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Friedrichswalde


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Friedrichswalde im Landkreis Barnim, zu weiteren Bedeutungen siehe Friedrichswalde (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: BarnimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Joachimsthal (Schorfheide)
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 45,07 km²
Einwohner: 807 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16247
Vorwahl: 033367
Kfz-Kennzeichen: BAR, BER, EW
Gemeindeschlüssel: 12 0 60 068
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Joachimsplatz 1-3
16247 Joachimsthal
Webpräsenz: www.amt-joachimsthal.de
Bürgermeister: Bernhard Ströbele
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Friedrichswalde ist eine Gemeinde nördlich der Stadt Joachimsthal im brandenburgischen Landkreis Barnim. Sie wird vom Amt Joachimsthal (Schorfheide) verwaltet. Seit dem 24. Juli 2013 führt die Gemeinde offiziell, auch auf den Ortseingangsschildern, die Zusatzbezeichnung „Holzschuhmacherdorf“.[2]

Geografie

Friedrichswalde liegt am östlichen Rand der Schorfheide im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Friedrichswalde besteht aus den beiden Ortsteilen Friedrichswalde und Parlow-Glambeck. Parlow-Glambeck wurde am 1. Februar 2002 eingemeindet.[3]

Geschichte

Der Ort wurde 1748 auf Erlass des preußischen Königs Friedrich II. gegründet, dem es seinen Namen verdankt. Er veranlasste auch, dass sich 30 Bauernfamilien aus der Kurpfalz und Rheinhessen hier ansiedelten, die gegen persönliche Erleichterungen die durch den Dreißigjährigen Krieg verwaisten Ländereien in Bearbeitung nahmen. Dazu kamen bis 1768 weitere 22 Büdner-Familien. Aus den von Friedrich II. gewährten Privilegien resultierte eine gewisse Sonderstellung zu den Bewohnern der Nachbarorte, was ziemlich lange einen speziellen Ruf der Friedrichswalder mit sich brachte, wie der Ortschronik zu entnehmen ist. Mit den Kolonisten wurde auch die Kenntnis für die Fertigung von Holzschuhen nach Friedrichswalde gebracht. Obwohl von Friedrich II. verboten, stellte schon nach wenigen Jahren jede zweite Familie in Friedrichswalde Holzschuhe her, die bis Mitte der 1950er Jahre hier produziert wurden. Daraus entstand die Bezeichnung als größtes Holzschuhmacherdorf Deutschlands. An diese Tradition knüpft die seit 2009 bestehende historische Holzschuhmacher-Werkstatt auf dem Pfarrhof an. Die 1776–1783 entstandene Reformiertenkirche, ein Fachwerkbau, wurde 1890 mit Backstein umbaut und erhielt ihre heutige Gestalt. Vor der Kirche befindet sich ein großer Granitstein, der den 30 Erstsiedlerfamilien gewidmet ist und Auskunft über ihre Ankunft in der Mark Brandenburg 1748 gibt.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 1 126
1890 1 074
1910 1 182
1925 1 116
1933 1 116
1939 1 121
1946 1 401
1950 1 416
1964 1 074
1971 992
Jahr Einwohner
1981 884
1985 806
1989 789
1990 754
1991 749
1992 780
1993 686
1994 717
1995 714
1996 713
Jahr Einwohner
1997 707
1998 718
1999 761
2000 756
2001 760
2002 944
2003 941
2004 963
2005 965
2006 940
Jahr Einwohner
2007 902
2008 894
2009 895
2010 888
2011 839
2012 844
2013 824
2014 809

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Friedrichswalde besteht aus 7 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Wählergruppe für Friedrichswalde 3 Sitze
  • Einzelbewerber Mario Jaensch 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Jutta Senften 1 Sitz
  • Einzelbewerber Heimfried Jaensch 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Judith Schädler 1 Sitz

Bürgermeister

Bernhard Ströbele wurde als Einzelbewerber in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 87,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[8] gewählt.[9]

Wappen

Das Wappen wurde am 12. November 1997 genehmigt.

Blasonierung: „Von Gold und Schwarz geteilt, oben ein durchgehender schwarzer Flechtzaun, unten ein linksgewendeter goldener Holzschuh.“[10]

Gemeindepartnerschaft

Die Gemeinden Esselborn und Friedrichswalde vereinbarten im Oktober 1999 eine Partnerschaft.

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Friedrichswalde und in der Liste der Bodendenkmale in Friedrichswalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Kulturdenkmale.

Sehenswert sind die Dorfkirche und der Taubenturm im Ortsteil Glambeck.

Naturdenkmale

Siehe Liste der Naturdenkmale in Friedrichswalde

Verkehr

Friedrichswalde liegt an der Landesstraße L 23 von Templin nach Eberswalde.

Private Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
nichtgewerblich zugelassene PKW (zum 1.1.)[11] 506 495 504 507 507 507 509 500
nichtgewerbliche PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 561 554 563 571 604 601 618 618
Vergleichswert Land Brandenburg 475 479 486 493 506 508 510 512

Die Anbindung von Friedrichswalde an die Eisenbahn erfolgte 1898. Der Bahnhof Friedrichswalde (b Eberswalde) liegt an der Bahnstrecke Britz–Fürstenberg, die – zum Regionalnetz Ostbrandenburg der DB Netz AG gehörig – zuletzt im SPNV von der ODEG bedient wurde. Der SPNV zwischen Templin und Joachimsthal wurde ab Fahrplan 2007 vom Land abbestellt. Die restliche Strecke wird inzwischen von Zügen der NEB Betriebsgesellschaft befahren. Die Strecke wird seitdem zwischen Templin und Joachimsthal nur noch gelegentlich für den Güterverkehr genutzt.

Durch den Ortsteil Glambeck-Parlow verläuft der Fernradweg Berlin–Usedom.

Persönlichkeiten

  • Friedrich Wilhelm von Redern (1802–1883), preußischer Generalintendant und Politiker, Besitzer von Gut Glambeck
  • Paul Thränert (1875–1960), Gewerkschafter, in Friedrichswalde geboren
  • Bruno Endrejat (1908–1945), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, in Friedrichswalde geboren

Weblinks

 Commons: Friedrichswalde  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Mitteilung des Innenministeriums Brandenburg
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. Heimatverein Pfälzer Erbe e.V.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Barnim . S. 14–17
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  8. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  11. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

Kategorien: Ort im Landkreis Barnim | Friedrichswalde | Gemeinde in Brandenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrichswalde (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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