Formel-1-Saison 1994 - LinkFang.de





Formel-1-Weltmeisterschaft 1994

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Formel-1-Weltmeisterschaft 1994
Weltmeister
Fahrer: Deutschland Michael Schumacher
Konstrukteur: Vereinigtes Konigreich Williams-Renault
Saisondaten
Anzahl Rennen: 16
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Die Formel-1-Weltmeisterschaft 1994 war die 45. Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie wurde über 16 Rennen in der Zeit vom 27. März 1994 bis zum 13. November 1994 ausgetragen. Michael Schumacher gewann seine erste von sieben Fahrer-Weltmeisterschaften, das Williams-Team wurde zum siebten Mal insgesamt und dritten Mal in Folge Konstrukteursweltmeister. Die Saison wurde von mehreren schweren Unfällen überschattet, davon zwei tödlichen Unfällen während des Rennwochenendes zum Großen Preis von San Marino in Imola. Der Österreicher Roland Ratzenberger starb nach einem Unfall noch während des Trainings, der Brasilianer Ayrton Senna nach einer Reihe von Zwischenfällen durch einen Unfall im Rennen. Beim Training zum Großen Preis von Monaco verunglückte Karl Wendlinger so schwer, dass er mehrere Wochen im Koma lag und einige Zeit später seine Formel-1-Karriere beenden musste.

Teams und Fahrer

Foto Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Rennen Test-/
Ersatzfahrer
Vereinigtes Konigreich Rothmans Williams Renault Williams FW16
Williams FW16B
Renault 3.5 V10 G 00[A 1] Vereinigtes Konigreich Damon Hill 1–16 Vereinigtes Konigreich David Coulthard
02 Brasilien Ayrton Senna 1–3
Vereinigtes Konigreich David Coulthard 5, 6, 8–13
Vereinigtes Konigreich Nigel Mansell 7, 14–16
Vereinigtes Konigreich Tyrrell Tyrrell 022 Yamaha 3.5 V10 G 03 Japan Ukyō Katayama 1–16 n/a
04 Vereinigtes Konigreich Mark Blundell 1–16
Vereinigtes Konigreich Mild Seven Benetton Ford Benetton B194 Ford Zetec-R 3.5 V8 G 05 Deutschland Michael Schumacher 1–11, 14–16 Kanada Paul Tracy
Niederlande Jos Verstappen
Finnland JJ Lehto 12, 13
06 Niederlande Jos Verstappen 1, 2, 7–14
Finnland JJ Lehto 3–6
Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert 15, 16
Vereinigtes Konigreich Marlboro McLaren Peugeot McLaren MP4/9 Peugeot 3.5 V10 G 07 Finnland Mika Häkkinen 1–9, 11–16 Frankreich Philippe Alliot
Frankreich Philippe Alliot 10
08 Vereinigtes Konigreich Martin Brundle 1–16
Vereinigtes Konigreich Footwork Ford Footwork FA15 Ford HB 3.5 V8 G 09 Brasilien Christian Fittipaldi 1–16 n/a
10 Italien Gianni Morbidelli 1–16
Vereinigtes Konigreich Team Lotus Lotus 107C
Lotus 109
Mugen-Honda 3.5 V10 G 11 Portugal Pedro Lamy 1–4 n/a
Italien Alessandro Zanardi 5–10, 12
Belgien Philippe Adams 11, 13
Frankreich Éric Bernard 14
Finnland Mika Salo 15, 16
12 Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert 1–13
Italien Alessandro Zanardi 14–16
Vereinigtes Konigreich Sasol Jordan Jordan 194 Hart 3.5 V10 G 14 Brasilien Rubens Barrichello 1–16 n/a
15 Vereinigtes Konigreich Eddie Irvine 1, 5–16
Japan Aguri Suzuki 2
Italien Andrea de Cesaris 3, 4
Frankreich Tourtel Larrousse F1 Larrousse LH94 Ford HB 3.5 V8 G 19 Monaco Olivier Beretta 1–10 n/a
Frankreich Philippe Alliot 11
Frankreich Yannick Dalmas 12, 13
Japan Hideki Noda 14–16
20 Frankreich Érik Comas 1–15
Schweiz Jean-Denis Delétraz 16
Italien Minardi Scuderia Italia Minardi M193B
Minardi M194
Ford HB 3.5 V8 G 23 Italien Pierluigi Martini 1–16 Italien Luca Badoer
24 Italien Michele Alboreto 1–16
Frankreich Ligier Gitanes Blondes Ligier JS39B Renault 3.5 V10 G 25 Frankreich Éric Bernard 1–13 Frankreich Franck Lagorce
Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert 14
Frankreich Franck Lagorce 15, 16
26 Frankreich Olivier Panis 1–16
Italien Scuderia Ferrari SpA Ferrari 412T1
Ferrari 412T1/B
Ferrari 3.5 V12 G 27 Frankreich Jean Alesi 1, 4–16 Italien Nicola Larini
Italien Nicola Larini 2, 3
28 Osterreich Gerhard Berger 1–16
Schweiz Broker Sauber Mercedes Sauber C13 Mercedes-Benz 3.5 V10 G 29 Osterreich Karl Wendlinger 1–4 n/a
Italien Andrea de Cesaris 6–14
Finnland JJ Lehto 15, 16
30 Deutschland Heinz-Harald Frentzen 1–16
Vereinigtes Konigreich MTV Simtek Ford Simtek S941 Ford HB 3.5 V8 G 31 Australien David Brabham 1–16 Italien Andrea Montermini
32 Osterreich Roland Ratzenberger 1–3
Italien Andrea Montermini 5
Frankreich Jean-Marc Gounon 7–13
Italien Domenico Schiattarella 14, 16
Japan Taki Inoue 15
Vereinigtes Konigreich Pacific Grand Prix Ltd
Vereinigtes Konigreich Ursus Pacific Grand Prix[A 2]
Pacific PR01 Ilmor 3.5 V10 G 33 Frankreich Paul Belmondo 1–16 Vereinigtes Konigreich Oliver Gavin
Italien Giovanni Lavaggi
34 Frankreich Bertrand Gachot 1–16
  1. Die Startnummer 1 wurde nicht vergeben, da mit Alain Prost der Weltmeister von 1993 nicht mehr teilnahm. So fielen die ersten Startnummern automatisch dem Konstrukteursweltmeister zu.
  2. Ab dem 13. Rennen, dem Großen Preis von Portugal, trat Pacific Racing unter dem Namen Ursus Pacific Grand Prix an.

