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Frauenordination (Christentum)


Frauenordination bezeichnet die Ordination von Frauen zum geistlichen Amt in Kirchen und christlichen Gemeinschaften. Nach frühchristlicher Lehre und Tradition ist das Weihesakrament ausschließlich Männern vorbehalten. In manchen reformierten, anglikanischen und altkatholischen Kirchen und anderen christlichen Gemeinschaften wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts die Frauenordination eingeführt und ist ein kontroverses Thema in der ökumenischen Bewegung und teilweise auch innerhalb einzelner Kirchen oder Kirchengemeinschaften. In manchen Kirchen sind Frauen auch nur für bestimmte Ämter zugelassen.

Historische Entwicklung

Vorchristliche Tradition

Im antiken Judentum war der priesterliche Dienst im Tempel auf die männlichen Nachkommen Aarons, die Aaroniten aus dem Stamm Levi, beschränkt und kannte im Gegensatz zu heidnischen Religionen kein Frauenpriestertum. Frauen gelten zudem im traditionellen Judentum während bestimmter Zeiten im Zusammenhang mit Menstruation und Geburt als rituell unrein.

Frühes Christentum

Zur Übernahme des rein männlichen Opferpriestertums aus dem Judentum kam im Frühchristentum der Gedanke, dass Frauen nicht die Eucharistie in persona Christi („in Person Christi“), des „Bräutigams“ gegenüber der als weiblich gedachten Gemeinde (der „Braut Christi“), zelebrieren können. Die von Jesus Christus auserwählten zwölf Apostel, die nach traditionellem Verständnis den Kern des christlichen Bischofsamtes und Priestertums bildeten (Apostolische Sukzession), waren allesamt Männer.

Historisch ist eine Frauenordination nur in der Sekte der Montanisten nachweisbar. Dieses Faktum wurde auch in der zeitgenössischen Auseinandersetzung für die Verurteilung der Sekte maßgeblich herangezogen. Andere historische Belege sind zumindest unklar.

Hinsichtlich der Frage des ur- und frühchristlichen Verständnisses von Kirchenamt und Priestertum ist ein wissenschaftlicher und mitunter ideologischer Disput im Gange, ob diese Institute bereits im Urchristentum in jenem Sinne vorhanden waren, der ihnen von den vorreformatorischen Kirchen beigelegt wird, oder ob es sich dabei um Entwicklungen in nachapostolischer Zeit handelt. Damit verbunden ist die Frage, ob es im Urchristentum eine Frauenordination begrifflich überhaupt geben konnte.

Das geistliche Amt der Diakonin stand Frauen bereits zur Zeit des Neuen Testaments offen. So enthält der Römerbrief eine Empfehlung für die Diakonin Phoebe aus der Gemeinde von Kenchreä (Röm 16,1–2 EU ) . Strittig ist jedoch, ob die bloße Bezeichnung einer Person als diákonos („Diener“ oder „Dienerin“) bereits bedeutet, dass sie das kirchliche Weiheamt des Diakonats innehat. Biblische Quellen (beispielsweise Apostelgeschichte 6,1–7 EU ) und andere frühchristliche Zeugnisse wie die Apostolischen Konstitutionen lassen darauf schließen, dass der Diakonat sowohl für Männer als auch für Frauen in der frühen Christenheit keine Vorstufe zum Priesteramt, sondern ein eigenständiger Dienst war.

Aus den folgenden Jahrhunderten sind einige teilweise sehr einflussreiche Diakoninnen bekannt. Plinius der Jüngere erwähnt in einem Brief an Kaiser Trajan (ca. 110 n. Chr.) zwei Diakoninnen (ministrae), die frühchristliche Rituale leiteten.[1] Im westlichen Rom der Antike waren noch zu Beginn des dritten Jahrhunderts Frauen im liturgischen Dienst der Kirche tätig, wobei Witwen vom Diakonat ausgeschlossen und nur für den Gebetsdienst zugelassen waren.[2]

Mittelalter

Die Mutter des Papstes Paschalis I. (9. Jhd.) wird auf einem Mosaikbild in der Zeno-Kapelle der Kirche Santa Prassede als „Episcopa Theodora“ bezeichnet. Episcopa kann als „Bischöfin“ übersetzt werden. Ob diese Bezeichnung als Amtsbezeichnung einer ordinierten Bischöfin oder als Ehrenbezeichnung für die Mutter oder Witwe eines Bischofs zu verstehen ist, bleibt unklar. Dass es sich bei Theodora um eine ordinierte Priesterin handelt, ist nicht belegt.

In der Westkirche gab es Diakoninnen bis ins 8. Jahrhundert, in der Ostkirche bis ins 12. Jahrhundert. Als Grund für die Auflösung des Amtes wird vermutet, dass sich der Diakonat zunehmend als Vorstufe zum Priestertum entwickelte und weniger als eigenständiger Dienst angesehen wurde.

Im Mittelalter gab es nur in einigen Sekten wie Brüder und Schwestern des freien Geistes Tendenzen zur Frauenordination. Auch bei den häretischen Bewegungen jener Zeit war weithin ein Konsens über die Unmöglichkeit der Frauenordination gegeben.

Reformation und Neuzeit

Im Zuge der Reformation kam es zu einer fundamentalen Änderung im Verständnis von Priestertum und Ordination. Trotzdem wurde die bisherige Praxis, ausschließlich Männer zu ordinieren, zunächst beibehalten. Überhaupt stand die Frauenordination aufgrund der in den christlich geprägten Gesellschaften bis ins 20. Jahrhundert hinein überall herrschenden Auffassung von der Verschiedenheit von Mann und Frau und den daraus resultierenden unterschiedlichen Aufgaben der Geschlechter nicht zur Debatte.

