Formel-1-Saison 1968 - LinkFang.de





Automobil-Weltmeisterschaft 1968

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Automobil-Weltmeisterschaft 1968
Weltmeister
Fahrer: Vereinigtes Konigreich Graham Hill
Konstrukteur: Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford-Cosworth
Saisondaten
Anzahl Rennen: 12
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Die Automobil-Weltmeisterschaft 1968 war die 19. Saison der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird. In ihrem Rahmen wurden über zwölf Rennen in der Zeit vom 1. Januar 1968 bis zum 3. November 1968 die Fahrerweltmeisterschaft und der Internationale Pokal der Formel-1-Konstrukteure ausgetragen.

Der FIA-Ehrentitel Großer Preis von Europa wurde 1968 an den Großen Preis von Deutschland vergeben.

Die Punkte wurden wie bisher im Modus 9-6-4-3-2-1 vergeben. Es galt ein Hubraumlimit von 3 Liter (mit Kompressor 1,5 l, aber alle Teilnehmer fuhren Saugmotoren), das Mindestgewicht betrug 500 kg. Die Reifen lieferten Firestone, Goodyear und Dunlop, alle Fabrikate sowohl im Trockenen als auch bei Nässe mit Mäanderprofil. Im Chassisbau waren durchweg Leichtmetall-Monocoques im Einsatz, lediglich die Autos des Brabham-Rennstalls verwendeten noch Gitterrohrrahmen. Auffälligste Änderung im Erscheinungsbild der Wagen waren Flügel, die zunächst an der Hinterachse montiert wurden, um den Anpressdruck zu erhöhen. Die weitere Entwicklung der Aerodynamik prägte das Aussehen der Monopostos über den ganzen weiteren Verlauf der Rennserie.

Mit Jim Clark, Mike Spence, Ludovico Scarfiotti und Jo Schlesser verloren vier bekannte Piloten in diesem Jahr ihr Leben auf der Rennstrecke.

Graham Hill gewann zum zweiten Mal die Fahrerweltmeisterschaft. Lotus wurde zum dritten Mal Konstrukteursweltmeister.

Die WM-Läufe

GP Südafrika – Kyalami (1. Januar 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 1:53:56,6
2 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 25,3 Sek.
3 Osterreich Jochen Rindt Brabham-Repco + 30,4 Sek.
4 Neuseeland Chris Amon Ferrari + 2 Runden
5 Neuseeland Denis Hulme Brabham-B.R.M. + 2 Runden
6 Frankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 3 Runden

Nach Pole-Position gewann Jim Clark in Kyalami mit einem Start-Ziel-Sieg und schnellster Runde. Mit jetzt 25 Siegen war er zu diesem Zeitpunkt der erfolgreichste Fahrer in der Formel 1 vor Juan Manuel Fangio mit 24 Siegen. Dieser Sieg war allerdings auch sein letzter. Am 7. April verunglückte Clark bei einem Formel-2-Rennen auf dem Hockenheimring tödlich. Graham Hill, der den Start verpatzt hatte, konnte sich noch auf den zweiten Rang vorkämpfen. Die Lotus-Wagen traten bei diesem Start letztmals im gewohnten Grün-Gelb an. Ab dem nächsten Rennen waren sie in den Farben des neuen Sponsors Gold-Leaf lackiert.

Jackie Stewart, der als einziger mit Clark mithalten konnte, fiel in der 44. Runde aus.

Jean-Pierre Beltoise erreichte mit einem Formel-2-Matra noch die Punkteränge.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 1:21,6 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 1:23,7 Min.