Rennkalender

Nr. Datum Grand Prix Strecke Distanz
(km)
Pole-Position Schnellste Rennrunde Sieger Gesamtführender
Fahrer
Gesamtführender
Konstrukteur
01 27. März Brasilien Brasilien Autódromo José Carlos Pace 307,075 Ayrton Senna Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher Benetton-Ford
02 17. April Pazifik Pazifik Tanaka International Circuit Aida 307,349 Ayrton Senna Michael Schumacher Michael Schumacher
03 1. Mai San Marino San Marino Autodromo Enzo e Dino Ferrari 292,320 Ayrton Senna Damon Hill Michael Schumacher
04 15. Mai Monaco Monaco Circuit de Monaco 259,584 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
05 29. Mai Spanien Spanien Circuit de Catalunya 308,555 Michael Schumacher Michael Schumacher Damon Hill
06 12. Juni Kanada Kanada Circuit Gilles-Villeneuve 307,050 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
07 3. Juli Frankreich Frankreich Circuit de Nevers Magny-Cours 306,000 Damon Hill Damon Hill Michael Schumacher
08 10. Juli Vereinigtes Konigreich Großbritannien Silverstone Circuit 303,420 Damon Hill Damon Hill Damon Hill
09 31. Juli Deutschland Deutschland Hockenheimring 307,035 Gerhard Berger David Coulthard Gerhard Berger
10 14. August Ungarn Ungarn Hungaroring 305,536 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
11 28. August Belgien Belgien Circuit de Spa-Francorchamps 308,044 Rubens Barrichello Damon Hill Damon Hill
12 11. September Italien Italien Autodromo Nazionale Monza 307,400 Jean Alesi Damon Hill Damon Hill
13 25. September Portugal Portugal Circuito do Estoril 309,560 Gerhard Berger David Coulthard Damon Hill
14 16. Oktober Europa Europa Circuito de Jerez 305,532 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
15 6. November Japan Japan Suzuka International Racing Course 293,200 Michael Schumacher Damon Hill Damon Hill Williams-Renault
16 13. November Australien Australien Adelaide Street Circuit 306,180 Nigel Mansell Michael Schumacher Nigel Mansell