Eine Ausnahme war die frühe Praxis der Herrnhuter Brüdergemeine, in der Zinzendorf sowohl Presbyterinnen als auch Diakoninnen ordinierte. Nach seinem Tode wurde die Frauenordination nur noch für Diakoninnen bis etwa 1790 fortgeführt und dann bis ins 20. Jahrhundert eingestellt.[3]

Im 19. Jahrhundert ließ auch die Heilsarmee Frauen zu allen Ämtern zu.

Moderne

Die Haltung zur Frauenordination hat sich nach der Frauenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts in manchen Kirchen verändert.

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Frauenordination in kleineren Glaubensgemeinschaften eingeführt: In der Christengemeinschaft besteht die Frauenordination seit der Begründung 1922. Bei den Mariaviten führte Bischof Jan Michael Kowalski ab 1929 die Frauenordination ein. Dies führte 1935 zur Spaltung der Mariavitischen Bewegung, deren größerer Teil, die Altkatholische Kirche der Mariaviten (Płock), die Einführung der Frauenordination rückgängig machte, während die Katholische Kirche der Mariaviten (Felicjanów) sie beibehielt.

Im Zuge der Frauenemanzipation setzten in den 1960er Jahren auch in anderen reformatorischen Kirchen Bestrebungen zur Frauenordination ein. Seither müssen sich die jeweiligen Religionsgemeinschaften mit dieser Frage auf theologischer Ebene auseinandersetzen, um das Für oder Wider entsprechend begründen zu können. Während für die vorreformatorischen Kirchen die göttliche Berufung in Gestalt des Weihesakraments ausschlaggebend ist, betrachten reformatorische Kirchen die Berufung ins ordinierte Amt als eine Angelegenheit der jeweiligen Kirche, die allein von Gottes Wort her in der jeweiligen Zeit ihre Regelungen trifft. Dabei gibt es jedoch erhebliche Differenzen in der Frage, inwiefern das Wort Gottes ohne Anpassungen an die jeweiligen Zeitumstände als verbindlich zu betrachten ist bzw. inwiefern einer Neuinterpretation als unzeitgemäß angesehener Bibelstellen auf dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft möglich oder sogar geboten erscheint.

Theologische Gesichtspunkte

Die Frage der Gültigkeit einer Frauenordination berührt sowohl Bereiche der Ekklesiologie wie der Sakramententheologie, die Frage der Zulässigkeit – bei schon vorausgesetzter prinzipieller Gültigkeit – darüber hinaus Fragen des praktischen Kirchenverständnisses (Kirchenrecht, Missionswesen, Pastoraltheologie).

Religionsgemeinschaften mit Frauenordination begründen in reformatorischer Tradition (sola scriptura) deren Gültigkeit und Zulässigkeit theologisch auch aus der Bibel und weisen einerseits auf die ihrer Meinung nach gegebenen biblischen Zeugnisse der Alten Kirche hin, andererseits auch auf den Grundsatz des allgemeinen Priestertums aller Christen. Einige altkatholische Kirchen führen als wichtigen Grund für die Frauenordination den Umstand an, dass in Jesus Christus der Mensch als Mann und Frau erlöst sei. Diese Botschaft der Erlösung könne im heutigen kulturellen Kontext unglaubwürdig wirken, wenn das Priesteramt weiterhin nur Männern vorbehalten bleibe.

Unter Berufung auf die kirchliche Tradition lehnen die römisch-katholische Kirche – die im übrigen darauf verweist, dass der Priester bei der Heiligen Messe in persona Christi handele und daher männlich sein müsse[4] und dass Frauen daher auch nicht die Homilie der Heiligen Messe halten könnten[5] – die orthodoxe Kirche und die selbständig evangelisch-lutherische Kirche sowie die meisten evangelikalen Gemeinden die Frauenordination ab. Als wesentlicher Grund für die Ablehnung wird der fehlende Auftrag Jesu Christi genannt. Die katholische Kirche sehe sich daher und weder aus der Praxis Jesu noch aus der kirchlichen Tradition heraus ermächtigt, Frauen zum Priesteramt zuzulassen. Sie weist auch darauf hin, dass ihr der Grund, weshalb Jesus keine der Frauen, die ihm nachfolgten und dienten, zu Apostelinnen machte, nicht geoffenbart ist.[6]

Von Befürwortern einer Frauenordination wird dagegen der Römerbrief angeführt: Hier finden sich unter den Grußworten des Apostels die zumindest als διακονος (diákonos) bezeichnete Phoebe (Röm 16,1 EU ) . Im Römerbrief finde sich auch die Erwähnung einer Junia, die „unter den Aposteln berühmt“ sei. Lutherbibel 1984 (Röm 16,7 LUT ) . Die traditionelle Auslegung dieser Stelle sah darin allerdings den Akkusativ „Junian“ eines (in der Antike sonst so nicht belegten) Männernamens „Junias“ bezogen, der jedoch als Kurzform für den (durchaus gebräuchlichen) Männernamen „Junianus“ stehen soll (ähnlich, wie von Paulus auch „Silas“ als Kurzform von „Silvanus“ benutzt worden sein soll). Auch Martin Luther geht an dieser Stelle von einem Männernamen aus. Diese traditionelle Auslegung wird allerdings heute nur von einem Teil der Exegeten vertreten. Weiter wird argumentiert, dass auch eine (weibliche) „Junia, die unter den Aposteln berühmt ist“, deshalb noch keineswegs das Apostelamt innegehabt haben müsse, sondern dem Wortsinn nach auch den Aposteln einfach besonders gut bekannt gewesen oder von ihnen besonders geschätzt worden sein könnte. Die Einheitsübersetzung wiederum liest Röm 16,7 EU  : „[…] Junias […] angesehene Apostel“.

