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Friesenhagen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Kirchen (Sieg)
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 51,36 km²
Einwohner: 1564 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 51598
Vorwahlen: 02734, 02294, 02297
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 037
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausweg 2
51598 Friesenhagen
Webpräsenz: www.kirchen-sieg.de
Bürgermeister: Norbert Kläs (SPD)
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Friesenhagen im Wildenburger Land ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) an. Friesenhagen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie

Geographische Lage

Friesenhagen ist die nördlichste Gemeinde von Rheinland-Pfalz und mit einer Fläche von 51,3 Quadratkilometern die größte im Landkreis Altenkirchen. Ihr südlichstes Gegenstück, Neuburg am Rhein, ist 280 Straßenkilometer entfernt.

Ortsteile

Bahnhof Wildenburg, Bettorf, Bockenbaum, Busenbach, Busenhagen, Dernbach, Diedenberg, Engelshäuschen, Erlenbruch, Eueln, Friesenhagen, Gerndorf, Gerndorferhöhe, Girtseifen, Gösingen, Gösingerhütte, Götzen, Grendel, Großlangenbach, Gut Altenhofen, Hammer, Hammerhöhe, Heiligenborn, Helmert, Hilchenbach, Höfchen, Höferhof, Hohhäuschen, Hollenseifen, Hühnerkamp, Hundscheidt, Johannesberg, Kappenstein, Köppernöll, Krottorf mit Schloss Crottorf, Kuchenwald, Kücheln, Küchelschlade, Küchelseifen, Mittelsolbach, Möhren, Mohrenbach, Mühlenhof, Mühlenseifen, Neuhöhe, Niedersolbach, Oberhausen, Obersolbach, Oberweidenbruch, Quasthöhe, Ritterwäldchen, Rübegarten, Schlade, Schmalenbach, Schmalenbachsmühle, Schönbach, Sommerhof, Staade, Stausberg, Steeg, Steegerhütte, Truttenseifen, Unternädrigen, Wasserhof, Wassermühle, Weidenbruch, Weierseifen, Westbach, Wiesental, Wildenburg mit Burg Wildenburg, Wippe, Wippermühle, Wittershagen, Wöllenbach, Ziegenschlade.[3]

Gewässer

Im Osten von Friesenhagen entspringt der Wisser Bach, der in Wissen in die Sieg mündet. Außerdem durchfließt die Bigge in einem kurzen Abschnitt die Gemarkung. Der Wildenburger Bach liegt im Norden des Dorfes und wird vor seiner Mündung in den Wisser Bach noch vom Weierbach gespeist. Westlich von Wildenburg-Bahnhof liegen außerdem noch die Weiher Wildenburger Weiher, Biggeweiher, Oberweiher und Unterweiher. Im Süden des Dorfes liegt noch der Gösinger Weiher, nahe dem gleichnamigen Ortsteil.

Geschichte

Friesenhagen wurde erstmals im Jahre 1131 in einer Urkunde von Papst Innozenz II. erwähnt.

Hexenverfolgungen

Den Hexenverfolgungen in Friesenhagen/ Wildenburger Land fielen in der Zeit von 1590 - 1652 über 200 Menschen zum Opfer. Die Hinrichtungsstätte war auf dem Blumenberg bei der heutigen Anna-Kapelle Friesenhagen.[4] [5]

Besonders bekannt wurde der Hexenprozess gegen Agnes Schmitt, die am 17. Dezember 1650 hingerichtet wurde.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Friesenhagen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 1.327
1835 1.578
1871 1.479
1905 1.575
1939 1.380
Jahr Einwohner
1950 1.578
1961 1.515
1970 1.610
1987 1.660
2005 1.732

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Friesenhagen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 9 6 16 Sitze
2009 5 11 16 Sitze
2004 5 11 16 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Friesenhagen befinden sich einige unter Denkmalschutz gestellte Kulturdenkmäler:[8]

Kulturdenkmäler im Ort

  • Die katholische Pfarrkirche St. Sebastian. Von der ursprünglich spätromanischen dreischiffigen Kirche ist nur der 1751 erhöhte Turm und der Triumphbogen erhalten. Der Hauptchor wird dem Anfang des 16. Jahrhunderts zugerechnet. Innen eine bemerkenswerte Ausstattung mit Werken aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der Taufstein stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.[9]
  • Die Denkmalzone Ortskern mit zahlreichen, gut erhaltenen Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert (südlich und östlich der Kirche; Hauptstraße, Klosterstraße, Strahlenbachstraße)
  • Das ehemalige Franziskanerkloster, ein langgestreckter Walmdachbau aus Bruchstein, errichtet 1741 bis 1744 (Klosterstraße)

Kulturdenkmäler im Gemeindegebiet

  • Das Schloss Crottorf ist als Denkmalzone ausgewiesen; das Schloss, im Kern eine mittelalterliche Wasserburg, stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Zur Denkmalzone gehören unter anderem die ehemalige Mühle, die Kapelle zum Heiligen Kreuz (1701) und ein Balkenkreuz von 1620.
  • Die Ruine der Burg Wildenburg mit gotischem Bergfried und Mauerresten aus der Zeit vom 14. bis zum 18. Jahrhundert.
  • Die Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes, ein Putzbau aus dem 18. Jahrhundert (oberhalb von Friesenhagen)
  • Die Rochuskapelle, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert (westlich der Wildenburg)
  • Die St.-Anna-Kapelle, die so genannte Rote Kapelle, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert (oberhalb von Friesenhagen).[10] Eine Tafel[11] neben der Roten Kapelle und der alten Linde erinnert an die Hexenprozesse im 17. Jahrhundert.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wurde Friesenhagen 1971 mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Weblinks

 Commons: Friesenhagen  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 10 (PDF; 2,2 MB)
  4. Uwe Knepper: Friesenhagen, Der Hexenwahn im Wildenburger Land, Word Wizard Selbstverlag, 2007
  5. Die Friesenhagener Hexenprozesse
  6. Josef Rinscheid: Noch einmal meine Kinder sehen. Eine geschichtliche Erzählung aus der Zeit des Hexenwahns im Wildenburger Land, Niederfischbach 1950. Volltext unter: http://www.movingfunpictures.de/buch/nocheinmalmeineKindersehen.pdf
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Altenkirchen, Seite 9 (PDF; 1,4 MB)
  9. Georg Dehio: Rheinland-Pfalz, Saarland. Deutscher Kunstverlag, München 1984, ISBN 3-422-00382-7 (Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler).
  10. http://www.reisefuehrer-deutschland.de/rheinland-pfalz/westerwald/friesenhagen/rote-kapelle-in-friesenhagen.htm
  11. Gedenktafel
  12. Adresse: Wiesental/ Ziegenschlade, 51598 Friesenhagen

Kategorien: Ort im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) | Friesenhagen | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Friesenhagen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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