Freie Wahl (1674) - LinkFang.de





Freie Wahl (1674)



1669 ←
19. Juni 1674 - 21. Juni 1674 → 1697

Wahl zum König von Polen und Großfürsten von Litauen
Kandidat Johann III. Sobieski Louis II. de Bourbon, prince de Condé Philipp Wilhelm von der Pfalz
Partei Piast-Fraktion Pro-Frankreich-Fraktion Pro-Frankreich-Fraktion

Kandidat Karl V. Leopold
Partei Pro-Habsburg-Fraktion

Vor der Wahl
Michael I.

Die Freie Wahl von 1674 war die insgesamt siebte ihrer Art zur Bestimmung des Königs und Großfürsten der Königlichen Republik der polnischen Krone und des Großfürstentums Litauen durch den Adel in seiner Gesamtheit.

Geschichte

Am 10. November 1673 starb der König von Polen und Großfürsten von Litauen Michael Korybut Wiśniowiecki in Lwów. Da der polnische Thron vakant war, musste eine neue Freie Wahl abgehalten werden. Im Jahr 1669 stellten der französische Herzog Louis, Grand Conde, Philipp Wilhelm von der Pfalz (beide von Ludwig XIV. unterstützt) sowie Karl V. Leopold die Hauptkandidaten dar.

Der Hetman Johann III. Sobieski, welcher eine sehr einflussreiche Person im polnisch-litauischen Staatenbund darstellte, hat sein Interesse an der polnischen Krone zunächst nicht ausgedrückt. Vor der Bekanntgabe erklärte er jedoch, gewählt werden zu wollen. Sobieski wurde von der litauischen Magnatenfamilie Pac gehasst, welche im Januar 1674 während einer Sejmversammlung verlangt hatte, dass ein Gesetz, welches den einheimischen Polen (oder Piasten) verbot bei der Wahl anzutreten, eingeführt werden sollte.

Schon die Tatsache, dass die Pac-Familie solch ein Gesetz befürwortete, bedeutete dass Sobieski von vielen, als ein möglicher Kandidat angesehen wurde. Sein Name wurde von den Gesandten des Hauses Habsburg sowie der französischen Zeitung La Gazette erwähnt. Die französischen Diplomaten gaben später bekannt, dass Sobieski selbst bei der Teilnahme an der Wahl zögerte und Grand Conde favorisiert hätte.

Die Wahl begann am Samstag, den 19. Juni 1674. Trotz Protest von Litauern und dem Bischof von Krakau Andrzej Trzebicki wurde die Durchführung durch Singen der Hymne Veni Sancte Spiritus eingeleitet. Der nächsten Tag wurde den religiösen Zeremonien sowie Verhandlungen hinter den Kulissen gewidmet. Am Montag, dem 21. Juni verkündete der Bischof von Vilnius Michał Pac den Piast-Kandidaten zu akzeptieren. In der Nacht des gleichen Tages wurde Johann III. Sobieski neuer König von Polen.

Quellen

  • U. Augustyniak, Historia Polski 1572–1795, Warszawa 2008
  • M. Markiewicz, Historia Polski 1494–1795, Kraków 2002

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Freie Wahl (1674) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.