Rennberichte

Großer Preis von Brasilien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:35:38,759
2 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault + 25,724
3 Frankreich Jean Alesi Italien Ferrari + 1:00,575
PP Brasilien Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:15,962
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:18,455

Der Große Preis von Brasilien auf dem Autódromo José Carlos Pace in São Paulo fand am 27. März 1994 statt und ging über 71 Runden (307,075 km).

Großer Preis des Pazifiks

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:46:01,693
2 Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari + 1:15,300
3 Brasilien Rubens Barrichello Vereinigtes Konigreich Jordan-Hart + 1 Runde
PP Brasilien Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:10,218
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:14,023

Der Große Preis des Pazifiks auf dem Tanaka International Circuit Aida in Japan fand am 17. April 1994 statt und ging über 83 Runden (307,349 km).

Großer Preis von San Marino

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:28:28,642
2 Italien Nicola Larini Italien Ferrari + 54,942
3 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 1:10,679
PP Brasilien Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:21,548
SR Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:24,335

Der Große Preis von San Marino auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola fand am 1. Mai 1994 statt und ging über 58 Runden (292,32 km).

Das Rennwochenende war durch eine beispiellose Unfallserie gezeichnet. Im Freitags-Training überstand zunächst Rubens Barrichello einen schweren Unfall, bei dem er mit dem Schrecken und einer gebrochenen Nase davonkam. Tags darauf im Abschlusstraining verunglückte der österreichische Pilot Roland Ratzenberger, als sein Frontflügel bei über 300 km/h abriss und das Auto nahezu ungebremst und fast frontal in die Mauer der linken Streckenbegrenzung krachte; Ratzenberger war sofort tot.

Beim Rennen am Sonntag verunglückte der Williams-Pilot und dreimalige Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna; er fuhr in der schnellen Tamburellokurve bei weit über 300 km/h vermutlich aufgrund eines Strömungsabrisses, welcher durch die zu langen Seitenkästen des Williams in Verbindung mit den Bodenwellen in der Tamburello-Kurve entstand, geradeaus und prallte in die Begrenzungsmauer. Trümmer der Vorderradaufhängung durchdrangen das Helmvisier des Brasilianers und fügten ihm tödliche Kopfverletzungen zu. Bereits beim Start des Rennens hatte sich ein Unfall ereignet, der zur Neutralisierung führte: Pedro Lamy fuhr dem Benetton des stehengebliebenen JJ Lehto ins Heck, herumfliegende Trümmerteile verletzen Zuschauer. Beide Fahrer wurden zur Untersuchung ins Medical Center gebracht. Den Schlusspunkt bildete ein missglückter Boxenstopp des Italieners Michele Alboreto, in dessen Folge ein nicht sachgemäß befestigtes Rad mehrere Mechaniker verletzte.

Der Tod von Senna blieb für 20 Jahre der letzte tödliche Unfall eines Fahrers in einem Formel-1-Weltmeisterschaftslauf. Beim Großen Preis von Japan 2014 war Jules Bianchi in einen schweren Unfall verwickelt. Er starb neun Monate später an den Folgen.

Großer Preis von Monaco

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:49:55,372
2 Vereinigtes Konigreich Martin Brundle Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 37,278
3 Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari + 1:16,824
PP Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:18,560
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:21,076

Der Große Preis von Monaco auf dem Circuit de Monaco fand am 15. Mai 1994 statt und ging über 78 Runden (259,584 km).