Protestantismus

Die meisten Kirchen der reformatorischen Tradition wie die Evangelische Kirche in Deutschland[7] haben die Frauenordination eingeführt, so die Kirche der Altpreußischen Union 1927.

Durch das fehlende Weihesakrament und das damit verbundene Priesteramt waren die theologischen Bedingungen gegeben, nur die kirchlichen, von Menschen gemachten Satzungen mussten geändert werden. In einem geänderten gesellschaftlichen Umfeld wurde die Zulassung von Frauen zum Pfarramt möglich. Erste Pastorin einer evangelisch-lutherischen Kirche in Deutschland „im Sinne des Gesetzes“ wurde 1958 Elisabeth Haseloff in Lübeck.[8] Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern führte 1975 die Frauenordination ein.[9] Die letzte Gliedkirche der EKD, die die Frauenordination einführte, war die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe (1991).

In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden ist die Frauenordination seit 1994 möglich und wurde 2011 erstmals durchgeführt; die mit ihr in Lehr- und Abendmahlsgemeinschaft stehende Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, daneben andere evangelische Kirchen, wie die Lutheran Church – Missouri Synod, lehnen die Frauenordination hingegen als unbiblische Neuerung ab.

An der Fakultät der Universität Wien konnten Frauen ab 1928 studieren. Im Jahre 1937 erwarb Dora Winkler-Hermann als erste Frau den theologischen Doktorgrad. Im Jahre 1945 wurde sie als erste Frau mit einer Ausnahmeregelung in der Diözese Tirol zum Geistlichen Amt ordiniert. Im Jahre 1965 beschloss die Generalsynode der evangelischen Kirchen Österreichs offiziell Frauen zu ordinieren, allerdings noch mit vielen Einschränkungen hinsichtlich der beruflichen Kompetenzen und des Familienstandes. Bei einer Eheschließung wurden sie automatisch aus dem Dienstverhältnis entlassen. Erst 1980 wurde dieser Passus gestrichen und rechtliche Gleichstellung erreicht.[10]

In evangelischen Freikirchen wird die geistliche Leiterschaft sowie das Predigen der Frauen im Haupt-Gottesdienst in calvinistisch geprägten Gemeinden basierend auf den biblischen Vorgaben (1 Tim 2,12 NGÜ ) abgelehnt und in methodistisch oder pfingstlerisch geprägten Gemeinden eher zugelassen. Die Situation ist aber von Ort zu Ort verschieden, da der jeweilige Kirchenverband den einzelnen Gemeinden die Entscheidung überlässt.

Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands

Bisher einmalig in der Kirchengeschichte ist die Situation in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands. Erzbischof Janis Matulis ordinierte 1975 mit nur einem Konsistorial- statt einem Synodalbeschluss einige Frauen, was Proteste hervorrief. Sein Nachfolger Eric Mesters, ein Gegner der Ordination von Frauen, wurde vom Klerus gebeten, keine Frauen zu ordinieren, bis die Frage theologisch erörtert worden sei, was zu einem ersten, dreijährigen Moratorium führte. Unter Erzbischof Karlis Gailitis, einem Befürworter der Ordination von Frauen, kam es 1989 zu einem Synodalbeschluss, der halbherzig die Ordination von Frauen wieder zuließ. Die Synode 1992 entschied, dass diese Frage nicht genügend gründlich theologisch diskutiert worden sei und setzte hierfür ein Komitee ein. Nach dem Tod von Gailitis standen zwei Kandidaten zur Wahl, der liberale Frauenordinationsbefürworter Elmars Rozitis, der spätere Erzbischof der Lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Ausland, und Jānis Vanags, ein Gegner der Frauenordination, die beide vor der Wahl ihre theologischen Positionen klarstellten, wobei Vanags offen vor Problemen mit dem Lutherischen Weltbund im Fall seiner Wahl warnte. Vanags wurde gewählt und drei Jahre später mit großer Mehrheit wiedergewählt. Die fünf ordinierten Pastorinnen können weiter amtieren; seit der Wahl von Vanags bestand jedoch wieder ein Moratorium für neue Ordinationen.[11] Bei der Synode am 3. und 4. Juni 2016 wurde ein Antrag angenommen, der die Zulassung zur Ordination künftig auf männliche Kandidaten beschränkt.[12]

Anglikanismus

Für die Mitgliedskirchen der Anglikanischen Gemeinschaft sind nur die Prinzipien des Lambeth-Quadrilateral verbindlich. Die Frage der Frauenordination wird darin nicht behandelt, daher gibt es keine einheitliche für alle Gliedkirchen bindende Regelung. Die einzelnen Kirche vertreten daher unterschiedliche Haltungen, manche lehnen die Frauenordination grundsätzlich ab, manche erlauben die Weihe zum Diakon, andere auch zum Priestertum oder Bischofsamt.

Einige Mitgliedskirchen der Anglikanischen Gemeinschaft fingen in den 1970er Jahren an, Frauen zum Priesteramt zu weihen. Dies geschah in der Anglican Church of Canada[13], in der Episcopal Church in den USA (ECUSA) seit 1976, in der Anglikanischen Kirche von Neuseeland seit 1977. Die erste anglikanische Bischöfin war Barbara Clementine Harris, die 1989 zur Suffraganbischöfin der Episcopal Diocese of Massachusetts geweiht wurde.[14] Die erste Diözesanbischöfin wurde 1990 Penny Jamieson in der Diocese of Dunedin in Neuseeland. Im Juni 2006 wurde Katharine Jefferts Schori als erste Frau zum Primas der ECUSA (heute TEC) gewählt.

