni selben Jahres, unter Teilnahme von mehr als 600 aus Wien angereisten Teilnehmern[4], eröffnet.[5]

Der Österreichische Touristenklub (Ö.T.K.) Triestingtal legte 1927 einen Klettersteig an. Der Satz „Wir wandern auf Kaisers Spuren“ entstand durch den Umstand, dass Kaiser Franz Joseph der wohl berühmteste Wanderer in der Klamm war. Sie wurde im Ersten und Zweiten Weltkrieg ziemlich zerstört. Heute führen gesicherte Steige und Brücken bis zum Türkenloch; dort sollen sich während der zweiten Türkenbelagerung die Bewohner des Triestingtales versteckt haben, aber nach der Entdeckung durch die Türken durch aufsteigenden Rauch alle getötet worden sein.

Pfarrkirche

Die Pfarrkirche Maria Magdalena befindet sich mitten im Ort und ist teilweise von der ehemaligen Friedhofsmauer umgeben. 1683 wurde sie von den Türken zerstört und von den Minoriten in Pottenstein wieder aufgebaut. 1782 wurde Furth zu einer eigenständigen Pfarre erhoben.

Das Gebäude ist ein niedriger barocker Zentralbau mit einem rechteckigen Langhaus und querovalen Kuppelraum. Der massive Ostturm mit steilem Walmdach stammt aus dem 15. beziehungsweise 16. Jahrhundert. Das Deckengemälde in der Kuppel mit dem Thema „Jesus und die Ehebrecherin“ ist mit Franz Xaver Dobler 1795 signiert.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Furth an der Triesting

Berge

Das Kieneck ist 1106 m hoch. Der Gipfel liegt auf Further Gebiet fast genau an der Gemeindegrenze zwischen Furth, Muggendorf und Ramsau. Das Hocheck ist 1037 m hoch und mehrere Wanderwege führen zu einer Aussichtswarte, der Meyringer-Warte[6], und zum Hocheck-Schutzhaus.[7] Das Hocheck ist der von Wien aus nächstgelegene Berg über 1.000 Meter. Anfang des 20. Jahrhunderts plante man von Furth aus eine Zahnradbahn, deren Ausführung aber an finanziellen Problemen scheiterte. Heute führt eine Mautstraße auf das Hocheck. Ein weiterer von Furth aus ersteigbarer Berg ist der Gaisstein.

Ehrenbürger

  • Franz Hacker

Literatur

  • Ernst Nepomucky, Hans Sachs, Sebastian Schertlin: Erinnerungen an die Türkenschlacht im Triestingtale im Jahre 1532 von Hans Sachs. Verlag des Gymnasialvereines, Berndorf 1932, ONB .
  • Walter Rieck: Kulturgeographie des Triestingtales. Dissertation. Universität Wien, Wien 1960, ONB .
  • Leo Wirtner: Furth an der Triesting. Gemeindeamt, Furth an der Triesting 1978, UBW .
  • Gabriele Handl, Christian Handl: Unser Triestingtal. Band 2: Altenmarkt, Berndorf, Enzesfeld-Lindabrunn, Furth, Hernstein, Hirtenberg, Kaumberg, Leobersdorf, Pottenstein, Weißenbach. Kral, Berndorf 2002, ISBN 3-9501643-2-4.
  • Gerhard Schirmer, Walter Wenzel: Klammen und Schluchten in Niederösterreich. Sektion „Alpine Gesellschaft Kienthaler“ des Österreichischen Touristenklubs, Neunkirchen 2005, ONB .

Historische Landkarten

Weblinks

 Commons: Furth an der Triesting  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Quellschutzforstbetrieb Harras. Bestes Wasser aus eigenem Wald . In: wlv-voeslau.at, abgerufen am 3. Jänner 2014.
  3. Nachrichten aus dem Bezirke. (…) Steinwand-Klamm . In: Badener Bezirks-Blatt, Nr. 25/1884 (IV. Jahrgang), 25. März 1884, S. 1, unten rechts. (Online bei ANNO) .
  4. Kleine Chronik. (…) Die Eröffnung der Steinwandklamm . In: Neue Freie Presse, Abendblatt, Nr. 7107/1884, 10. Juni 1884, S. 1, Mitte unten. (Online bei ANNO) .
  5. Nachrichten aus dem Bezirke. (…) Eröffnung der Steinwand-Klamm . In: Badener Bezirks-Blatt, Nr. 46/1884 (IV. Jahrgang), 7. Juni 1884, S. 5, unten rechts. (Online bei ANNO) ;
    Wien, 9. Juni. (…) Eröffnung der Steinwand-Klamm . In: Local-Anzeiger der „Presse“, Beilage zu Nr. 159/1884 (XXXVII. Jahrgang), 10. Juni 1884, S. 9 (unpaginiert) Mitte. (Online bei ANNO) .
  6. Meyringer-Warte (Memento vom 2. Januar 2007 im Internet Archive). In: oetk.at, 25. Juni 2006, abgerufen am 3. Jänner 2014.
  7. Zur Geschichte des Hauses siehe:
    –tz.: Aus der Umgebung. (…) Brand. Hocheckfest . In: Badener Bezirks-Blatt, Nr. 28/1881 (I. Jahrgang), 9. Juli 1881, S. 7, Mitte links. (Online bei ANNO) .
    J. H.: Am Hocheck . In: Badener Zeitung, Nr. 32/1911 (XXXII. Jahrgang), 22. April 1911, S. 3, unten links. (Online bei ANNO) .
    Lokal-Nachrichten. (…) Am Hocheck . In: Badener Zeitung, Nr. 54/1911 (XXXII. Jahrgang), 8. Juli 1911, S. 5, Mitte links. (Online bei ANNO) .
    Korrespondenzen. (…) Hocheckzubau . In: Badener Zeitung, Nr. 69/1911 (XXXII. Jahrgang), 30. August 1911, S. 6, unten links. (Online bei ANNO) .
    Lokal-Nachrichten. (…) Die Eröffnung des Zubaues zum Hocheckhause . In: Badener Zeitung, Nr. 72/1911 (XXXII. Jahrgang), 9. September 1911, S. 5, Mitte rechts. (Online bei ANNO) .

Kategorien: Gutensteiner Alpen | Ort im Bezirk Baden (Niederösterreich) | Furth an der Triesting | Gemeinde in Niederösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Furth an der Triesting (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.