Im Freien Training verunglückte der Österreicher Karl Wendlinger schwer. Er verlor auf dem schnellsten Streckenabschnitt nach dem Tunnel die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste in die Begrenzungsmauer der Hafenschikane. Wendlinger fiel in ein tiefes Koma, seine Überlebenschancen und seine Zukunft waren zunächst ungewiss. Nach drei Wochen erwachte der Sauber-Pilot aus dem Koma und war bis zum Herbst fast vollständig wieder genesen. Ein Comeback-Versuch in den letzten beiden Rennen scheiterte jedoch.

Großer Preis von Spanien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:36:14,374
2 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford + 24,166
3 Vereinigtes Konigreich Mark Blundell Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Yamaha + 1:26,969
PP Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:21,908
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:25,155

Der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona fand am 29. Mai 1994 statt und ging über 65 Runden (308,555 km).

Großer Preis von Kanada

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:44:31,887
2 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault + 39,660
3 Frankreich Jean Alesi Italien Ferrari + 1:13,338
PP Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:26,178
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:28,927

Der Große Preis von Kanada auf dem Circuit Gilles-Villeneuve in Montreal fand am 12. Juni 1994 statt und ging über 69 Runden (307,05 km).

Großer Preis von Frankreich

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:38:35,704
2 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault + 12,642
3 Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari + 52,765
PP Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:16,282
SR Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:19,678

Der Große Preis von Frankreich auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours fand am 3. Juli 1994 statt und ging über 72 Runden (306,0 km).

Großer Preis von Großbritannien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:30:03,640
2 Frankreich Jean Alesi Italien Ferrari + 1:08,128
3 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 1:40,659
PP Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:24,960
SR Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:27,100

Der Große Preis von Großbritannien auf dem Silverstone Circuit fand am 10. Juli 1994 statt und ging über 60 Runden (303,42 km).

Michael Schumacher überholte in der Aufwärmrunde reglementswidrig seinen Kontrahenten Damon Hill. Daraufhin verhängte die Rennleitung im Rennen eine Stop-and-Go-Strafe für den Benetton-Fahrer, die er und sein Team jedoch ignorierten. Daraufhin bekam er von der Rennleitung mehrmals die schwarze Flagge (Disqualifikation) gezeigt, die Schumacher und sein Team ebenfalls ignorieren bzw. nicht gesehen haben wollten. Die Fernsehbilder zeigten einen aufgeregt mit der Rennleitung diskutierenden Benetton-Teamchef Flavio Briatore. Kurz darauf bog sein Pilot in die Boxengasse ein und saß die zu Beginn verhängte Stop-and-Go Strafe ab. Nach dem Rennen wurde Schumacher trotzdem disqualifiziert und verlor damit seinen zweiten Platz sowie sechs Punkte. Ein paar Tage nach dem britischen Grand Prix griff die FIA sogar zu noch drastischeren Mitteln: Sie sperrte den Deutschen wegen Ignorierens der schwarzen Flagge für zwei Rennen. Durch einen Einspruch seitens des Benetton-Teams konnte er aber zumindest bei seinem Heim-Rennen in Hockenheim starten, bevor das FIA World Council in Paris die Strafe für die Rennen in Monza und Estoril bestätigte.

Großer Preis von Deutschland

Platz Fahrer Team Zeit
1 Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari 1:22:37,272
2 Frankreich Olivier Panis Frankreich Ligier-Renault + 54,779
3 Frankreich Éric Bernard Frankreich Ligier-Renault + 1:05,042
PP Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari 1:43,582
SR Vereinigtes Konigreich David Coulthard Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:46,211

Der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring fand am 31. Juli 1994 statt und ging über 45 Runden (307,035 km).

Großer Preis von Ungarn

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:48:00,185
2 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault + 20,827
3 Niederlande Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford + 1:10,329
PP Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:18,258
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:20,881

Der Große Preis von Ungarn auf dem Hungaroring bei Budapest fand am 14. August 1994 statt und ging über 77 Runden (305,536 km).

Großer Preis von Belgien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:28:47,170
2 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 51,381
3 Niederlande Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford + 1:10,453
PP Brasilien Rubens Barrichello Vereinigtes Konigreich Jordan-Hart 2:21,163
SR Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:57,117

Der Große Preis von Belgien auf dem Circuit de Spa-Francorchamps fand am 28. August 1994 statt und ging über 44 Runden (308,044 km).

