Freie Demokratische Partei/Demokratische Partei Saar - LinkFang.de





Freie Demokratische Partei/Demokratische Partei Saar


Freie Demokratische Partei/Demokratische Partei Saar
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Basisdaten
Vorsitzender: Oliver Luksic
Ehrenvorsitzender: Werner Klumpp
Stellvertreter: Olaf Kühne
Roland König
Irene Keren
Schatzmeister: Björn Jacobs
Generalsekretärin: Claudia Fuchs
Mitglieder: 1.065 (Stand: Ende 2015)[1]
Website: www.fdp-saar.de

Die Freie Demokratische Partei/Demokratische Partei Saar ist eine Partei und der Landesverband Saarland der FDP.[2] Gemäß der Satzung wird bei Wahlen und in der Wahlwerbung nur die Bezeichnung „Freie Demokratische Partei“ geführt.[2]

Geschichte

Die Demokratische Partei Saar (Kurzbezeichnung: DPS) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im damals selbstständigen Saarprotektorat gegründet. Anfangs bekannte sie sich zur wirtschaftlichen Bindung an Frankreich und politischen Unabhängigkeit gegenüber Deutschland.[3] Da pro-deutsche Parteien zu Wahlen nicht zugelassen wurden, sammelten sich die national-konservativen Kräfte in der DPS, und machten sie zur „deutsch ausgerichteten Opposition“.[4] 1950 übernahm Heinrich Schneider, ehemals Leiter der Saarstelle der NSDAP, die Führung der Partei.[5][6] Wegen ihrer Unterstützung für einen Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland wurde sie vom Hohen Kommissar der französischen Besatzungsmacht 1951 verboten. Die DPS blieb in der Illegalität weiterhin aktiv und ging gegen die Verbotsverfügung auch gerichtlich vor. Erst im Abstimmungskampf 1955 wurde sie – wie auch CDU Saar und SPD Saarland – wieder zugelassen und erhielt bei der Landtagswahl 1955 24,2 % der gültigen Stimmen.

Nach dem Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland 1957 schloss sich die DPS als saarländischer Landesverband der FDP an.

Nach der Europawahl in Deutschland 2004 war die FDP/DPS mit Jorgo Chatzimarkakis im Europäischen Parlament und seit der Bundestagswahl 2009 bis zur Bundestagswahl 2013 mit Oliver Luksic im Deutschen Bundestag vertreten.

Nachdem bei der Landtagswahl im Saarland 2009 die Mehrheitsverhältnisse keine schwarz-gelbe Regierungsmehrheit ergaben, trat die FDP/DPS zusammen mit der CDU und Bündnis90/Die Grünen in die erste Jamaika-Koalition auf Landesebene ein. Als zweitgrößter Partner stellte die saarländische FDP in dem Dreierbündnis mit Christoph Georg Hartmann den stellvertretenden Ministerpräsidenten und mit Georg Weisweiler einen weiteren Minister. Der Vorsitzende der FDP/DPS Christoph Hartmann und der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Horst Hinschberger kündigten am 9. November 2010 den Rückzug von ihren Parteiämtern an, um ein Ende parteiinterner Querelen zu ermöglichen. Am 6. Januar 2012 wurde von der Ministerpräsidentin des Saarlands Annegret Kramp-Karrenbauer die Koalition für gescheitert erklärt. Als einen Grund nannte sie den „Zustand der Zerrüttung“[7] der FDP im Saarland. In der Folge musste die FDP/DPS bei der vorgezogenen Neuwahl am 25. März 2012 mit 1,2 % das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte hinnehmen und ist nicht mehr im Landtag des Saarlandes vertreten.

Vorsitzende

Vorsitzende des Landesverbands waren 1955–1962 Heinrich Schneider, 1962–1967 Paul Simonis, 1967–1970 Reinhard Koch, 1970–1984 Werner Klumpp, 1984–1990 Horst Rehberger, 1990–1991 Uta Würfel, 1991–1994 Harald Cronauer, 1994–1998 Walter Teusch, 1998–2000 Werner Klumpp, 2000–2002 Karl-Josef Jochem, 2002–2011 Christoph Hartmann und seit 2011 Oliver Luksic. Der ehemalige Landesvorsitzende und saarländische Wirtschaftsminister Werner Klumpp ist Ehrenvorsitzender.

Wahlergebnisse

Landtagswahlen

Landtagswahlergebnisse
in Prozent
25%
20%
15%
10%
5%
0%
Landtagswahlergebnisse[8]
Jahr Stimmen Sitze
1947 7,6 % 3
1955 24,2 % 12 (ab 1956: 13)
1960 13,8 % 7
1965 8,3 % 4
1970 4,4 % 0
1975 7,4 % 3
1980 6,9 % 4
1985 10,0 % 5
1990 5,6 % 3
1994 2,1 % 0
1999 2,6 % 0
2004 5,2 % 3
2009 9,2 % 5
2012 1,2 % 0

Siehe auch Landtagswahlen im Saarland

Bundestagswahlen

  • 1957: 18,2 % – 1 Sitz
  • 1961: 12,9 % – 1 Sitz
  • 1965: 08,6 %
  • 1969: 06,7 %
  • 1972: 07,1 %
  • 1976: 06,6 %
  • 1980: 07,8 %
  • 1983: 06,0 %
  • 1987: 06,9 % – 1 Sitz
  • 1990: 06,0 % – 1 Sitz
  • 1994: 04,3 %
  • 1998: 04,7 %
  • 2002: 06,4 % – 1 Sitz
  • 2005: 07,4 % – 1 Sitz
  • 2009: 11,9 % – 1 Sitz
  • 2013: 03,8 %

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [1] , abgerufen am 28. Januar 2016
  2. 2,0 2,1 § 1 der Satzung
  3. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41122164.html
  4. http://www.saar-nostalgie.de/Parteien1.htm
  5. Olaf Kühne, Annette Spellerberg: Historische Aspekte der Bildung regionaler Identitäten und heimatlicher Orientierungen im Saarland. In: Dies.: Heimat in Zeiten erhöhter Flexibilitätsanforderungen. Empirische Studien im Saarland. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden. S. 66.
  6. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31971355.html
  7. Kramp-Karrenbauer will Große Koalition. Spiegel Online, 6. Januar 2012, abgerufen am 6. Januar 2012.
  8. Ergebnisse der Landtagswahlen im Saarland

Kategorien: Landesverband der FDP | Partei im Saarland

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Freie Demokratische Partei/Demokratische Partei Saar (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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