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Fuerza Aérea de Chile


Fuerza Aérea de Chile

Aufstellung 1. März 1930
Land Chile Chile
Typ Teilstreitkraft (Luftstreitkräfte)

Die Fuerza Aérea de Chile (FACh) sind die Luftstreitkräfte der Republik Chile und die dritte von vier Teilstreitkräften der chilenischen Streitkräfte. Sie wird von General Osvaldo Sarabia Vilches geführt und ist mit 10.600 Soldaten in Bezug auf den Personalbestand zwar nicht die größte, aber die mit am besten ausgerüstete Luftstreitkraft Lateinamerikas. Dies resultiert insbesondere aus dem Kupfergesetz von 1958 (Ley del Cobre Reservado), nach dem 10 % der Kupferexporterlöse ausschließlich dem Militär zustehen.

Geschichte

Der Vorläufer der FACh, Servicio de Aviación Militar de Chile wurde bereits 1910 gegründet. Wichtige Aufgaben waren zunächst nichtmilitärischer Art wie die Erkundung der Anden, Langstreckenflüge oder die Luftpostbeförderung. In diesem Postdienst liegen auch die Wurzeln der heutigen LAN Chile. Die von Heer und Marine unabhängige Luftstreitkraft wurde schließlich am 21. März 1930 unter der Bezeichnung Fuerza Aérea Nacional (FAN) gegründet.[1] Ihr erster Oberbefehlshaber war Comodoro Arturo Merino Benítez, nachdem heute der internationale Flughafen Santiago de Chile benannt ist.

Zum ersten militärischen Einsatz kam es am 7. September 1931 bei einer Meuterei von Seeleuten in Coquimbo. Zum zweiten Mal wurde die FACh beim Militärputsch von 1973 eingesetzt, wobei in Talcahuano gestartete Hawker Hunter den Präsidentenpalast La Moneda, das Haus des sozialistischen Präsidenten Salvador Allende und Radiostationen bombardierten.

Ausrüstung

Die Luftwaffe verfügt seit 2007 über 28 F-16-Kampfjets, die aus den USA und den Niederlanden geliefert wurden (6 F-16C Bl50M, 4 F-16D Bl50M, 11 F-16A MLU Bl20 und 7 F-16B MLU Bl20). Im Mai 2009 hat die chilenische Regierung weitere 18 F-16 Kampfflugzeuge in den Niederlanden gekauft. So wird Chile nach 2010 eine Flotte von 46 F-16 Kampfflugzeugen besitzen. Außerdem werden noch einige stark modernisierte Kampfflieger F-5 Tiger III Plus geflogen, sowie bis vor kurzem auch 18 Mirage-Mirsip (wurden als "Elkan" bezeichnet) und 15 Mirage-Pantera. Sie sind auf den Luftwaffenstützpunkten Los Condores und Cerro Moreno sowie in Chabunco (Patagonien) disloziert.

Mit ENAER Empresa Nacional de Aeronáutica begann Chile 1984 mit dem Aufbau einer eigenen Luftfahrtindustrie. Momentan werden hauptsächlich Trainingsflugzeuge von Typ T-35 „Pillán“ und ENAER Eaglet hergestellt, daneben werden modifizierte Varianten der Mirage 50, namens ENAER Pantera gebaut. ENAER arbeitet eng mit der spanischen CASA, heute Airbus Military, zusammen und bietet Dienste zur Flugzeugwartung und zum Flugzeugteilebau an. Die chilenische Luftwaffe setzt eine Reihe von ENAER- und CASA-Flugzeugtypen ein. Drei bestellte Airbus A400M Transportflugzeuge wurden abbestellt, ebenso wie zwei A310 MRTT Maschinen mit "flying-boom". Anstelle der letzteren wurden 3 KC-135E überholt, modernisiert und die letzte Maschine im März 2012 geliefert.

Flugzeuge

Übersicht, Stand Ende 2010:

Hubschrauber

Eine Übersicht auch ehemaliger Flugzeugtypen befindet sich in Abschnitt 6 des entsprechenden Artikels in der spanischsprachigen Wikipedia.

Stützpunkte

Die Luftwaffe besteht aus fünf Luftbrigaden mit Hauptquartieren auf den folgenden Militärflugplätzen, von Norden nach Süden (Es sind nur die fliegenden Einheiten aufgeführt, Stand 2012.):

Auf dem Festland betreiben die chilenischen Luftstreitkräfte noch folgende weitere Plätze.

Sie unterhält ferner die Base Aérea “Teniente Rodolfo Marsh” auf der King-George-Insel in der Antarktis und unterhält auch eine kleine Präsenz auf dem Flughafen Mataveri der Osterinsel.

Weblinks

Fuerza Aérea de Chile (Abzeichen) Fuerza Aérea de Chile (Kokarde 1918–1930)

Einzelnachweise

  1. Santiago Rivas: Junkers F 13 und K 30 bei den chilenischen Luftstreitkräften – Vom Transporter zum Bomber. In: Klassiker der Luftfahrt. Nr. 5, 2012, S. 53.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fuerza Aérea de Chile (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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