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Fraueneishockey


Auch wenn Eishockey bisher von den Herrenmannschaften dominiert wird, gewinnt auch das Fraueneishockey seit den 1980er Jahren an Bedeutung. In Deutschland und der Schweiz ist dies die offizielle Bezeichnung, während in Österreich offiziell der Begriff „Dameneishockey“ verwendet wird. Die Basis des Eishockeysports liegt auch bei den Frauen in Nordamerika, also in Kanada und den USA, deren Eishockey-Nationalmannschaften bis heute die internationalen Turniere der Frauen dominieren.

Geschichte des Fraueneishockeys

In Europa entwickelte sich zuerst in den skandinavischen Ländern Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark ein eigenständiger Ligenbetrieb für die Frauen.

1930 wurde auf dem Internationalen Eishockey-Kongress in Chamonix während der Eishockeyweltmeisterschaft eine Entscheidung über die Einführung von Dameneishockey bzw. Wettbewerben für Damenmannschaften vertagt.[1]

In den 1980ern folgten die Bundesrepublik Deutschland, die Niederlande, Großbritannien, die Tschechoslowakei und später auch die Volksrepublik China und Japan. In der Schweiz gibt es ebenfalls seit den 1980er Jahren einen geregelten Meisterschaftsbetrieb, seit 1994 ist dieser in drei Ligen unterteilt.

Internationale Turniere der Frauen

Bei den Weltmeisterschaften und olympischen Turnieren dominieren bis heute die Nordamerikanerinnen aus Kanada und den USA. Dabei konnten die Spielerinnen aus Kanada bislang 10 Weltmeisterschaften sowie die olympischen Turniere von Salt Lake City 2002, Turin 2006, Vancouver 2010 und Sotschi 2014 gewinnen. Das Team aus den USA, bei den ersten acht Weltmeisterschaften nur Zweiter, schaffte es dagegen, im ersten olympischen Turnier der Frauen 1998 in Nagano die Kanadierinnen im Finale 3:1 zu besiegen und 2005 und 2008–2011 WM-Gold zu holen.

Von den europäischen Teams schaffte es Finnland, in zehn von 14 Weltmeisterschaften den dritten Platz zu belegen. Wie in einigen anderen Mannschaftssportarten schaffen es auch im Eishockey die Frauen aus der Volksrepublik China im Eishockey eine größere Rolle als die Herren zu spielen. So stehen die chinesischen Frauen zurzeit (2012) auf Platz 13 der IIHF-Weltrangliste, während die Herren gerade einmal auf Platz 38 rangieren.

Ein wichtiges Fraueneishockeyturnier für Nationalmannschaften in Deutschland ist der MLP Nations Cup, früher Air Canada Cup.

Für europäische Clubmannschaften existiert seit der Saison 2004/05 der IIHF European Women Champions Cup, der Europapokal der Landesmeister, deren Rekordsieger mit vier Erfolgen momentan AIK Stockholm ist.

Einen regulären Spielbetrieb für Nachwuchsmannschaften im Fraueneishockey gibt es erst in wenigen Ländern. Auch hier nehmen die nordamerikanischen Länder eine besondere Rolle ein. So gibt es in Kanada und den USA reguläre Nachwuchsligen, während etwa in Schweden in erster Linie Turniere von Regionalmannschaften stattfinden. 2007 veranstaltete die Internationale Eishockey-Föderation ein Einladungsturnier vor allem für europäische U18-Frauenmannschaften, das für die Einführung der U18-Weltmeisterschaft 2008 als Qualifikationsturnier galt. Hier dominierten erwartungsgemäß die Nordamerikanerinnen: Erste Weltmeisterinnen wurden die USA, gefolgt von Kanada, während der 3. Platz überraschend von Tschechien eingenommen wurde.

In Deutschland dürfen Spielerinnen nach den Durchführungsbestimmungen der Saison 2006/07 im Jungen-Spielbetrieb in derselben Altersklasse oder einer Altersklasse tiefer eingesetzt werden.

Stars des Fraueneishockeys

Die erste Profi-Eishockeyspielerin war Manon Rhéaume, die 1992 als erste Frau in einem NHL-Team stand. Dabei kam die Torhüterin allerdings nur in einem Vorbereitungsspiel der Tampa Bay Lightning zum Einsatz.

Die erste Frau im Deutschen Profi Eishockey war Maren Valenti, die 1998 als erste Frau in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Eisbären Berlin als Stürmerin auf dem Eis aktiv war. Darauf folgte ein Vertrag bei den Wölfe Freiburg in der 2. Bundesliga, ebenfalls Männer. Maren Valenti war auch die jüngste Spielerin aller Zeiten, die bei der ersten Frauen A-Weltmeisterschaft 1990 (Ottawa/CAN) als 13-Jährige nominiert wurde.

Darüber hinaus hat Hayley Wickenheiser weltweiten Ruhm erfahren. Viona Harrer ist die erste deutsche Torhüterin, die sich bei einem männlichen Profiverein, nämlich den Tölzer Löwen durchsetzte.

Regeln

Im Allgemeinen sind die Regeln beim Fraueneishockey die gleichen wie beim Eishockey der Herren. Jedoch ist bei den Frauen, genauso wie bei den männlichen Nachwuchsmannschaften, ein Gesichtsschutz vorgeschrieben. Des Weiteren sind international Bodychecks verboten.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Österreichische Nationalbibliothek, (Wiener) Sporttageblatt: 30. Januar 1930 Seite 6: Entscheidung erst nach Vorlage entsprechender Ärztlicher Gutachten

Weblinks


Kategorien: Fraueneishockey

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