Michael Schumacher ging als Erster durchs Ziel, wurde aber nach dem Rennen wegen einer zu dünnen Holzbodenplatte (seit Hockenheim Vorschrift) an seinem Benetton disqualifiziert. Schumacher hatte sich im Rennen auf den Randsteinen gedreht und argumentierte, dass die Holzplatte deshalb so stark abgeschliffen sei. Die FIA folgte dem Einspruch aber nicht.

Großer Preis von Italien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:18:02,754
2 Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari + 4,930
3 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 25,640
PP Frankreich Jean Alesi Italien Ferrari 1:23,844
SR Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:25,930

Der Große Preis von Italien auf dem Autodromo Nazionale Monza fand am 11. September 1994 statt und ging über 53 Runden (307,4 km).

Großer Preis von Portugal

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:41:10,165
2 Vereinigtes Konigreich David Coulthard Vereinigtes Konigreich Williams-Renault + 0,603
3 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 20,193
PP Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari 1:20,608
SR Vereinigtes Konigreich David Coulthard Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:22,446

Der Große Preis von Portugal auf dem Circuito do Estoril in Lissabon fand am 25. September 1994 statt und ging über 71 Runden (309,56 km).

Damon Hill, der von den Sperren des WM-Führenden Schumacher im vorhergehenden und diesem Rennen profitierte, siegte zum dritten Mal in Folge und kam dadurch bis auf einen Punkt an Schumacher heran (76:75 Punkte).

Großer Preis von Europa

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:40:26,689
2 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault + 24,689
3 Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 1:09,648
PP Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:22,762
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:25,040

Der Große Preis von Europa auf dem Circuito de Jerez in Jerez de la Frontera fand am 16. Oktober 1994 statt und ging über 69 Runden (305,532 km).

Großer Preis von Japan

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:55:53,532
2 Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford + 3,365
3 Frankreich Jean Alesi Italien Ferrari + 52,045
PP Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:37,209
SR Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:56,597

Der Große Preis von Japan auf dem Suzuka International Racing Course fand am 6. November 1994 statt und ging über 50 Runden (293,2 km).

Großer Preis von Australien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Nigel Mansell Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:47:51,480
2 Osterreich Gerhard Berger Italien Ferrari + 2,511
3 Vereinigtes Konigreich Martin Brundle Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot + 52,487
PP Vereinigtes Konigreich Nigel Mansell Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 1:16,179
SR Deutschland Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1:17,140

Der Große Preis von Australien auf dem Adelaide Street Circuit fand am 13. November 1994 statt und ging über 81 Runden (306,18 km).

Schumacher qualifizierte sich für Startplatz zwei, direkt vor Damon Hill. Trainingsschnellster war Altmeister Nigel Mansell. Die beiden WM-Aspiranten führten vom Start weg das Rennen an (Schumacher vor Hill). In der 36. Runde rutschte Schumacher von der Piste und berührte nach einer Linkskurve die äußere Mauer. Er lenkte auf die Strecke zurück und blieb knapp vor Hill. In der nächsten Rechtskurve versuchte Hill innen vorbeizukommen, der Deutsche blieb als Führender auf der Ideallinie. Die Wagen berührten sich, Schumacher flog über Hills Vorderrad und landete im Reifenstapel. Das Rennen war daraufhin für Schumacher beendet. Hill fuhr noch an die Box, da aber seine vordere linke Radaufhängung gebrochen war, gab er das Rennen auf und Schumacher war Weltmeister.

