Frankfurt-Bergen-Enkheim - LinkFang.de





Frankfurt-Bergen-Enkheim


Bergen-Enkheim ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für den Asteroiden siehe (221516) Bergen-Enkheim.
Bergen-Enkheim
46. Stadtteil von Frankfurt am Main
}
}
Fläche 12,541 km²
Einwohner 17.913 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 1428 Einwohner/km²
Postleitzahl 60388
Vorwahl 06109
Website www.frankfurt.de
Gliederung
Ortsbezirk 16 – Bergen-Enkheim
Stadtbezirke
  • 680 – Bergen-Enkheim
Verkehrsanbindung
Autobahn 66
Bundesstraße 521
U-Bahn U4 U7
Bus 42 43 551 MKK-23 MKK-25 MKK-28 n5
Quelle: Statistik aktuell 07/2016. Einwohner mit Hauptwohnung in Frankfurt am Main. Abgerufen am 30. Juni 2016.

Bergen-Enkheim ist seit dem 1. Januar 1977 der östlichste Stadtteil von Frankfurt am Main.

Es ist die ehemalige Gemeinde - und ab 1968 Stadt - Bergen-Enkheim, die seit dem Mittelalter als Einheit unter dem Namen Bergen existierte und am 7. November 1936 in Bergen-Enkheim umbenannt wurde.[1][2]

Geografische Lage

Im Westen grenzt Bergen-Enkheim an Seckbach, im Süden an Fechenheim, im Osten an Bischofsheim im Main-Kinzig-Kreis und im Norden an die Stadt Bad Vilbel, Wetteraukreis sowie die Gemeinde Niederdorfelden, ebenfalls Main-Kinzig-Kreis.

Die Topografie des Stadtteils ist durch den Übergang des Maintals in die ansteigende Wetterau geprägt, den sogenannten Berger Hang. An dieser Geländekante, die in West-Ost-Richtung verläuft, liegen Gartenanlagen und Streuobstwiesen. Bergen ist aufgrund seiner Aussicht über das östliche Rhein-Main-Gebiet bis zum Odenwald und Spessart als Wohnsitz sehr beliebt.

Geschichte

Bergen war innerhalb der Grafschaft Hanau-Münzenberg ein bedeutender Ort.

Hauptartikel: Bergen (Bergen-Enkheim)

Enkheim war ein Teil der gemeinsamen Dorfschaft Bergen.

Hauptartikel: Enkheim (Bergen-Enkheim)

Die Gemeinde Bergen-Enkheim, die bis 1936 Bergen hieß, gehörte zum Landkreis Hanau und erhielt 1968 das Stadtrecht. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde Bergen-Enkheim zum 1. Januar 1977 der Stadt Frankfurt als neuer Stadtteil zugeschlagen.[3]

Bevölkerungszahlen

nach 1936 bis 1970[4]:

  • 1939: 6.326 Einwohner
  • 1946: 7.219 Einwohner
  • 1950: 8.130 Einwohner
  • 1956: 9.145 Einwohner
  • 1961: 10.158 Einwohner
  • 1967: 14.048 Einwohner
  • 1970: 14.722 Einwohner

Kultur

Literatur

Die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH verleiht ab 1977, den jährlich – bereits seit 1974 – vergebenen LiteraturpreisStadtschreiber von Bergen“. Verliehen wird er am Freitagabend vor der Eröffnung des Berger Markts durch die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim. Erster Stadtschreiber 1974–1975 war der deutsche Schriftsteller Wolfgang Koeppen (1906–1996).

Ein beliebter – in Bergen-Enkheim gebürtiger – Mundartdichter war Martin Dietz (19. September 1901 bis 23. November 1955): „Wann ich muol sterwe …“ u. a.

Conrad Weil (1893 bis 1960), ein Heimatdichter, schrieb das volkstümliche Theaterstück Der Schelm von Bergen.

Über den Schelm von Bergen und das gleichnamige Rittergeschlecht der Schelme von Bergen gibt es verschiedene Sagen und literarische Arbeiten. Das älteste Gedicht stammt von Isaac von Sinclair (1811), des Weiteren gibt es sowohl ein Gedicht von Heinrich Heine als auch ein Stück von Carl Zuckmayer dazu.

Sehenswürdigkeiten

Bergen hat einen durch historische Bauwerke geprägten Stadtkern. Hervorzuheben ist das gotische Rathaus von Bergen, in dem seit 1959 das Heimatmuseum Bergen-Enkheim untergebracht ist. Es wurde seit 1300 in verschiedenen Bauphasen errichtet.

Ein Zeugnis der alten Stadtmauer Bergens bildet der Weiße Turm, ein spätgotischer Wehrturm, der 1472 zusammen mit der Berger Stadtmauer errichtet wurde.

Für die Kulturdenkmäler des Ortsteils siehe Liste der Kulturdenkmäler in Frankfurt-Bergen-Enkheim.

Umgebung

Unterhalb des Berger Hangs liegt das sogenannte Enkheimer Ried, eine ehemalige Moorlandschaft. Die Stadt Frankfurt hat dieses etwa achteinhalb Hektar große Gebiet als Naturschutzgebiet erhalten und die Gemeinde Bischofsheim hat es 1976 erweitert. Das Enkheimer Ried liegt in einem Altarm des Mains.

Am südlichen Rand des Naturschutzgebiets Enkheimer Ried befinden sich für Frankfurt a.M. außergewöhnliche Alteichenbestände ("Enkheimer Alteichen") von 3 bis 4,30 Metern Stammumfang, einem Alter zwischen 250 und 350 Jahren und Höhen zwischen 25 und 35 Metern. Nachgewiesen sind derzeit 30 Einzelexemplare, die sich im Wesentlichen an vier Positionen im rund 23,3 Hektar großen Enkheimer Wald konzentrieren.