GP Spanien – Jarama (12. Mai 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 2:15:20,1
2 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 15,9 Sek.
3 Vereinigtes Konigreich Brian Redman Cooper-B.R.M. + 1 Runde
4 Italien Ludovico Scarfiotti Cooper-B.R.M. + 1 Runde
5 Frankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 9 Runden
nc Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth DNF

Mike Spence sollte den tödlich verunglückten Jim Clark in Spanien ersetzen, doch Spence verunglückte am 7. Mai in Indianapolis ebenfalls tödlich. So trat Lotus nur mit einem Fahrzeug für Graham Hill an, der im Training nicht überzeugen konnte. Die Pole holte Chris Amon. Am Start ging zunächst Rodriguez in Führung, wurde in der 12. Runde aber von Beltoise abgelöst, bis dieser einen Boxenstopp einlegen musste. Dann lag Chris Amon in Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus, als in der 57. Runde seine Benzinpumpe ausfiel. So gelangte Hill in Führung, der vorher schon McLaren, Surtees und Hulme überholt hatte, und erzielte nach den insbesondere für Lotus tragischen Geschehnissen einen Sieg, der die Überlegenheit des Teams für die kommende Saison unterstreichen sollte.

Pole-Position Neuseeland Chris Amon Ferrari 1:27,9 Min.
Schnellste Rennrunde Frankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth 1:28,3 Min.

GP Monaco – Monte Carlo (26. Mai 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 2:00:32,3
2 Vereinigtes Konigreich Richard Attwood B.R.M. + 2,2 Sek.
3 Belgien Lucien Bianchi Cooper-B.R.M. + 4 Runden
4 Italien Ludovico Scarfiotti Cooper-B.R.M. + 4 Runden
5 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 4 Runden
nc Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda DNF

Johnny Servoz-Gavin hatte sich für die erste Startreihe qualifiziert und übernahm nach dem Start die Führung. Er touchierte aber mit dem Hinterrad eine Leitplanke und verlor kurz darauf die Halbachse, sodass er schon in der dritten Runde aufgeben musste. So kam Graham Hill zu seinem ungefährdeten vierten Sieg in Monaco vor Richard Attwood im B.R.M. und Lucien Bianchi im Cooper, die beide von den zahlreichen Ausfällen profitierten. Insgesamt erreichten nur 5 von 16 Startern das Ziel.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 1:28,2 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Richard Attwood B.R.M. 1:28,1 Min.

GP Belgien – Spa-Francorchamps (9. Juni 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth 1:40:02,1
2 Mexiko 1934 Pedro Rodríguez B.R.M. + 12,1 Sek.
3 Belgien Jacky Ickx Ferrari + 39,96 Sek.
4 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth + 2 Runden
6 Belgien Lucien Bianchi Cooper-B.R.M. + 2 Runden

Im Vorfeld des Rennens war der Cooper-Fahrer Scarfiotti bei einem Bergrennen am Rossfeld nahe Berchtesgaden tödlich verunglückt. Der andere Cooper-Pilot, Brian Redman, verunglückte im Rennen schwer und musste für mehr als ein Jahr pausieren.

Es war das erste Rennen in der Geschichte der Formel 1, in dem einzelne Wagen mit freistehenden Heckflügeln probiert wurden.

Der von der Pole-Position gestartete Chris Amon führte nach der ersten Runde, wurde aber dann von John Surtees überholt. Dieser führte bis zur 10. Runde als seine Radaufhängung brach, wodurch der schlecht gestartete Stewart die Führung übernahm. Dem ging jedoch in der letzten Runde der Treibstoff aus. So kam Bruce McLaren zu seinem ersten Sieg im eigenen Wagen. Im Ziel wusste er gar nicht, dass er gewonnen hatte.

Pole-Position Neuseeland Chris Amon Ferrari 3:28,6 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda 3:30,5 Min.

GP Niederlande – Zandvoort (23. Juni 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 2:46:11,260
2 Frankreich Jean-Pierre Beltoise Matra + 1:33,930 Min.
3 Mexiko 1934 Pedro Rodríguez B.R.M. + 1 Runde
4 Belgien Jacky Ickx Ferrari + 2 Runden
5 Schweiz Silvio Moser Brabham-Repco + 3 Runden
6 Neuseeland Chris Amon Ferrari + 5 Runden

Das Rennen wurde bei Regen gefahren. Zu dieser Zeit boten Goodyear, Firestone und Dunlop Reifen für die Formel 1 an. Die Regenreifen von Dunlop erweisen sich als überlegen, wurden allerdings nur von den französischen Matras gefahren. Das Rennen entwickelte sich daher zu einer einseitigen Angelegenheit. Jackie Stewart, obwohl von einem Unfall mit Handverletzung noch nicht vollständig genesen, fuhr einen nie gefährdeten Sieg heraus. Sein Markengefährte Jean-Pierre Beltoise wurde zweiter, obwohl er sich einmal drehte und einen Boxenstopp wegen eines klemmenden Gasschiebers einlegen musste. Diese beiden überrundeten das ganze Feld. Respekt verdienen auch die Punkte von Silvio Moser auf einem privaten Charles Vögele-Brabham.

