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Forster Kirchenstück


Forster Kirchenstück heißt eine 3,67 ha große Weinlage der Gemeinde Forst an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz).

Lage, Klima und Boden

Die Weinlage ist Teil der Großlage Forster Mariengarten und gehört zum Bereich Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße des Weinbaugebietes Pfalz.

Das Kirchenstück grenzt unmittelbar westlich an die Wohnbebauung von Forst an und liegt direkt hinter der Forster Pfarrkirche, was dem Kirchenstück seinen Namen verschafft hat. Die Lage liegt in einer Höhe von 120 bis 150 Metern und weist eine relativ geringe Hangneigung auf; die Ortsnähe sorgt jedoch für eine lokalklimatische Sonderstellung, denn die Sandsteingebäude des Ortsrandes und die das Kirchenstück umgebenden kniehohen Sandsteinmauern speichern die Sonnenwärme über den Tag und geben diese bei Nacht wieder ab, so dass nachts ein leichter trocken-warmer Windstrom die Feuchtigkeit und Kälte aus dem Bereich der Lage weht.

Die Böden der Lage bestehen aus sandigem Lehm, sandigem Ton, zum Teil aus Buntsandsteinverwitterungen, Kalkstein und Basalt, der vom Pechsteinkopf oberhalb der Gemeinde herstammt.[1]

Klassifikation und Besitzverhältnisse

Bei einer Lagenklassifikation einer Kommission des Königreichs Bayern im Jahr 1828 wurde das Kirchenstück, das damals noch Kirchenbuckel hieß, als einzige aller Lagen in der Pfalz mit der höchsten zu erreichenden Punktzahl versehen und in die höchste Bonitätsklasse eingestuft. Die Pfälzer Sektion des VDP klassifiziert das Forster Kirchenstück als "VDP Große Lage" und die Rieslinge aus dieser Lage entsprechend als „Großes Gewächs“.

Den Besitz des Forster Kirchenstücks teilen sich einige namhafte Weingüter der Mittelhaardt; unter anderem gehören dem Weingut Eugen Müller 1,00 ha, dem Weingut Reichsrat von Buhl 0,88 ha und dem Weingut Dr. Bürklin-Wolf 0,54 ha. Weitere Besitzer sind das Weingut Acham-Magin, Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan, das Weingut Heinrich Spindler, das Weingut Werlé Erben, sowie das Weingut von Winning.

Sage

Einer Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg zufolge war der spanische Oberst Frangipani im nahen Frankenthal stationiert gewesen und hatte bei mehreren Besuchen an der Mittelhaardt auch Forst kennengelernt. Er soll, obwohl er aus Spanien kam jedem gestanden haben, dass nirgends auf der Welt die Weine soviel Feuer und Bouquet hätten wie solche, die von den Basaltböden Forsts kamen. Als der Oberst mit seinem Regiment aus der Pfalz abgezogen wurde, soll er seine Soldaten vor dem Kirchenstück mit einem Parademarsch und klingendem Spiel aufmarschieren lassen haben; er selbst soll dabei seinen Schimmel in die Knie gezwungen und sich tief vor dem Hang des Kirchenstücks verneigt haben, um dieser Lage eine besondere Ehre zu erweisen.[2]

Siehe auch

Quellen

  1. http://www.grossesgewaechs.de/Pfalz/Kirchenst%FCck.htm
  2. Das große Pfalzbuch, Pfälzische Verlagsanstalt Neustadt/Weinstraße

Weblinks


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