In der Church of England ist die Priesterweihe von Frauen seit 1994 möglich, die Bischofsweihe seit 2014.[15] 2015 wurden in der Church of England Libby Lane als erste Suffraganbischöfin und Rachel Treweek als erste Diözesanbischöfin geweiht.

Altkatholizismus

In der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland begann in den 1970er Jahren unter anderem durch die Initiative des Bundes Alt-Katholischer Frauen eine Diskussion über die Zulassung von Frauen zum Diakonat. Im Jahr 1976 sprachen sich die in der Internationalen Bischofskonferenz (IBK) der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen versammelten Bischöfe mehrheitlich gegen die Zulassung von Frauen zum dreifachen ordinierten Amt aus. Da der Beschluss nicht einstimmig gefasst wurde (Gerhardus Anselmus van Kleef, Bischof von Haarlem, der die Frauenordination als einziger der anwesenden Bischöfe befürwortete, verließ vor der Abstimmung den Raum), hatte er für die Mitgliedskirchen keine bindende Wirkung. In den darauf folgenden Jahren kam es in den westeuropäischen altkatholischen Kirchen zu einem theologischen Paradigmenwandel, so dass die IBK es ihren Mitgliedskirchen ab 1982 freistellte, Frauen zum Diakonat zuzulassen. Die Synoden der deutschen und der schweizerischen Kirche hatten sich bereits 1981 dafür ausgesprochen. 1987 wurden in der Schweiz die ersten vier Frauen zu Diakoninnen geweiht, 1988 die erste Frau in Deutschland und 1991 empfing schließlich auch eine Frau in Österreich die Diakonweihe.

1989 sprach sich die deutsche Bistumssynode auch für die Einbeziehung der Frauen in das priesterliche Amt aus. Mit Rücksicht auf die Schwesterkirchen wurde die sofortige Ausführung zurückgestellt und der damalige Bischof Sigisbert Kraft beauftragt, auf ein Einvernehmen mit den anderen Kirchen der Utrechter Union hinzuwirken. Ähnlich äußerte auch die schweizerischen Synode mehrfach ihren Wunsch nach Einführung der Frauenordination, betonte aber, nicht zuletzt auf Drängen ihres damaligen Bischofs Hans Gerny, dass die Frage der Frauenordination die Einheit der Kirche betreffe und deshalb „nur nach Gesprächen mit den Kirchen, die mit uns den altkirchlichen Glauben teilen, verantwortet werden kann.“[16] 1991 wünschte die IBK an einer Sondersession in Wislikofen im Interesse einer gemeinsam verantworteten Grundsatzentscheidung „eine intensivierte und koordinierte Fortsetzung des Studiums der Frage und des gemeinsamen Gesprächs darüber unter allen theologischen und pastoralen Aspekten, und zwar in allen Ortskirchen.“[17] So kam das Thema auch in jenen altkatholischen Kirchen, welche die Frauenordination unter Berufung auf die IBK-Erklärung von 1976 als bereits erledigtes Thema ablehnten, auf die Tagesordnung. In den altkatholischen Kirchen von Österreich, den Niederlanden, Polen, Deutschland, der Schweiz und den USA wurden Studienseminare durchgeführt.

Im Jahr 1994 beschloss in Deutschland die 51. Bistumssynode mit 124 Ja-Stimmen bei 10 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen im Alleingang, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte in der Kirche haben und dass „Frauen im Bereich des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland von jetzt an den gleichen Zugang zum ordinierten Amt haben wie Männer“. Am Pfingstmontag 1996 empfingen Angela Berlis und Regina Pickel-Bossau als erste Frauen in der Christuskirche in Konstanz durch Bischof Joachim Vobbe die Priesterweihe.[18] Da der von der IBK 1991 beschlossene gemeinsame Studienprozess noch nicht abgeschlossen war, führte dies zur zeitweisen Suspension des Stimmrechtes des deutschen Bischofs in der IBK.

1997 fand schließlich eine weitere Sondersitzung der IBK zum Thema statt, die allerdings mit einem Patt endete: Eine gemeinsam verantwortete Grundsatzentscheidung für oder gegen die Frauenordination, oder auch nur eine gemeinsame Erklärung, dies der Kompetenz der Ortskirchen zu überlassen, erwies sich als unmöglich. Immerhin wurde festgehalten, dass die ablehnende Haltung der IBK von 1976 nicht als verbindlicher Beschluss aufgefasst werden dürfe und dass man sich bewusst sei, dass mehrere altkatholische Ortskirchen nicht länger bereit sein würden, mit der Einführung der Frauenordination zuzuwarten.

Tatsächlich bewirkte dieses Resultat der Sondersitzung eine De-facto-Freigabe der Frauenordination in der Kompetenz der Ortskirchen: Noch 1997 beschloss die Synode der Altkatholischen Kirche Österreichs die Frauenordination; die erste Priesterin wurde noch im selben Jahr geweiht. 1998 folgte die Synode der Alt-Katholischen Kirche der Niederlande und 1999 die Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz. Im September 1999 erhielt die erste Frau der niederländischen Kirche die Priesterweihe. Im Jahr 2000 empfing in der christkatholischen Kirche Denise Wyss als erste Frau die Priesterweihe.

