Franken-Landschulheim Schloss Gaibach - LinkFang.de





Franken-Landschulheim Schloss Gaibach


Franken-Landschulheim Schloss Gaibach
Schulform Gymnasium, Realschule mit Internat
Schulnummer 473[1]
Gründung 1949
Adresse

Schönbornstraße 2

Ort Volkach, Ortsteil Gaibach; Auẞenstelle Gerolzhofen
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten
Träger Zweckverband Bayerische Landschulheime
Schüler 779[1] (Gymnasium)
406[1] (Realschule)
Lehrkräfte 66[1] (Gymnasium)
30[1] (Realschule)
Leitung Wolfgang Kremer (Gymnasium)
Dieter Jelitto (Realschule)
Ralf Behr (Internat)
Joachim Müller (Auẞenstelle Gerolzhofen)
Website www.flsh.de

Das Franken-Landschulheim Schloss Gaibach im Volkacher Ortsteil Gaibach ist eine öffentliche (kommunale) Internatsschule mit Gymnasium, Realschule und Tagesheim und somit eine Besonderheit im bayerischen Schulsystem.[2] Es erfüllt neben 14 anderen öffentlichen bayerischen Internatsschulen den gesetzlichen Auftrag des Art. 106 BayEUG.

Derzeit besuchen etwa 780 Jungen und Mädchen das Gymnasium, 475 die Realschule. Ungefähr 150 davon leben im Internat. [1]

Geschichte

Eine Schule im Gaibacher Schloss hat ihren Ursprung in der Schulnot nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Schulgebäude waren zerstört und die vielen Flüchtlinge mussten unterrichtet werden. Unter der Leitung des Münchner Stadtschulrats Anton Fingerle wurde der Zweckverband Bayerische Landschulheime ins Leben gerufen, der sich den Missständen widmete und den Schülern und Schülerinnen fortan sogenannte Landschulheime als Orte des Unterrichts, fernab der Städte zu Verfügung stellte.

Das Gelände des gräflichen Schlosses in Gaibach war für diese Idee geeignet, denn es stand seit Jahrzehnten leer. Die Eigentümer der Grafen von Schönborn hatten ihre Residenz bereits im 18. Jahrhundert nach Wiesentheid verlegt und das Schloss wurde 1945 lediglich als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Der Zweckverband richtete eine „Oberrealschule für Knaben und Mädchen“ in den Gebäuden ein. Auch ein Internat wurde gegründet.[3]

Am 14. September 1949 begann der Schulbetrieb mit 120 internen und 70 externen Schülern, die in fünf Klassen aufgeteilt waren. Im Jahr 1956 konnte der erste Jahrgang mit dem Abitur entlassen werden. Zu Beginn reichten die Räume des Schönbornschloss aus, bereits 1956 wurde ein weiteres Schulgebäude im weitläufigen Park erbaut. Kurze Zeit später eröffnete man den ersten Sportplatz. Im Jahr 1957 folgte der naturwissenschaftliche Trakt.

Mit dem Beschluss vom 5. Dezember 1959 änderte die Schule ihr Profil und wurde fortan als Humanistisches Gymnasium mit Realgymnasium geführt. Der Neuaufstellung folgten wieder Umbauten, so wurde 1963 der Wirtschaftstrakt eingeweiht. 1964–1967 folgte eine komplette Schulhauserweiterung, im Jahr 1969 wurde eine Turnhalle auf dem Parkgelände eröffnet. Im Jahr 1974 kam der sogenannte „Kollegbau“ um der wachsenden Schülerzahl mehr Unterrichtsräume zu Verfügung zu stellen.

Zuvor, im Schuljahr 1972/73 wurde in den Gebäuden der ehemaligen Berufsschule in Gerolzhofen eine Außenstelle des Gymnasiums eingerichtet, die von der fünften bis zur zehnten Klasse besucht werden kann. Im Jahr 1969 wurde das Angebot in Gaibach mit der Eröffnung einer vierstufigen Realschule erweitert. Sie war zunächst vierstufig und stand nur für Jungen offen. Im Laufe der Zeit wurde sie auf eine sechsstufige Schule für beide Geschlechter erweitert.

Im Jahr 1977 hatte das Franken-Landschulheim erstmals mehr als 1000 Schüler. Dies machte weitere Anbauten notwendig, die in den achtziger Jahren vorgenommen wurden. 1984/85 wurde erstmals der wirtschaftswissenschaftliche Zweig eingeführt. Im Jahr 1992 wurden die vollständig neu errichteten Schulgebäude im Süden des Schlosses eingeweiht. Der frühere Adelssitz beherbergt jetzt die Internatsräume.[4]

Schule

Gymnasium

Das Gymnasium ist eine Ganztagsschule in offener Form und bietet folgende Ausbildungsrichtungen an:[5]

  • Sprachliches Gymnasium (SG)
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium mit wirtschaftswissenschaftlichem Profil (WSG-W)

Daneben gibt es einen Zweig, der Realschulabsolventen zum Abitur führt.

Über den regulären Fachunterricht hinaus gibt es ein besonderes Nachmittagsangebot (Wahlunterricht) mit einer Vielzahl von Kursen und Arbeitsgemeinschaften.[6]

Realschule

Die sechsstufige Realschule ist eine Ganztagsschule in offener Form mit den Zweigen:[5]

  • Zweig I (mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch)
  • Zweig II (wirtschaftlich)
  • Zweig IIIa (fremdsprachlich mit Französisch)
  • Zweig IIIb (musisch-gestaltend mit Werken)

Internat

Das Internat kann bis zu 60 Mädchen und 120 Jungen aufnehmen. Die Schüler wohnen je nach Jahrgangsstufe in Fünf- bis Zweibettzimmern.[7] Von Montag bis Freitag findet nachmittags in den Klassenzimmern eine betreute Studierzeit statt, zu der Lehrkräfte der Schule zur individuellen fachlichen Unterstützung (Coaching) anwesend sind.[8]

Bekannte ehemalige Schüler

Literatur

  • Victor Metzner: Kurzer Abriss der Geschichte des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach. In: Ute Feuerbach (Hrsg.): Volkach. 906-2006. Volkach 2006.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Schulverzeichnis 2013/14. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Juli 2014, abgerufen am 30. Juni 2016 (PDF; 1,2 MB).
  2. Über uns. Unsere Berufung. Arbeitsgemeinschaft der Öffentlichen Internatsschulen Bayerns, abgerufen am 30. Juni 2016.
  3. Metzner, Victor: Kurzer Abriss der Geschichte des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach. S. 189
  4. Metzner, Victor: Kurzer Abriss der Geschichte des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach. S.191.
  5. 5,0 5,1 Schulprofil. Franken-Landschulheim Schloss Gaibach, abgerufen am 30. Juni 2016.
  6. Flyer LSH Gaibach. Zweckverband Bayerische Landschulheime, August 2015, abgerufen am 30. Juni 2016 (PDF; 3,4 MB).
  7. Schülerzimmer. Franken-Landschulheim Schloss Gaibach, abgerufen am 30. Juni 2016.
  8. Leben im Internat. Franken-Landschulheim Schloss Gaibach, abgerufen am 30. Juni 2016.

Kategorien: Landerziehungsheim | Internat in Bayern | Gymnasium in Unterfranken | Volkach | Gegründet 1949

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Franken-Landschulheim Schloss Gaibach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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