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Froschtest


Froschtest oder Krötentest (Galli-Mainini-Test) war früher eine Methode zur Schwangerschaftsfrüherkennung, also ein biologischer Schwangerschaftsnachweis.

Methode

Einem Krallenfrosch (auch Apothekerfrosch genannt) wurde Urin oder Blutserum einer (weiblichen) Testperson subkutan in den dorsalen Lymphsack injiziert. Wenn das Weibchen nach zwölf bis 24 Stunden Laich absetzte bzw. beim Männchen eine Spermatorrhö zu beobachten war (ähnlich wie bei der Aschheim-Zondek'sche Reaktion bei Mäusen), dann galt die getestete Frau als schwanger. Der Frosch- oder Krötentest war bis in die 1960er-Jahre die Methode der Wahl zur frühen Feststellung einer Schwangerschaft. Heute ist er durch immunologische Schwangerschaftstests ersetzt worden.

Das Versuchstier stand nach einer gewissen Erholungspause von einigen Wochen für den nächsten Test wieder zur Verfügung; außer den Injektionen musste das Tier keine Qual erleiden. Teilweise wurden die Frösche auch wieder in die freie Wildbahn entlassen.

In Nicaragua und Burkina Faso wurde der Krötentest wie folgt durchgeführt: Man nahm eine weibliche Kröte und setzte sie in den Urin einer vermutlich schwangeren Frau. Den Urin nahm das Tier über seine Haut auf. Im Falle einer Schwangerschaft begann die Kröte innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Stunden zu laichen – ausgelöst durch die Schwangerschaftshormone im Urin der Frau.[1]

Amphibiensterben

Die zum Froschtest verwendeten afrikanischen Krallenfrösche waren oft vom Chytridpilz befallen, der dadurch weltweit verbreitet wurde und heute als eine der Ursachen für das globale Amphibiensterben angesehen wird.

Zitate

  • In dem Spielfilm Tana, Dona und Lukretia[2] der Regisseurin Milena Andonowa (Bulgarien 2006) wird die Schwangerschaft der Jurastudentin Lukretia (Diana Dobreva) mit Hilfe eines Froschtests nachgewiesen.
  • Im Roman Bitteres Geheimnis von Barbara Wood, der im Jahr 1963 spielt, wird bei der sechzehnjährigen Mary Ann McFarland eine Schwangerschaft mit Hilfe des Froschtestes nachgewiesen. Das streng katholisch erzogene Mädchen weist jeglichen intimen Kontakt zu ihrem Freund zurück und so entwickelt sich ein Konflikt zwischen katholischen Verhaltensregeln und der Naturwissenschaft, bei dem auch der Vorgang einer Parthenogenese (Jungfernzeugung) thematisiert wird.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Froschtest – Der Frosch erkennt die Schwangerschaft. In: Optikur.de. Abgerufen am 28. August 2009.
  2. Milena Andonowa (Regie): Maimuni prez zimata. Proventus Film House, Bulgarien / Deutschland 2006 (Festivaltitel=Affen im Winter, Kinotitel in Deutschland: Tana, Dona und Lukretia).
  3. Barbara Wood: Bitteres Geheimnis. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-596-10623-0 (Originaltitel: Childsong (1981). Übersetzt von Mechtild Sandberg).
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