Polish National Catholic Church

Dieser Prozess der Öffnung des ordinierten Amtes für Frauen verschärfte die bereits vorhandenen Spannungen in der IBK, da die Bischöfe der Polish National Catholic Church, die aufgrund theologischer Erwägungen, aber auch aufgrund ihres Interkommunionabkommens mit der römisch-katholischen Kirche, die Frauenordination strikt ablehnen, sich veranlasst sahen, die sakramentale Communio mit denjenigen Bischöfen, die Frauen ordinieren, als ruhend zu betrachten. Da die IBK 1997 beschlossen hatte, die dadurch entstandene Situation der fehlenden „vollen Sakramentsgemeinschaft“ innert sechs Jahren neu zu beraten und zu bereinigen, man aber bis 2003 keine Einigung erreichte, kam es Ende 2003 auch zum institutionellen Bruch innerhalb der Utrechter Union. Dies hatte zur Folge, dass die Bischöfe der PNCC nicht mehr der IBK und somit ihre Kirchen auch nicht mehr der Utrechter Union angehören. Die PNCC hat im Jahr 2008 als verbindliche Bekenntnisgrundlage ihrer Kirche – neben der Utrechter Erklärung – die Erklärung von Scranton angenommen. Diese verwirft die Praxis der Frauenordination.[19]

Vorreformatorische Kirchen

Nach der Lehre und Tradition der Alten Kirche kann das Weihesakrament nur von einem Mann gültig empfangen werden. Dies wird von allen vorreformatorischen Kirchen, der römisch-katholischen Kirche, den orthodoxen und altorientalischen Kirchen vertreten, sowie auch von manchen anglikanischen und altkatholischen Kirchen.

Bei der Einsetzung des Sakraments hat Jesus ausschließlich Männer zu seinen Aposteln berufen (Mk 3,13−19 EU , Lk 6,12−16 EU ). An diese göttliche Festlegung sieht sich die Kirche gebunden und hat daher keinerlei Vollmacht, dieses Sakrament einer Frau zu spenden.[20] Auch die Apostel haben ausschließlich Männer zu ihren Nachfolgern berufen (1 Tim 3,1-13 EU , Tit 1,5-9 EU ). Diese Praxis ist bereits aus der Urkirche belegt[21] und wird daher auch als Bestandteil der kirchlichen Tradition angesehen.

Als weiterer Grund gilt, dass ein Priester bei der Ausübung der durch die Weihe erlangten Vollmachten nicht in eigener Person handelt, sondern in persona Christi („an der Stelle von Christus“ ), weshalb auch eine natürliche Ähnlichkeit (naturalis similitudo) erforderlich oder wenigstens geboten sei, um die Verkörperung des Mannes Jesus erkennbar zu machen.

Römisch-katholische Kirche

In der römisch-katholischen Kirche ist jedes ordinierte Amt gemäß Kanonischem Recht auf Männer beschränkt.[22] Die Kongregation für die Glaubenslehre beschrieb in der Erklärung Inter insigniores zur Frage der Zulassung von Frauen zum Priestertum vom 15. Oktober 1976 [23]: „Niemals ist die katholische Kirche der Auffassung gewesen, man könne Frauen die Priester- oder Bischofsweihe gültig spenden […]“, die ist eine „endgültig zu haltende Lehre“.[24] Papst Johannes Paul II. stellte in seinem Apostolischen Schreiben Ordinatio sacerdotalis vom 22. Mai 1994 betreffend die Ordination von Priestern fest:

„Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (Lk 22,32 EU ) , dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“

Johannes Paul II.: Ordinatio sacerdotalis, Absatz 4[25]
Laienbewegungen

Im Memorandum Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch haben im Februar/März 2011 240 katholische Theologieprofessoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine tiefgreifende Kirchenreform gefordert und sich unter anderem für Frauen als Geistliche ausgesprochen.[26] Gegen die Forderungen des Memorandums positionierte sich die Online-Petition „Petition pro Ecclesia“,[27] welche im gleichen Zeitraum über 15.000 Unterschriften von Katholiken sammeln konnte.[28] Eine ähnliche Petition wurde von Theologiestudenten und unter dem Titel „Memorandum ‚plus‘ Freiheit“ formuliert.[29]

Neben Theologen wie Eugen Drewermann und Uta Ranke-Heinemann fordert auch Hans Küng, das katholische Priesteramt für Frauen zu öffnen.

Neben der Organisation Wir sind Kirche in Deutschland hat sich in Österreich eine römisch-katholische Laienbewegung unter Führung von ÖVP-Politikern wie Andreas Khol, Erhard Busek und Herbert Kohlmaier gegründet, die die Zulassung von Frauen zum Diakonat fordert.[30]

Kirchlicher Diskurs

Beim Studientag der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz machte Walter Kardinal Kasper im Februar 2013 in einem Vortrag den Vorschlag eines nichtsakramentalen Amtes für Frauen, vergleichbar den Sakramentalien der Jungfrauenweihe oder der Benediktion einer Äbtissin.[31] Erzbischof Robert Zollitsch sprach sich im April 2013 ebenfalls für einen spezifischen Dienst für Frauen aus.[32] Gegen die Ordination von Frauen zum Diakonat wandten sich etwa der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer[33] und der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx.[34]

Schismatische Gemeinschaften

Mediale Aufmerksamkeit erfuhr Rómolo Antonio Braschi, Vagantenbischof der von ihm gegründeten schismatischen Gemeinschaft Catholic Apostolic Charismatic Church of Jesus the King, als er am 29. Juni 2002 auf einem Donauschiff an sieben römisch-katholischen Frauen den Ritus der Priesterweihe vollzog. Die römisch-katholische Kirche betrachtet dies als Simulation eines Sakramentes, die simulierte Weihen stehen im Widerspruch zur katholischen Lehre und haben keine Gültigkeit. Die Frauen wurden vom Heiligen Stuhl ermahnt, die Nichtigkeit ihrer Weihe anzuerkennen, damit sie „zur Einsicht gelangen und den Weg zurück finden zur Einheit im Glauben und zur Gemeinschaft mit der Kirche, die sie durch ihr Handeln verletzt haben“. Da sie dem nicht nachkamen, trat die Exkommunikation als Beugestrafe ein.[35]

Auch die altkatholische Kirche in Deutschland hat sich gegen diese Vornahme sogenannter „absoluter“ (das heißt von einem kirchlichen Amt losgelöster) Weihen ausgesprochen.[36] Inzwischen haben einige der von Vagantenbischöfen geweihten Frauen wiederum von vaganten Bischöfen die Bischofsweihe empfangen und „ordinieren“ ihrerseits vornehmlich in Nordamerika und Westeuropa.

