Frankfurt-Ostend - LinkFang.de





Frankfurt-Ostend


Ostend
8. Stadtteil von Frankfurt am Main
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Fläche 6,432 km²
Einwohner 27.753 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 4315 Einwohner/km²
Postleitzahl 60314, 60316, 60385
Vorwahl 069
Website www.frankfurt.de
Gliederung
Ortsbezirk 4 – Bornheim/Ostend
Stadtbezirke
  • 140 – Ostend
  • 251 – Ostend
  • 252 – Ostend
  • 261Osthafen
Verkehrsanbindung
Regional- und S-Bahn SE 50 RB 55 RB 64 S1 S2 S3 S4 S5 S6 S8 S9
Straßen- und U-Bahn U6 U7 11 12 14
Bus 31 32 n5 n61 n62 n63
Quelle: Statistik aktuell 07/2016. Einwohner mit Hauptwohnung in Frankfurt am Main. Abgerufen am 30. Juni 2016.

Das Ostend ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Es entstand aus der sogenannten östlichen Außenstadt, die sich im 19. Jahrhundert entwickelte.

Lage

Der Stadtteil liegt im Ortsbezirk Bornheim/Ostend und beginnt im Westen – an der Flößerbrücke und Obermainanlage – an der Stadtteilgrenze zur Innenstadt. Im Nordwesten liegt – hinter dem Sandweg – der Stadtteil Nordend-Ost. Im Norden, begrenzt durch die Bornheimer Landwehr und den Ratsweg, liegt Bornheim und daneben – oberhalb der Gleisanlagen des Ostbahnhofs – der Riederwald. Im Osten schließt sich, ab der Dieselstraße, Fechenheim an. Im Süden, getrennt durch den Main, befinden sich – im Uhrzeigersinn – die Nachbarstadt Offenbach am Main, Oberrad und Sachsenhausen-Nord.

Bevölkerung

Im Vergleich zu anderen innenstadtnahen Stadtteilen wie Westend oder Nordend gilt das Ostend durch die Nähe von Osthafen und Großmarkthalle als Arbeiterviertel, daher ist der Wohlstand der Bevölkerung des Ostends noch heute geringer. Jedoch hat der Stadtteil durch die durchgeführten Neubau- und Sanierungsmaßnahmen und noch anhaltende Strukturänderungen zum Dienstleistungssektor in letzter Zeit stark an Attraktivität gewonnen.

Das Ostend war vor dem Zweiten Weltkrieg im Westen geprägt von der jüdischen Bevölkerung. An der Friedberger Anlage erhob sich die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete und 1938 geschändete und abgetragene orthodoxe Synagoge – ein Hochbunker steht noch heute an ihrer Stelle – am Röderbergweg befanden sich das jüdische Waisen- und das Krankenhaus. Heute erinnern noch viele Straßennamen wie Reinganum- oder Königswarterstraße an die große jüdische Gemeinde im Ostend.

Infrastruktur

Das Ostend ist mit dem S-Bahn-Haltepunkt Ostendstraße an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Bis auf die S7 halten dort alle S-Bahn-Linien. Zudem gibt es mehrere U-Bahn-Stationen der Linien U6 und U7, die Naherschließung ergänzen die Linien 11 (FechenheimHöchst) und 14 (BornheimSachsenhausen) der Frankfurter Straßenbahn. Mit dem Ostbahnhof verfügt es zudem über einen Regionalbahnhof für die Züge Richtung Hanau und Würzburg. Die durchgehende Hauptstraße des Stadtteils ist die Hanauer Landstraße. Sie ist im Westen eine Wohn- und Geschäftsstraße. Ab der Eisenbahnbrücke am Ostbahnhof verbreitert sie sich und ab dem Ratswegkreisel nochmals zu einer stark befahrenen Ausfallstraße Richtung Main-Kinzig-Kreis.

Nahe dem Frankfurter Osthafen wurde seit Februar 2010 die stillgelegte Großmarkthalle mit einem 185 Meter hohen Neubau erweitert und zur Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) um- und ausgebaut, die im Herbst 2014 bezogen und im März 2015 eröffnet wurde. Dafür wurde extra der Frankfurter Hochhausrahmenplan abgeändert.

Parallel zu den Bauarbeiten der EZB wurde und wird das Straßennetz umgebaut bzw. grunderneuert.[1] Dies beinhaltete auch eine Ertüchtigung der Honsellbrücke und den Bau der Osthafenbrücke.

In den östlichen Bereichen entstanden im Gefolge des Osthafenbaus (ab 1908) Arbeiterwohnquartiere wie die Riederwald-Siedlung, die heute jedoch einen separaten Stadtteil bilden. Mit dem Frankfurter Zoo beherbergt das Ostend noch eine weitere über Frankfurt weit hinaus bekannte Institution.

Von den vergleichsweise schweren Kriegszerstörungen und Bevölkerungsverlusten durch die Deportation erholte sich das Viertel nur sehr langsam, doch gilt es nicht erst seit dem Neubau der EZB als zukunftsorientierter Stadtteil. Nach 1945 oft nur extensiv genutzte Flächen und das Gelände des früheren Gaswerks am Main wurden bereits in Wohngebiete umgewandelt, entlang des Osthafens hat sich an der Stelle alter Industriebetriebe eines der innovativsten Dienstleistungs- und Gewerbequartiere der Stadt entwickelt. Mittelpunkt dieses Wirtrschaftsquartiers ist die Hanauer Landstraße mit einer Konzentration von zahlreichen Automobilhäusern, die gleichzeitig auch Standort designorientierter Unternehmen ist. Darüber hinaus ist „die Hanauer“ (Landstraße) mit ihrem vielfältigen Angebot an Clubs, Restaurants und Bars auch eine beliebte Ausgehmeile.

Auch in anderen Bereichen wird das Viertel zunehmend attraktiver. 2002 hat sich die Frankfurt School of Finance & Management (hervorgegangen aus Bankakademie und der Hochschule für Bankwirtschaft) als eine der führenden deutschen Privatuniversitäten im Ostend (Sonnemannstraße) angesiedelt und im Frühjahr 2005 hat direkt neben der Bankakademie das Bildungszentrum Ostend eröffnet, das mehrere Schulen und die Frankfurter Volkshochschule beherbergt. Hinzu kommt das traditionsreiche Dr. Hoch’s Konservatorium – Musikakademie, das 2005 seinen Neubau ebenso an der Sonnemannstraße bezog. Im Oktober 2005 zog das Frankfurter Literaturhaus in die wiederaufgebaute klassizistische Alte Stadtbibliothek von 1825 um. Zwischen Bildungszentrum, Ostendstraße und Rückertstraße wurde der Paul-Arnsberg-Platz angelegt. Er konnte jedoch bisher die erwartete Funktion eines öffentlichen Quartiertreffs nicht übernehmen, da die kühle, steinerne Fläche nicht als Kinderspielplatz benutzt werden darf.

Literatur

  • Jüdisches Museum Frankfurt (Hrsg.): Ostend – Blick in ein jüdisches Viertel. Begleitbuch zur Ausstellung 27. Mai–2. November 2000. Societätsverlag, Frankfurt 2001, ISBN 3-7973-0742-X

Weblinks

 Commons: Frankfurt-Ostend  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Projektkarte der Stadt Frankfurt zu Baumaßnahmen im Ostend

Kategorien: Stadtteil von Frankfurt am Main

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt-Ostend (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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