Friedrich Groos - LinkFang.de





Friedrich Groos


Friedrich Groos (* 23. April 1768 in Karlsruhe; † 15. Juni 1852 in Eberbach/Neckar) war ein deutscher Arzt und Philosoph.

Der Sohn des badischen Hof- und Kirchenrats Emanuel Groos studierte ab 1788 Rechtswissenschaften in Tübingen und Stuttgart. An 1792 studierte er Medizin in Freiburg im Breisgau und Pavia. 1796 promovierte er und arbeitete danach beim Stadtphysikus in Karlsruhe.

Während einer schweren Erkrankung vertiefte er sich in die Schriften der Stoa. Von 1805 bis 1813 war er als Arzt in Odenheim, Gochsheim, Karlsruhe und in Stein bei Pforzheim tätig. 1814 trat er die Nachfolge von Johann Christian Roller, des Vaters von Christian Friedrich Roller, als leitender Arzt in der Irren- und Siechenanstalt in Pforzheim an.

Mit der Verlegung der Irrenanstalt im Jahre 1826 siedelte er nach Heidelberg über. Dort hielt er auch Vorlesungen über Psychiatrie und trat 1836 in den Ruhestand. Der Abschied von der Tätigkeit als Arzt wurde mit der Verleihung des Ritterkreuzes des Zähringer Löwenordens geehrt.

Er gehört mit seinen Schriften zur Richtung der Romantik um 1800. Er hatte Schriften zur Philosophie, Medizin, Psychologie, Psychiatrie und Gerichtsmedizin verfasst. Er führte Geisteskrankheiten sowohl auf psychische wie auch auf geistige Ursachen zurück. Er beurteilt die Ursachen auf „unglückliche Vereinigung und den Zusammenfluss einer psychischen oder moralischen und einer organischen Abnormität.“ Die entsprechende Behandlung könne deshalb nur körperlich und psychologisch erfolgen.

Werke

  • Betrachtungen über die moralische Freiheit und Unsterblichkeit. 1818.
  • Über das homöopathische Heilprincip. Ein kritisches Wort. 1825.
  • Untersuchungen über die moralischen und organischen Bedingungen des Irreseyns und der Lasterhaftigkeit. 1826.
  • Entwurf einer philosophischen Grundlage für die Lehre von den Geisteskrankheiten. 1828.
  • Ideen zur Begründung eines obersten Princips für die psychische Legalmedicin. 1829.
  • Die Schellingsche Gottes- und Freiheitslehre vor den Richterstuhl der gesunden Vernunft gefordert. 1829.
  • Meine Lehre von der persönlichen Fortdauer des menschlichen Geistes nach dem Tode. 1840.
  • Der Weg durch den Vorhof der politischen Freiheit zum Tempel der moralischen Freiheit. 1849 (darin auch seine Autobiographie).

Literatur

Weblinks


Kategorien: Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter) | Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) | Geboren 1768 | Gestorben 1852 | Philosoph (19. Jahrhundert) | Philosoph der Frühen Neuzeit | Deutscher | Mann | Mediziner (19. Jahrhundert)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich Groos (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.