Pole-Position Neuseeland Chris Amon Ferrari 1:23,54 Min.
Schnellste Rennrunde Frankreich Jean-Pierre Beltoise Matra 1:45,91 Min.

GP Frankreich – Rouen (7. Juli 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Belgien Jacky Ickx Ferrari 2:25:40,9
2 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda + 1:58,6 Min.
3 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 1 Runde
4 Vereinigtes Konigreich Vic Elford Cooper-B.R.M. + 2 Runden
5 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 2 Runden
6 Vereinigtes Konigreich Piers Courage B.R.M. + 3 Runden

Das Rennen wurde von einem tödlichen Unfall überschattet. In der zweiten Runde kam Jo Schlesser bei einem Feuerunfall ums Leben. Auf regennasser Bahn rutschte sein neuer und unerprobter Honda RA302 in einer schnellen Bergabkurve von der Strecke, prallte gegen eine Böschung und überschlug sich. Das auslaufende Benzin entzündete sich sofort, das aus einer Magnesiumlegierung bestehende Chassis gab dem Feuer zusätzliche Nahrung und Schlesser erlitt im Cockpit tödliche Brandverletzungen. Jacky Ickx gewann auf Ferrari sein erstes Formel-1-Rennen.

Pole-Position Osterreich Jochen Rindt Brabham-Repco 1:56,1 Min.
Schnellste Rennrunde Mexiko Pedro Rodríguez B.R.M. 2:11,5 Min.

GP Großbritannien – Brands Hatch (20. Juli 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 2:01:20,3
2 Neuseeland Chris Amon Ferrari + 4,4 Sek.
3 Belgien Jacky Ickx Ferrari + 1 Runde
4 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda + 2 Runden
6 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 2 Runden

Das Rennen stand von Beginn an unter der Dominanz der Lotus-Rennwagen. Zunächst führte Jackie Oliver das Feld an, dann Graham Hill. Hill schied jedoch nach 27 Runden mit Aufhängungsschaden aus. Danach führte wieder Oliver. Doch sollte ihm ein Grand-Prix-Sieg nicht gelingen, denn in der 44. Runde streikte sein Getriebe. So gelangte Joseph Siffert im Rob-Walker-Lotus in Führung, die er bis zum Schluss gegen einen hart kämpfenden Chris Amon verteidigen konnte. Damit gewann er sein erstes von insgesamt zwei Formel-1-Rennen.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 1:28,9 Min.
Schnellste Rennrunde Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:28,9 Min.

GP Deutschland / GP Europa – Nürburgring (4. August 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 2:19:03,2
2 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 4:03,2 Min.
3 Osterreich Jochen Rindt Brabham-Repco + 4:09,4 Min.
4 Belgien Jacky Ickx Ferrari + 5:55,2 Min.
5 Vereinigtes Konigreich Jack Brabham Brabham-Repco + 6:21,1 Min.
6 Mexiko 1934 Pedro Rodríguez B.R.M. + 6:25,0 Min.

Starker Regen und Nebel mit Sichtweiten zeitweise unter 50 Metern behinderten die Teilnehmer auf dem Nürburgring so erheblich, dass die Durchführung des Rennens ernsthaft gefährdet war. Rahmenrennen wurden abgesagt. Unter diesen Bedingungen fuhr Jackie Stewart eines seiner größten Rennen und gewann mit über 4 Minuten Vorsprung vor Graham Hill. Bemerkswert ist, dass trotz der widrigen äußeren Umstände 14 von 21 Fahrzeugen das Ziel erreichten, so viele wie nie in diesem Jahr. Technisch war die Einführung eines während der Fahrt verstellbaren Heckflügels an Beltoises Matra bemerkswert.