Der „Quellenwanderweg“, der in Seckbach beginnt und über den Lohrberg nach Bergen-Enkheim führt, ist Teil des Frankfurter Grüngürtels.

Politik

Ortsbeiratswahl vom 6. März 2016
(Stimmen in %) [5]
 %
30
20
10
0
26,6
12,8
27,3
18,6
7,0
4,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011 [6]
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-2,7
-10,5
+9,0
+0,8
+1,4
+1,3
Anmerkungen:
c Wir Bergen-Enkheimer
e vorh. FW
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Die 19 Sitze des Ortsbeirats sind nach der Kommunalwahl 2016 wie folgt verteilt:[5]

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Gewerbeverein Bergen-Enkheim sind 140 Unternehmer organisiert. Jedes Jahr richtet der Verein eine Gewerbeschau und den Weihnachtsmarkt aus.

In Bergen-Enkheim findet der einzige Viehmarkt der Großstadt Frankfurt statt. Er ist Bestandteil des Berger Marktes, der jeweils am Wochenende vor dem ersten Dienstag im September beginnt. Das Festzelt wird auch zur Krönung der Apfelweinkönigin genutzt.

Mit dem Hessen-Center befindet sich ein überregional bedeutendes Einkaufszentrum in Bergen-Enkheim. Es liegt zwischen den hier oberirdisch verlaufenden U-Bahn-Gleisen und dem A 66-Anschluss. Es ist eines der größten Einkaufszentren der Stadt.

Es gibt ein Hallen- und Freibad, das Riedbad.

Verkehr

Eisenbahn

Der nächstgelegene Bahnhof ist der Bahnhof Frankfurt-Mainkur. Er liegt an der Bahnstrecke Frankfurt–Hanau zwischen dem Frankfurter Ostbahnhof und dem Haltepunkt „Maintal West“, bereits auf der Gemarkung des Frankfurter Stadtteils Fechenheim. Er soll aufgegeben werden, wenn die Nordmainische S-Bahn in Betrieb geht, und durch einen neuen Haltepunkt etwa einen Kilometer weiter westlich ersetzt werden.

U-Bahn

Sehr viel bedeutender für den öffentlichen Personennahverkehr in Bergen-Enkheim ist die Anbindung mit der U-Bahn. Sie verbindet Bergen-Enkheim seit 1992 direkt mit der Frankfurter Innenstadt. Es verkehren die U7 und seit Dezember 2008 jeder zweite Zug der Linie U4.

Straßenbahn

Bergen hatte von 1913 bis 1992 Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn mit der Endhaltestelle auf Seckbacher Gebiet. Enkheim seit 1957 über den Abzweig von dieser Strecke an der Kruppstraße bis zum Volkshaus Enkheim. Die Enkheimer Strecke wurde 1992 Teil der U-Bahn-Linie. Die Berger Anbindung wurde lediglich durch Busse ersetzt.

Straße

In Bergen-Enkheim endet (derzeit), von Hanau kommend, die A 66, welche erst am Ende der Miquelallee, in Richtung Wiesbaden, fortgesetzt wird. Verschiedene Buslinien des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) binden den Stadtteil an Bad Vilbel, Offenbach und Maintal an.

Bildung

Bergen-Enkheim hat zwei Grundschulen (Schule am Hang und Schule am Landgraben), sowie eine kooperative Gesamtschule (Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulzweig ab Klasse 5) mit gymnasialer Oberstufe (Schule am Ried).

Sonstiges

Nach dem Stadtteil Bergen-Enkheim ist der Asteroid (221516) Bergen-Enkheim benannt, der 2006 am Observatorium Bergen-Enkheim entdeckt wurde.

Literatur

  • Lebendige Vergangenheit in Bergen-Enkheim, Geschichtliche Erläuterungen von Werner Henschke, Der Magistrat der Stadt Bergen-Enkheim, 1976
  • Chronik einer Landschaft am Untermain Bergen-Enkheim, Ludwig Fr. Emmel, Heimatstiftung Bergen-Enkheim, 1985
  • Jüdische Gemeinde Bergen-Enkheim 1933–1942, Helmut Ulshöfer, im Selbstverlag, 1988
  • Karl-Heinz Heinemeyer: Rundweg durch Bergen-Enkheim Eine historische Betrachtung, 1991
  • Karl-Heinz Heinemeyer: Geschichte-Landschaft-Persönlichkeiten im Spiegel der Straßennamen in Bergen-Enkheim, 1997
  • Karl-Heinz Heinemeyer: Bergen-Enkheim Ein junger Stadtteil mit alter Geschichte, 2001, Herausgegeben von Frankfurter Sparkasse

Weblinks

 Commons: Frankfurt-Bergen-Enkheim  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Erlass zur Umbenennung der Gemeinde Bergen
  2. Frankfurt-Bergen-Enkheim bei frankfurt.de
  3. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau
  4. „Bergen-Enkheim (Einwohnerstatistik bis 1970), Stadt Frankfurt am Main“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 25. September 2015)
  5. 5,0 5,1 – Ortsbeiratswahl am 6. März 2016 in Frankfurt am Main , abgerufen am 9. März 2016
  6. Frankfurt am Main: Wahlanalysen , abgerufen am 8. April 2011

Kategorien: Stadtteil von Frankfurt am Main | Ortsbezirk von Frankfurt am Main

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt-Bergen-Enkheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.