Weltmeisterschaftswertungen

Weltmeister wird derjenige Fahrer bzw. Konstrukteur, der bis zum Saisonende die meisten Punkte in der Weltmeisterschaft angesammelt hat. Bei der Punkteverteilung werden die Platzierungen im Gesamtergebnis des jeweiligen Rennens aller Rennen berücksichtigt. Die sechs erstplatzierten Fahrer jedes Rennens erhielten Punkte nach folgendem Schema:

Punkteverteilung
Platz 1 2 3 4 5 6
Punkte 10 6 4 3 2 1

Fahrerwertung

Pos. Fahrer Konstrukteur Großer Preis von Brasilien]] }} Großer Preis des Pazifiks]] }} Großer Preis von San Marino]] }} Großer Preis von Monaco]] }} Großer Preis von Spanien]] }} Großer Preis von Kanada]] }} Großer Preis von Frankreich]] }} Großer Preis von Großbritannien]] }} Großer Preis von Deutschland]] }} Großer Preis von Ungarn]] }} Großer Preis von Belgien]] }} Großer Preis von Italien]] }} Großer Preis von Portugal]] }} Großer Preis von Europa]] }} Großer Preis von Japan]] }} Großer Preis von Australien]] }} Punkte
01 Deutschland M. Schumacher Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 1 1 1 1 2 1 1 DSQ DNF 1 DSQ EX EX 1 2 DNF 92
02 Vereinigtes Konigreich D. Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 2 DNF 6 DNF 1 2 2 1 8 2 1 1 1 2 1 DNF 91
03 Osterreich G. Berger Italien Ferrari DNF 2 DNF 3 DNF 4 3 DNF 1 12* DNF 2 DNF 5 DNF 2 41
04 Finnland M. Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot DNF DNF 3 DNF DNF DNF DNF 3 DNF 2 3 3 3 7 12* 26
05 Frankreich J. Alesi Italien Ferrari 3 INJ INJ 5 4 3 DNF 2 DNF DNF DNF DNF DNF 10 3 6 24
06 Brasilien R. Barrichello Vereinigtes Konigreich Jordan-Hart 4 3 DNQ DNF DNF 7 DNF 4 DNF DNF DNF 4 4 12 DNF 4 19
07 Vereinigtes Konigreich M. Brundle Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot DNF DNF 8 2 11* DNF DNF DNF DNF 4* DNF 5 6 DNF DNF 3 16
08 Vereinigtes Konigreich D. Coulthard Vereinigtes Konigreich Williams-Renault DNF 5 5 DNF DNF 4 6* 2 14
09 Vereinigtes Konigreich N. Mansell Vereinigtes Konigreich Williams-Renault DNF DNF 4 1 13
10 Niederlande J. Verstappen Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford DNF DNF DNF 8 DNF 3 3 DNF 5 DNF 10
11 Frankreich O. Panis Frankreich Ligier-Renault 11 9 11 9 7 12 DNF 12 2 6 7 10 DSQ 9 11 5 9
12 Vereinigtes Konigreich M. Blundell Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Yamaha DNF DNF 9 DNF 3 10* 10 DNF DNF 5 5 DNF DNF 13 DNF DNF 8
13 Deutschland H.-H. Frentzen Schweiz Sauber-Mercedes DNF 5 7 DNS DNF DNF 4 7 DNF DNF DNF DNF DNF 6 6 7 7
14 Italien N. Larini Italien Ferrari DNF 2 6
15 Brasilien C. Fittipaldi Vereinigtes Konigreich Footwork-Ford DNF 4 13* DNF DNF DSQ 8 9 4 14* DNF DNF 8 17 8 8 6
16 Vereinigtes Konigreich E. Irvine Vereinigtes Konigreich Jordan-Hart DNF 6 DNF DNF DNF DNF DNF 13* DNF 7 4 5 DNF 6
17 Japan U. Katayama Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Yamaha 5 DNF 5 DNF DNF DNF DNF 6 DNF DNF DNF DNF DNF 7 DNF DNF 5
18 Frankreich É. Bernard Frankreich Ligier-Renault DNF 10 12 DNF 8 13 DNF 13 3 10 10 7 10 4
Vereinigtes Konigreich Lotus-Mugen 18 0
19 Osterreich K. Wendlinger Schweiz Sauber-Mercedes 6 DNF 4 DNS INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ 4
20 Italien A. de Cesaris Vereinigtes Konigreich Jordan-Hart DNF 4 3
Schweiz Sauber-Mercedes DNF 6 DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 1