Ostkirchen

Nach der Lehre der orthodoxen und altorienatlischen Ostkirchen ist das sakramentale Weiheamt ebenfalls auf Männer beschränkt.

In der Tradition der frühchristlichen und mittelalterlichen Praxis wurde von orthodoxen Theologen die Wiedereinführung des Frauendiakonats angeregt. Der Heilige Synod der griechisch-orthodoxen Kirche stimmte am 8. Oktober 2004 dafür, den Bischöfen eine Ernennung von monastischen Diakoninnen zu erlauben, die in der Liturgie des Klosters eine unterstützende Aufgabe ausüben. Das Amt der Diakonin hat allerdings keinen sakramentalen Charakter, es handelt sich um eine Ernennung (χειροθεσία chirothesia), nicht um eine Ordination (χειροτονία chirotonia).[37][38][39][40]

Verbreitung der Frauenordination

Weltweit sind jene Kirchen, die keine Frauenordination anerkennen, nach Mitgliederzahlen in der deutlichen Mehrheit (ca. 85 %). In Deutschland ist es nach Mitgliederzahl ungefähr die Hälfte der Kirchen, die eine Frauenordination befürwortet. Nach Kontinenten betrachtet ist festzustellen, dass in den Kirchen mit unterschiedlichen Varianten (s.u.) die Frauenordination vorwiegend in der westlichen Welt, also Europa, Anglo-Amerika und Australien-Ozeanien anzutreffen ist, wesentlich seltener hingegen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Kirchen mit prinzipieller Frauenordination

Unterschiedliche Varianten

Kirchen ohne Frauenordination

Literatur

  • Peter Brunner: Das Hirtenamt und die Frau. (1959). In: Peter Brunner: Pro Eccelsia. Gesammelte Aufsätze zur dogmatischen Theologie. Band 1. 3., unveränderte Auflage. Lutherisches Verlagshaus, Berlin 1990, ISBN 3-924022-26-7, S. 310–338.
  • Leonard Swidler, Arlene Swidler (Hrsg.): Women Priests. A catholic commentary on the vatican declaration. Paulist Press, New York NY 1977, ISBN 0-8091-2062-3.
  • Herlinde Pissarek-Hudelist: Die Bedeutung der Sakramententheologie Karl Rahners für die Diskussion um das Priestertum der Frau. In: Herbert Vorgrimler (Hrsg.): Wagnis Theologie. Erfahrungen mit der Theologie Karl Rahners. (Karl Rahner zum 75. Geburtstag am 5. März 1979). Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1979, ISBN 3-451-18491-5, S. 417–434.
  • Kurt E. Marquart: The ordination of Women. In: Kurt E. Marquart: The Church and her fellowship, ministry and governance (= Confessional Lutheran Dogmatics. Bd. 9). International Foundation for Lutheran Confessional Research, Fort Wayne IN 1990, ISBN 0-9622791-9-6, S. 166 ff.
  • Manfred Hauke: Die Problematik um das Frauenpriestertum vor dem Hintergrund der Schöpfungs- und Erlösungsordnung (= Konfessionskundliche und kontroverstheologische Studien. Bd. 46). 3., überarbeitete Auflage. Bonifatius, Paderborn 1991, ISBN 3-87088-661-7 (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 1981).
  • Heinrich Herrmanns, Horst Georg Pöhlmann, Reinhard Slenczka: Pro und kontra Frauenordination. Referate und Voten auf der Schaumburg-Lippischen Landessynode am 5. Oktober in Bückeburg (= Idea e.V. Dokumentation. 91, Nr. 28, ISSN 0937-6984 ). idea, Wetzlar 1991.
  • Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (Hrsg.): Frauenordination und Bischofsamt. Eine Stellungnahme der Kammer für Theologie der EKD (= EKD-Texte. 44, ZDB-ID 236475-x ). Kirchenamt der EKD, Hannover 1992.
  • Markus Rathey: Die Pfarrerin in Westfalen. Die Geschichte ihrer Gleichstellung am Beispiel der kirchenrechtlichen Entwicklung. In: Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte. Bd. 86, 1992, ISSN 0341-9886 , S. 199–218.
  • Werner Neuer: Mann und Frau in christlicher Sicht. 5., neu bearbeitete Auflage. Brunnen-Verlag, Gießen u. a. 1993, ISBN 3-7655-9503-9.
  • Christine Globig: Frauenordination im Kontext lutherischer Ekklesiologie. Ein Beitrag zum ökumenischen Gespräch (= Kirche und Konfession. Bd. 36). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, ISBN 3-525-56540-2 (Zugleich: Kiel, Universität, Dissertation, 1992).
  • Reinhard Slenczka: Die Ordination von Frauen zum Amt der Kirche. In: Reinhard Slenczka: Amt – Ehe – Frau. Vier Vorträge aus gegebenem Anlass. Verlag der Lutherische Buchhandlung Harms, Groß Oesingen 1994, ISBN 3-86147-104-3; S. 8–25.
  • Joachim Vobbe: Geh zu meinen Brüdern. Vom priesterlichen Auftrag der Frauen in der Kirche. Brief des Bischofs an die Gemeinden des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken. Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, Bonn Februar 1996.
  • Dagmar Herbrecht, Ilse Härter, Hannelore Erhart (Hrsg.): Der Streit um die Frauenordination in der Bekennenden Kirche. Quellentexte zu ihrer Geschichte im Zweiten Weltkrieg. Neukirchener, Neukirchen-Vluyn 1997, ISBN 3-7887-1649-5.
  • Urs von Arx, Anastasios Kallis (Hrsg.): Bild Christi und Geschlecht. „Gemeinsame Überlegungen“ und Referate der Orthodox-Altkatholischen Konsultation zur Stellung der Frau in der Kirche und zur Frauenordination als ökumenisches Problem, 25. Februar – 1. März 1996 in Levádhia (Griechenland) und 10.–15. Dezember 1996 in Konstancin (Polen) (= Internationale Kirchliche Zeitschrift. NF Jahr 88, Heft 2 = Heft 422, ZDB-ID 5855-5 ). Stämpfli, Bern 1998.
  • Dagmar Herbrecht: Emanzipation oder Anpassung. Argumentationswege der Theologinnen im Streit um die Frauenordination in der Bekennenden Kirche. Neukirchener, Neukirchen-Vluyn 2000, ISBN 3-7887-1785-8 (Zugleich: Kassel, Universität, Dissertation, 1999).
  • John Wijngaards: The Ordination of Women in the Catholic Church. Unmasking a Cuckoo's Egg Tradition. Darton, Longman & Todd, London 2001, ISBN 0-232-52420-3.
  • Werner Ertel, Gisela Forster (Hrsg.): „Wir sind Priesterinnen“. Aus aktuellem Anlass: die Weihe von Frauen 2002. Patmos, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-70363-8.
  • Ida Raming: Priesteramt der Frau – Geschenk Gottes für eine erneuerte Kirche (= Theologische Frauenforschung in Europa. Bd. 7). Lit, Münster u. a. 2002, ISBN 3-8258-5579-1.
  • John Wijngaards: No Holy Orders for Women? The Women Deacons of the Early Church. Canterbury Press, Norwich 2002, ISBN 1-85311-507-x.
  • Sabine Demel: Frauen und kirchliches Amt. Vom Ende eines Tabus in der katholischen Kirche. Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 2004, ISBN 3-451-28514-2.
  • Bundes-Unterrichts-Werk des Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden: Stellungnahmen zum „Dienst der Frau“ (= Arbeitsmaterial zum geistlichen Dienst. Sonderbd. 2). Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2556-3.

