Furmint - LinkFang.de





Furmint


Furmint
Synonyme siehe Abschnitt Synonyme

Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe grün
Verwendung
Herkunft Ungarn
bekannt seit 1623
VIVC-Nr. 4292
Abstammung

Kreuzung aus
Weisser Heunisch × Alba Imputato

Liste von Rebsorten

Der Furmint ist eine alte Weißweinsorte.

Herkunft

Erstmals erwähnt wird sie 1623 in Ungarn. Zu ihrer Herkunft gibt es bisher keine Belege, aber viele Legenden. Zu den bekanntesten zählt jene, dass die Rebe von italienischen Einwanderern unter König Béla IV. im 13. Jahrhundert nach Ungarn gebracht worden sein soll. Eine andere, etwas plausiblere Erklärung besagt, dass sie im 17. Jahrhundert von der venetischen Prinzessin Aurora Formentini zur Hochzeit mit dem ungarischen Magnaten Ádám Batthyány mitgebracht worden sein soll.

Eigenschaften

Die Sorte treibt recht früh aus, hat einen kräftigen Wuchs, reift aber sehr spät. Dadurch ergibt sich eine Frostanfälligkeit, wodurch die Rebe besondere Ansprüche an das Klima stellt. Die Lese erfolgt in Ungarn meist erst Ende Oktober. Die großen, grünlichgelben bis sattgelben, auf der sonnenexponierten Seite meist braunfleckigen Beeren sind lockerbeerig in sehr großen Trauben zusammengefasst. Die Blätter sind großlappig und auf der Unterseite weißfilzig. Die Rebe ist gegenüber Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) und echtem Mehltau (Oidium tuckeri) sehr anfällig. An den Boden werden kaum Anforderungen gestellt. Die Erträge sind hoch, aber auch sehr unregelmäßig.

Verbreitung

Der Furmint wird auf 2000 ha (1998) angebaut. 4/5 dieser Anbaufläche liegen in Ungarn. Hauptanbaugebiet ist die Tokajer Weinbauregion; er ist dort die Trägersorte des berühmten Tokajers. Außerdem wird diese Rebe traditionell in Rumänien, Kroatien, Moldawien und der Ukraine (Krim) angebaut. Besondere Beachtung fand sie auch in der Weinbauregion Ljutomer (Luttenberg, Slowenien). Neuerdings werden verstärkt Rieden in Österreich (Burgenland, Rust), wo sie 1987 wieder als Qualitätsweinsorte zugelassen wurde, sowie in Südafrika mit dieser Rebe bestockt. Einige Vorkommen gibt es auch in Algerien und Südafrika. In Deutschland und der Schweiz kommt die Rebe praktisch nicht vor.

Der Furmint wird in einigen Gebieten im Gemischten Satz mit Pošip, Grasa und Šipon angebaut, weshalb diese Reben häufig als Synonyme des Furmint angesehen wurden. Diese Vermutung ist jedoch falsch; Pošip, Grasa und Šipon sind eigenständige Rebsorten, die zum Teil bemerkenswerte Weine hervorbringen.

Weine

Unter den Botrytis-Süßweinen hat neben dem Tokajer auch der Ruster Ausbruch weltweite Geltung.

Früher wurden neben den Auszugsweinen aus der Furminttraube vor allem mittelsüße Weine von minderer Qualität erzeugt. Sorgfältig gelesen und mit großem Fachwissen gekeltert können mit dem Furmint auch mächtige, trockene Weißweine von edler Güte und langer Lagerfähigkeit erzielt werden. Insbesondere die Region Tokaj hat diesbezüglich seit Anfang der 1990er Jahre enorme Fortschritte gemacht. Erwähnenswert ist auch, dass es sehr erfolgversprechende Versuche gibt den Furmint im Barrique auszubauen und damit insbesondere die Säurestruktur harmonischer einzubinden. Gelungene Weine sind extraktreich, säurebetont und rassig; im Bukett weisen sie manchmal eine leichte Kamillenote sowie ein deutliches Honigaroma auf. Die Farbe der Weine ist ein tiefes Goldgelb, ihr Alkoholgehalt liegt oft bei 13 Vol.-% und darüber.

Synonyme

Die Rebsorte Furmint ist auch unter den Namen Allgemeiner, Alte Sestrebe, Arany Furmint, Beregi Furmint, Bieli Moslavac, Biharboros, Bihari Boros, Bihari Boros, Budai Goher, Cimigera, Csapfner, Csillagvirága Furmint, Damzemy, Demjén, Domjén, Edelweißer Tokajer, Edler weißer Furmint, Fehér Furmint, Formint, Formont, Fourminte, Furmint bianco, Furmint de Minis, Furmint Szagos, Furmint Változó, Gelber Moster, Gemeiner, Görgény, Görin, Goher Fehér, Gorin, Grasa de Kotnar, Hólyagos Furmint, Járdánszki Furmint, Kéknyelű, Kereszteslevelű Furmint, Király Furmint, Krhkopetec, Ligetes Furmint, Luttenberger, Madárkás Furmint, Mainak, Maljak, Malmsey, Malnik, Malvasia verde, Malvoisie verte, malzak, Mehlweiss, Moscavac bijeli, Moslavac, Moslavac bijeli, Moslavac zuti, Moslavina, Mosler, Mosler gelb, Mosler gelber, Moslertraube, Moslovac, Moslovez, Nemes Furmint, Poam Grasa, Poma Grasa, Poshipon, Pošip, Pošipbijeli, Pošipveliki, Pošip Vrgonski, Posipel, Posipon, Pospisel, Rongyos Furmint, Salver, Sari Furmint, Sauvignon Vert, Schimiger, Schmiger, Seestock, Seeweinrebe, Shipo, Shipon, Shiponski, Sipelj, Šipon, Som, Som shipo, Somszölö, Szala, Szalai, Szalai janos, Szalay Göreny, Szegszolo, Szegzölö, Szigethy Szöllö, Szigeti, Toca, Toca Tokai, Tokai Krupnyi, Tokaiskii, Tokaisky, Tokajer, Tokay, Tokayer, Ungarische, Weisslabler, Weisslauber, Zapfete, Zapfner und Zilavka bekannt.

Siehe auch

Heunisch, Liste von Rebsorten

Literatur

Einzelnachweise

  1. Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone. Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, Klosterneuburg 2008.

Kategorien: Weißweinsorte

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Furmint (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.