21 Italien P. Martini Italien Minardi-Ford 8 DNF DNF DNF 5 9 5 10 DNF DNF 8 DNF 12 15 DNF 9 4
22 Italien G. Morbidelli Vereinigtes Konigreich Footwork-Ford DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 5 DNF 6 DNF 9 11 DNF DNF 3
23 Frankreich É. Comas Frankreich Larrousse-Ford 9 6 DNF 10 DNF DNF 11* DNF 6 8 DNF 8 DNF DNF 9 2
24 Finnland JJ Lehto Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford DNF 7 DNF 6 9 DNF 1
Schweiz Sauber-Mercedes DNF 10 0
25 Italien M. Alboreto Italien Minardi-Ford DNF DNF DNF 6 DNF 11 DNF DNF DNF 7 9 DNF 13 14 DNF DNF 1
Vereinigtes Konigreich J. Herbert Vereinigtes Konigreich Lotus-Mugen 7 7 10 DNF DNF 8 7 11 DNF DNF 12 DNF 11 0
Frankreich Ligier-Renault 8 0
Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford DNF DNF 0
Monaco O. Beretta Frankreich Larrousse-Ford DNF DNF DNF 8 DNF DNF DNF 14 7 9 0
Portugal P. Lamy Vereinigtes Konigreich Lotus-Mugen 10 8 DNF 11 0
Frankreich J.-M. Gounon Vereinigtes Konigreich Simtek-Ford 9 16 DNF DNF 11 DNF 15 0
Italien A. Zanardi Vereinigtes Konigreich Lotus-Mugen 9 15 DNF DNF DNF 13 DNF 16 13 DNF 0
Australien D. Brabham Vereinigtes Konigreich Simtek-Ford 12 DNF DNF DNF 10 14 DNF 15 DNF 11 DNF DNF DNF DNF 12 DNF 0
Finnland M. Salo Vereinigtes Konigreich Lotus-Mugen 10 DNF 0
Frankreich F. Lagorce Frankreich Ligier-Renault DNF 11 0
Osterreich R. Ratzenberger Vereinigtes Konigreich Simtek-Ford DNQ 11 DNS 0
Frankreich Y. Dalmas Frankreich Larrousse-Ford DNF 14 0
Belgien P. Adams Vereinigtes Konigreich Lotus-Mugen DNF 16 0
Italien D. Schiattarella Vereinigtes Konigreich Simtek-Ford 19 DNF 0
Frankreich B. Gachot Vereinigtes Konigreich Pacific-Ilmor DNF DNQ DNF DNF DNF DNF DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ 0
Brasilien A. Senna Vereinigtes Konigreich Williams-Renault DNF DNF DNF 0
Japan H. Noda Frankreich Larrousse-Ford DNF DNF DNF 0
Frankreich P. Belmondo Vereinigtes Konigreich Pacific-Ilmor DNQ DNQ DNQ DNF DNF DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ 0
Frankreich P. Alliot Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot DNF 0
Frankreich Larrousse-Ford DNF 0
Japan A. Suzuki Vereinigtes Konigreich Jordan-Hart DNF 0
Japan T. Inoue Vereinigtes Konigreich Simtek-Ford DNF 0
Schweiz J.-D. Delétraz Frankreich Larrousse-Ford DNF 0
Italien A. Montermini Vereinigtes Konigreich Simtek-Ford DNQ 0

Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Konstrukteurswertung

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich Williams-Renault 118
02 Vereinigtes Konigreich Benetton-Ford 103
03 Italien Ferrari 71
04 Vereinigtes Konigreich McLaren-Peugeot 42
05 Vereinigtes Konigreich Jordan-Hart 28
06 Frankreich Ligier-Renault 13
07 Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Yamaha 13
Pos. Konstrukteur Punkte
08 Schweiz Sauber-Mercedes 12
9 Vereinigtes Konigreich Footwork-Ford 9
10 Italien Minardi-Ford 5
11 Frankreich Larrousse-Ford 2
12 Vereinigtes Konigreich Lotus-Mugen 0
13 Vereinigtes Konigreich Simtek-Ford 0
14 Vereinigtes Konigreich Pacific-Ilmor 0

Weblinks

 Commons: Formel-1-Saison 1994  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Formel-1-Weltmeisterschaft 1994 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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