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Freienfels (Weinbach)


Freienfels
Gemeinde Weinbach
Höhe: 202 (170–212) m
Einwohner: 457 (31. Dez. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 35796
Vorwahl: 06471

Freienfels ist ein Ortsteil der Gemeinde Weinbach im Landkreis Limburg-Weilburg (Hessen). Bekannt ist der Ort durch die Freienfelser Ritterspiele, die über den 1. Mai veranstaltet werden.

Geografie

Der Ort liegt im östlichen Hintertaunus, nördlich des Kernorts von Weinbach. Am Nordrand von Freienfels fließt die Weil. Des Weiteren mündet der Weinbach hier in die Weil. Markantester Punkt ist die Burg Freienfels.

Geschichte

Der Ort Freienfels bestand aus den drei Ortschaften Mainlinten, Hohenlinten und Remerstegen. Ortskern des heutigen Freienfels bildete Mainlinten, dessen urkundliche Ersterwähnung im Jahr 750, deshalb auch diese von Freienfels ist. Im Archiv des Klosters Fulda heißt es, dass die verwitwete Gräfin Adaltrud ihre Besitztümer in Mainlinten und weiteren Orten dem Kloster schenkte.

Der Name „Freienfels“ wird erstmals im Testament vom 3. November 1327 des Propstes von Gemünden erwähnt, als die Burg Freienfels zusammen mit der Siedlung Mainlinten genannt wird. Seitdem sind Ortschaft und Burg ausschließlich zusammen als Frigenwels und im Jahr 1359 dann als Fryenfels erwähnt worden.

Am 1. Dezember 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Freienfels in die Gemeinde Weinbach eingegliedert.[2]

Verkehr

Ehemaliger Bahnanschluss

Um die reichen Rohstoffvorkommen in der abgelegenen Region besser abtransportieren zu können, begann man 1889 mit dem Bau einer von der bereits bestehenden Lahntalbahn abzweigenden Stichstrecke von Weilburg bis Weilmünster, die am 1. November 1890 feierlich eröffnet wurde. 1892 erfolgte die Eröffnung der Verlängerung von Weilmünster nach Laubuseschbach. 1909 ging die Verbindung zwischen Weilmünster und Grävenwiesbach in Betrieb, so dass Freienfels auch eine Verbindung nach Frankfurt am Main hatte.

Niedergang und Stilllegung

Ab dem Winterfahrplan 1955 wurde der Personenverkehr auf der kurzen Stichbahn Weilmünster – Laubuseschbach komplett eingestellt, der Güterverkehr allerdings erst 1968. In den 60er Jahren schraubte man bewusst den Betrieb auf dem Stück Weilburg – Grävenwiesbach immer mehr zurück, so dass 1969 die endgültige Einstellung von Personen- und Güterverkehr zwischen Weilburg und Grävenwiesbach erfolgte. Die Strecken wurden komplett stillgelegt und ein Jahr später bereits abgebaut. Auf dem Reststück zwischen Weilmünster und Weilburg wurde noch bis Ende der 1980er Jahre Güterverkehr im Übergabeverfahren betrieben, der Personenverkehr kehrte nur noch durch einige wenige Sonderfahrten zeitweise zurück. Heute befinden sich auf den Bahnstrecken zum Teil Radwege.

Einrichtungen und Freizeitmöglichkeiten

Die „Freienfelser Ritterspiele“ ist eine der größten deutschen Mittelalterveranstaltungen, zu der sich jährlich Hunderte von Akteuren und Tausende von Zuschauern aus ganz Europa einfinden.

Einrichtungen

In der Ortschaft besteht die Freiwillige Feuerwehr Freienfels, gegründet 1934 (seit 12. März 1993 mit Jugendfeuerwehr).

weitere Freizeitmöglichkeiten

Es existieren in Freienfels das Dorfgemeinschaftshaus in der Brunnenstraße, der Sportplatz, ein Kinderspielplatz, eine Grillhütte und Wander- und Radwege.

Vereine

Auf Ortsebene bestehen die Vereine und Gruppen 1. FC Freienfels, Feuerwehrverein Freienfels e.V., gegründet 1934 (seit 12. März 1993 mit Jugendfeuerwehr), Förderverein Burgruine Freienfels e.V., Frauen- und Mädchenchor 1949 Freienfels e.V., Gymnastikgruppe Freienfels, Heimat- und Verschönerungsverein Freienfels, der FKK grün-weiß e.V. (Freienfelser Karnevals Klub), gegründet am 11. November 2003 und der Männergesangverein Eintracht 1859 Freienfels e.V.

Einzelnachweise

  1. Zahlen, Daten, Fakten auf der Gemeindeseite
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 372.

Weblinks


Kategorien: Ort im Landkreis Limburg-Weilburg | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Limburg-Weilburg) | Weinbach

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Freienfels (Weinbach) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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