Weblinks

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Pro und Kontra Frauenordination

Pro Frauenordination

Kontra Frauenordination

Einzelnachweise

  1. Plin. Ep. 10.96.8 : Quo magis necessarium credidi ex duabus ancillis, quae ministrae dicebantur, quid esset veri, et per tormenta quaerere.
  2. Hippol., Trad. apost. 1.11.1–5 (sah.): Hippolyt erwähnt darin die Sonderregelung für Witwen, die nicht ordiniert, sondern namentlich für den Gebetsdienst berufen wurden, wobei sie ausdrücklich von den priesterlichen Diensten wie Opfergaben und Diakonat ausgeschlossen waren.
  3. Paul Peuker: Women Priests in the Moravian Church in 1758. In: Moravian Messenger June 2009 (PDF; 789 kB)
  4. Ausnahmen gab es in den Staaten des Ostblocks. So weihte der tschechische Bischof Felix Maria Davídek in der tschechischen Untergrundkirche Ludmila Javorova zur Priesterin und ernannte sie zur Generalvikarin
  5. Christ in der Gegenwart, Nr. 21/2016, S. 222
  6. Joachim Kardinal Meisner zur Frage: Können nur Männer Christus repräsentieren?
  7. Ralf-Uwe Beck: Langzeitwirkungen der Reformation: Priestertum aller Gläubigen, Frauenordination, Stellung der Kommunen. Bischof Kähler zum Reformationstag am 31. Oktober
  8. Rainer Hering: Frauen auf der Kanzel? Der lange Weg zur rechtlichen Gleichberechtigung
  9. Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern: Besondere Ereignisse aus 200 Jahren Geschichte der bayerischen Landeskirche
  10. Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie – Geschichte , Evangelisch-Theologische Fakultät, etfpt.univie.ac.at
  11. Touchstone: Latvia revived.
  12. Latvian Lutheran church officially bans women's ordination . In: The Baltic Times, 4. Juni 2016, abgerufen am 6. Juni 2016.
  13. Anglican Church of Canada:Oridination of Women
  14. First woman bishop receives fond farewell from U.S. church (Memento vom 12. Dezember 2005 im Internet Archive)
  15. Süddeutsche.de: Frauen dürfen Bischöfinnen werden , 14. Juli 2014
  16. 119. Session der Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz, 15./16. März 1991, Zürich, Protokoll S. 31.
  17. Erklärung der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz (IBK) zur Frage der Frauenordination vom 5. Juli 1991, Internationale Kirchliche Zeitschrift Jg. 82 (1992), S. 197f., hier S. 198.
  18. alt-katholisch.de: Frauenordination (Memento vom 11. Februar 2009 im Internet Archive)
  19. Laurence J. Orzell: Disunion of Utrecht. Old Catholics Fall Out over New Doctrines ; in: Touchstone, Ausgabe Mai 2004
  20. Kongregation für die Glaubenslehre (Hrsg.): Inter insigniores: „Erklärung zur Frage der Zulassung der Frauen zum Priesteramt“. Vatikan 1976 (Onlineversion ).
  21. Clemens von Rom: Erster Clemensbrief. Rom um 100 n. Chr., 44. Kapitel Die Apostel suchten durch Einsetzung der Bischöfe Streit zu verhindern. (Onlineversion ).
  22. can. 1024 CIC „Weihbewerber“
  23. [1] ; auszugsweise auch in: DH 4590
  24. Kongregation für die Glaubenslehre: Antwort auf den Zweifel bezüglich der im Apostolischen Schreiben Ordinatio sacerdotalis vorgelegten Lehre, 28. Oktober 1995, publiziert u.a. in: L’Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache 47/1995, S. 4. Online
  25. Papst Johannes Paul II.: Ordinatio sacerdotalis. Apostolisches Schreiben „Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe“. Vatikan 1994 (Onlineversion ).
  26. Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch , abgerufen am 5. Februar 2011
  27. Petition pro Ecclesia
  28. Ein Jahr danach. Presseerklärung vom 8. Februar 2012, abgerufen am 13. Januar 2014.
  29. Vgl. Memorandum „plus“ Freiheit
