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Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik


Fraunhofer-Institut für
Angewandte Optik und Feinmechanik
[[||Fraunhofer-Institut für
Angewandte Optik und Feinmechanik]]
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Jena
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften
Fachgebiete: Optik, Feinmechanik
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Länder (10 %)
Leitung: Andreas Tünnermann
Mitarbeiter: ca. 220
Homepage: www.iof.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), auch in der Kurzbezeichnung „Fraunhofer IOF“ genannt, ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (FhG). Das Institut hat seinen Sitz in Jena. Seine Aktivitäten sind der angewandten Forschung und Entwicklung im Fach Naturwissenschaften auf dem Gebiet der Optik und Feinmechanik zuzuordnen. Das Institut wurde 1992 gegründet.

Forschung und Entwicklung

Aufbauend auf die traditionellen Erfahrungen der Jenaer Region auf dem Gebiet der Oberflächen- und Dünnschichttechnologien für die Optik betreibt das Fraunhofer IOF Forschung und Entwicklung im Bereich der optischen Systemtechnik mit dem Ziel der immer besseren Kontrolle von Licht – von der Erzeugung über die Führung und Manipulation bis zur Anwendung. Hervorzuheben ist die Kombination von Kompetenzen auf den Gebieten Optik und Präzisionsmechanik.

Die Schwerpunkte gehen auch aus der Abteilungsstruktur hervor:

  • Optische Schichten
  • Optische Systeme, Optische Messtechnik
  • Mikrooptische Systeme
  • Feinwerktechnik

CMN-Optics

Im Juli 2006 wurde im Fraunhofer IOF das Center for Advanced Micro- and Nano-Optics (CMN-Optics) eröffnet. Herzstück der Einrichtung ist die Elektronenstrahl-Lithografie-Anlage SB350-OS. Diese Anlage, auch „Elektronenstrahlschreiber“ genannt, ermöglicht minimale Strukturgrößen im Bereich von 50 nm bei hoher Überdeckungsgenauigkeit auf Substratgrößen bis zu 300 mm. Das Zentrum wird gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Physik (IAP) der Friedrich-Schiller-Universität Jena betrieben, genutzt wird die Anlage auch vom Institut für Photonische Technologien (IPHT), Jena. Die Anlage kostete zwölf Millionen Euro und wurde aus Mitteln der Europäischen Union, des Freistaats Thüringen und der Fraunhofer-Gesellschaft finanziert.

Kooperationen

Im Jahr 2003 hat die Fraunhofer-Gesellschaft einen Kooperationsvertrag mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena abgeschlossen. Er ist Basis für die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern des Fraunhofer IOF und den Mitarbeitern des Instituts für Angewandte Physik der Universität Jena. Mit der Kooperation soll eine praxisnahe Ausbildung der Studenten, eine bessere Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis und die gemeinsame Nutzung der hochwertigen Geräteausstattung und Infrastrukturen beider Einrichtungen erreicht werden.

Infrastruktur

Ende 2006 waren am Fraunhofer IOF 151 Mitarbeiter beschäftigt, der überwiegende Teil davon sind Wissenschaftler und Techniker.

Der Betriebshaushalt des Fraunhofer IOF lag im Geschäftsjahr 2006 bei 10,6 Millionen Euro. Diese kamen zu etwa 12 % aus der Grundfinanzierung, welche zu 90 % aus Bundesmitteln und zu 10 % aus Landesmitteln finanziert wird. Rund 56 % des Betriebshaushalts waren Erträge aus der Auftragsforschung der Wirtschaft.

Das Fraunhofer IOF wird seit 2003 von Andreas Tünnermann geleitet, der auch Direktor des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist.

Das Institut verfügt über exzellent ausgestattete Labore auf einer Fläche von 2550 m². Darin eingeschlossen sind 860 m² Reinraum der Klasse 10000 bis 10 sowie eine höchsten Ansprüchen genügende Mechanik-Werkstatt.

In den Jahren 2002 und 2013 wurden auf dem Beutenberg Campus in Jena jeweils Erweiterungsbauten errichtet.[1]

Auszeichnungen

Gemeinsam mit dem Halbleiter-Hersteller-Unternehmen Osram Opto Semiconductors aus Regensburg haben Forscher des Jenaer Fraunhofer-Instituts, geleitet von Andreas Bräuer, am 6. Dezember 2007 den mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis erhalten. Ihre Innovation bestand aus verbesserten Chips, einem Gehäuse und einer Spezialoptik, die leistungsstärkere Leuchtdioden ermöglichen.[2]
Stefan Nolte vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) und Friedrich-Schiller-Universität Jena erhielt zusammen mit Jens König (Robert Bosch GmbH) und Dirk Sutter (Trumpf Laser) am 4. Dezember. 2013 den Preis für ihre Arbeiten mit Ultrakurzpulslasern.[3][4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Das Glas der Weisen in FAZ vom 13. Juli 2013, Seite 38
  2. Zukunftspreis für Forscher aus Jena und Regensburg (heise news, 7. Dezember 2007)
  3. Deutscher Zukunftspreis 2013 – Gewinner haben neues Laser-Werkzeug erfunden (Wirtschaftswoche, 4. Dezember 2013)
  4. Kontrolliert verdampft. Deutscher Zukunftspreis 2013. Fraunhofer-Gesellschaft (Pressemitteilung), 4. Dezember 2013, abgerufen am 6. Juni 2014.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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