Forst an der Weinstraße - LinkFang.de





Forst an der Weinstraße


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad DürkheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Deidesheim
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 3,59 km²
Einwohner: 817 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67147
Vorwahl: 06326
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 017
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Bahnhof 5
67146 Deidesheim
Webpräsenz: www.forst-weinstrasse.de
Ortsbürgermeister: Bernhard Klein (CDU)
}

Das Winzerdorf Forst an der Weinstraße ist eine Ortsgemeinde im vorderpfälzischen Landkreis Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz). Sie gehört der Verbandsgemeinde Deidesheim an. Forst ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie

Der Ort liegt am hügeligen Westrand der Oberrheinischen Tiefebene an der Deutschen Weinstraße im pfälzischen Weinbaugebiet. Nachbarorte sind Wachenheim im Norden, Friedelsheim im Nord- und Niederkirchen im Südosten sowie Deidesheim im Süden.

Geschichte

Der salische Graf Johann, Neffe von Kaiser Heinrich IV. und von 1090 bis 1104 als Johann I. Fürstbischof von Speyer, übereignete im Jahre 1100 seine persönlichen Besitzungen im Speyergau, darunter auch Deidesheim, schenkungsweise dem Hochstift Speyer. Das ausgedehnte Waldgebiet nördlich von Deidesheim, das in Urkunden „Vorst“ bzw. „Forst“ genannt wurde, war von dieser Regelung ausgenommen und blieb der fürstbischöflichen Jagd vorbehalten. In diesem Forst liegen die Anfänge des Dorfes.

Am 10. Mai 1525, während des pfälzischen Bauernkrieges, führte Kurfürst Ludwig V. in Forst erfolglose Verhandlungen mit den aufständischen Bauern des Geilweiler und des Bockenheimer Haufens.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Forst landesherrlich zum Hochstift Speyer. Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufers im Ersten Koalitionskrieg von den Franzosen besetzt. Von 1798 bis 1814 gehörte Forst zum Kanton Dürkheim (franz.: Canton de Dürkheim) im Departement Donnersberg (franz.: Département du Mont-Tonnerre).

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung gehörte Forst von 1817 an zum Landkommissariat Neustadt im Rheinkreis, ab 1862 zum Bezirksamt Neustadt und von 1939 an zum Landkreis Neustadt an der Weinstraße.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Forst an der Weinstraße innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des Regierungsbezirks Pfalz im damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz und gehört seit 1969 zum Landkreis Bad Dürkheim.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Forst an der Weinstraße; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 695
1835 789
1871 591
1905 589
1939 603
1950 746
Jahr Einwohner
1961 742
1970 687
1987 669
1997 732
2005 848
2014 817

Religion

Ende 2011 waren 50,8 % der Einwohner katholisch und 29,5 % evangelisch, 18 % waren konfessionslos, und 1,6 % gehörten einer sonstigen Religion an.[3]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Forst besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU GRÜNE FWG Gesamt
2014 7 1 4 12 Sitze
2009 per Mehrheitswahl 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Forst e. V.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Geteilt und unten gespalten, oben auf grünem Boden in Silber sieben grüne Bäume unterschiedlicher Länge, unten rechts in Blau ein durchgehendes silbernes Kreuz, unten links in Grün mit rotem Boden ein silbernes Gotteslamm mit goldenem Nimbus und Kreuzesfahne“.

Es wurde 1902 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1725. Das silberne Kreuz in Blau erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer.[5]

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden.

Innerörtlich

  • Nördliches Ungeheuer, Steinskulptur am nördlichen Ortseingang, von Steinbildhauer-Meisterin Janet Weisbrodt (Niederkirchen bei Deidesheim)
  • Katholische Kirche St. Margareta, erbaut 1716–1723, mit 40 Meter hohem Turm von 1767
  • Kriegerdenkmal, 1933 in den Kirchenhügel gebaut als offene Krypta mit dreiteiligem Kreuzgewölbe
  • Eichbrunnen
  • Pechsteinbrunnen
  • Hansel-Fingerhut-Brunnen
  • Südliches Ungeheuer, Steinskulptur am südlichen Ortseingang von Steinbildhauer-Meisterin Bettina Morio (Deidesheim)

Außerhalb der Wohnbebauung

  • Lagenstein mit eingravierten Forster Weinlagen (Aussichtspunkt westlich des Dorfes)
  • Madonnenstatue in der Weinlage Mariengarten (Aussichtspunkt westlich des Dorfes)
  • Hahnenböhler Kreuz in der Weinlage Hahnenböhl, als hölzernes Wetterkreuz 1803 errichtet und 1886 durch ein Kreuz aus Eisen ersetzt (Aussichtspunkt westlich des Dorfes)
  • Bismarckhöhle, westlich des Ortes nahe am Waldrand, 1885 geschaffen zu Ehren des 70. Geburtstages von Reichskanzler Otto von Bismarck. Die Gedenktafel am Eingang trägt eine Inschrift, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen den Namen „Bismarck“ ergeben:
Bringt Wetter dich
In Not,
So kehre bei mir ein.
Männiglich
Arm wie
Reich,
Christ oder Heid,
Künftig soll geschützet sein.
  • Pechsteinkopf, 355 Meter hoher Berg westlich von Forst mit Basaltvorkommen, das bis ins 20. Jahrhundert abgebaut und mit einer Drahtseilbahn zu Tal geschafft wurde. Der Pechsteinkopf ist Teil des Naturschutzgebiets NSG-7332-174.[6]
  • Forster Bruch, Naturschutzgebiet NSG-7332-220 zwischen Forst und der Bahnlinie östlich des Ortes.[6]

Feste

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Die Fruchtbarkeit der Böden und das milde Klima veranlassten bereits die Römer, hier Mandeln, Feigen und Zitrusfrüchte anzupflanzen, speziell aber den Weinbau einzuführen. Forst liegt in der Region Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und ist berühmt für seine Weinlagen, vor allem Forster Ungeheuer, Kirchenstück und Pechstein. Die Rebsorte Riesling dominiert mit einem Anteil von etwa 85 % an den rund 180 Hektar Rebfläche. Die Erwerbstätigkeit ist in zunehmendem Maße auch durch Tourismus und Gastronomie geprägt.

Verkehr

Forst ist ein Straßendorf. Die ursprünglich einzige Straße durchzieht den Ort von Nord nach Süd, heute mit einer Länge von etwa 1,2 km als Teilstück der Deutschen Weinstraße. Dies war früher zugleich die Bundesstraße 271, die Bad Dürkheim und Neustadt an der Weinstraße verbindet.

Eine erste kleine Umgehungsstraße wurde um 1970 direkt am östlichen Dorfrand gebaut; sie wurde inzwischen jedoch vom Ort „eingeholt“. In den 1990er Jahren wurde die B 271 für die gesamte Region 1 km nach Osten verlegt und berührt die Weinorte nicht mehr. Über die B 271 und deren Anschluss Deidesheim besteht seitdem auch eine schnelle Anbindung von Forst an die Autobahn 65 (Anschlussstelle 11 Deidesheim), über die in etwa 25 Minuten Ludwigshafen oder in etwa 50 Minuten Karlsruhe erreicht werden kann. In nördlicher Richtung gelangt man auf der B 271 nach Bad Dürkheim und zur dortigen Anschlussstelle der Autobahn 650 (Bad Dürkheim–Ludwigshafen).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Sonstige Personen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. ewois, Stand: 31. Oktober 2011
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  6. 6,0 6,1 Naturschutz Rheinland-Pfalz

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Forst an der Weinstraße (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.