  30. Anna Ferner, Hannes Uhl, Niki Nussbaumer: Aufstand der Gläubigen: „Uns reicht es“ (Memento vom 13. April 2009 im Internet Archive); in: Kurier, Ausgabe vom 7. Februar 2009
  31. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/bischofskonferenz-kardinal-kasper-schlaegt-neues-amt-fuer-frauen-vor-a-884622.html
  32. http://de.radiovaticana.va/news/2013/04/30/d:_verwirrung_um_%E2%80%9Adiakonenamt%E2%80%99_f%C3%BCr_frauen/ted-687679
  33. http://de.radiovaticana.va/news/2013/04/29/d:_bischof_voderholzer_gegen_diakonat_der_frau/ted-687290
  34. http://aktuell.evangelisch.de/artikel/82511/zollitsch-vorstoss-zu-frauen-diakonat-stoesst-auf-ablehnung-und-skepsis
  35. Dokument der Glaubenskongregation vom 10. Juli 2002 ; kath.net vom 27. Januar 2003 ; BBC: Church kicks out women “priests”
    Joachim Müller: Frauenordination durch „Erzbischof“ Romulo Braschi, Katholisch-Apostolische Charismatische Kirche Jesu König. Hintergrundinformationen ; auf: Bistum-Basel.ch
  36. Aufsatz von Angela Berlis
  37. John Anthony McGuckin, ''The Orthodox Church'' (John Wiley & Sons 2010 ISBN 978-1-44439383-5), p. 327. . Books.google.com, 9. Dezember 2010, ISBN 978-1-4443-9383-5 (Zugriff am 12. November 2013).
  38. Gary Macy et al., ''Women Deacons'' (Paulist Press 2011 ISBN 978-1-61643052-8). . Books.google.com, 2011, ISBN 978-1-61643-052-8 (Zugriff am 12. November 2013).
  39. Phyllis Zagano: America | The National Catholic Weekly - 'Grant Her Your Spirit' . Americamagazine.org. 8. Oktober 2004. Abgerufen am 19. November 2010.
  40. Toward a Complete Expression of the Diaconate: Discerning the Ministry Women Deacons (PDF) Abgerufen am 19. November 2010.
  41. Mary Matz: Ordination of Women in the Moravian Church in America in the eighteenth Century; in: Vernon H. Nelson: Transatlantic Moravian Dialogue-Correspondence, Ausgabe 17; März 1999. Wiedergegeben als: Women in ordained Ministry. An Historical Perspective ; in: The Moravian, Ausgabe September 2005
  42. Stellungnahme der BewegungPlus zum Dienst der Frau (PDF; 8 kB)
  43. Radio Praha: Bericht vom 30. Oktober 2003
  44. North American Baptist Conference: Women’s Ministries (Memento vom 22. Februar 2009 im Internet Archive)
  45. Siehe: Klaus Rösler: EBF betrübt über Austritt von Kasachstan und Kirgisistan. Resolution: Gespräche sollen die Rückkehr in die EBF-Familie ermöglichen (Memento vom 13. April 2008 im Internet Archive); Meldung auf baptisten.org vom 2. Oktober 2006
  46. Lutherischer Weltbund: Feature: Es geht nicht nur um Gleichberechtigung. Botschaft der Kirchenleiterinnen an den LWB-Rat ; in: Lutherische Welt-Information vom 30. März 2007
  47. epd: Mehr Mitsprache für Frauen in lutherischen Kirchen gefordert
  48. Lutherische Welt-Information: Nordamerikanische Kirche feiert 35 Jahre Frauenordination (Memento vom 13. April 2008 im Internet Archive); Meldung vom 16. August 2005; LWI-Ausgabe 07/2005
  49. Lutherische Welt-Information: Erste Frauenordination in Lutherischer Kirche Taiwans (Memento vom 13. April 2008 im Internet Archive); Meldung vom 21. Dezember 2004; LWI-Ausgabe 12/2004
  50. Ev. Lutherische Kirche in Kanada (ELCIC): News
  51. Bundesunterrichtswerk des BFP (Hrsg.): Stellungnahmen zum „Dienst der Frau“ im Rahmen der Bundeskonferenz 2004; Erzhausen: Leuchter, 2004. Für Deutschland: Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR: Richtlinien des BFP 2007 (PDF; 78 kB), Punkt 3.2
  52. World Alliance of Reformed Churches: The ordination of women in WARC member churches The ordination of women in WARC member churches. Based on data supplied in 1998

Kategorien: Frauenordination | Dogmatik | Kirchliches Amt | Anglikanisches Kirchenrecht | Evangelisches Kirchenrecht | Kanonisches Recht | Weihesakrament

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