Pole-Position Belgien Jacky Ickx Ferrari 9:04,0 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 9:36,0 Min.

GP Italien – Monza (8. September 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth 1:40:14,8
2 Frankreich Johnny Servoz-Gavin Matra-Ford-Cosworth + 1:28,4 Min.
3 Belgien Jacky Ickx Ferrari + 1:28,6 Min.
4 Vereinigtes Konigreich Piers Courage B.R.M. + 1 Runde
5 Frankreich Jean-Pierre Beltoise Matra + 2 Runden
6 Schweden Joakim Bonnier McLaren-B.R.M. + 4 Runden

Wie fast immer in Monza zu jener Zeit ergab sich auch 1968 ein äußerst spannendes Rennen, in dem McLaren, Surtees, Stewart, Siffert und schließlich Hulme die Führung innehatten. Amon und Surtees wurden in der 9. Runde in einen gefährlichen Unfall verwickelt, den beide unverletzt überstanden. Nachdem in der Spitzengruppe alle bis auf Hulme mit technischen Problemen aus- oder zurückgefallen waren, siegte dieser mit fast einer ganzen Runde Vorsprung. Den Kampf um den zweiten Platz entschied Johnny Servoz-Gavin auf den letzten Metern gegen Jacky Ickx für sich. Es war seine beste Platzierung in einem Grand Prix.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda 1:26,07 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth 1:26,50 Min.

GP Kanada – Mont-Tremblant (22. September 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth 2:27:11,2
2 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
3 Mexiko Pedro Rodríguez B.R.M. + 2 Runden
4 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 4 Runden
5 Vereinigtes Konigreich Vic Elford Cooper-B.R.M. + 4 Runden
6 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 7 Runden

Im Training verunglückte Jacky Ickx, brach sich ein Bein und schied im Kampf um die Weltmeisterschaft aus. Das Rennen dominierte zunächst sein Markenkollege Chris Amon im Ferrari, der aber in der 72. von 90 Runden mit Getriebeschaden ausschied. Damit verlor er zum zweiten Mal in dieser Saison einen fast sicher geglaubten Sieg. Durch seinen Ausfall gelangte Denis Hulme in Führung und gewann seinen zweiten Grand Prix in Folge. Damit zog er in der Fahrerwertung mit dem bis dahin führenden Graham Hill gleich, der im Rennen den vierten Platz belegte.

Pole-Position Osterreich Jochen Rindt Brabham-Repco 1:33,8 Min.
Schnellste Rennrunde Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:35,1 Min.

GP USA – Watkins Glen (6. Oktober 1968)

Hauptartikel: Großer Preis der USA 1968
Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:59:20,290
2 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 24,680 Sek.
3 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda + 1 Runde
4 Vereinigte Staaten Dan Gurney McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth + 3 Runden
6 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 5 Runden

Die Pole-Position sicherte sich der Amerikaner Mario Andretti, der im Lotus seinen ersten Grand Prix bestritt. Auf den Ausgang des Rennens hatte er aber keinen Einfluss. Jackie Stewart fuhr seinen Matra sicher zum Sieg vor Graham Hill und John Surtees. Damit hatten vor dem letzten Lauf noch drei Fahrer die Chance Weltmeister zu werden: Hill, Stewart und Hulme.

Pole-Position Vereinigte Staaten Mario Andretti Lotus-Ford-Cosworth 1:04,20 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:05,22 Min.

GP Mexiko – Mexiko-Stadt (3. November 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 1:56:43,950
2 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1:19,320 Min.
3 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth + 1:40,650 Min.
4 Mexiko Pedro Rodríguez B.R.M. + 1:41,090 Min.
5 Schweden Joakim Bonnier Honda + 1 Runde
6 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth + 1 Runde

Von den drei Titelanwärtern schied Hulme in der 10. Runde durch einen Unfall aus, Stewart brachte seinen Matra wegen Motorproblemen nur als Siebter ins Ziel. So sicherte sich Graham Hill durch einen Sieg seine zweite Fahrer- und Lotus die dritte Konstrukteursmeisterschaft. Hill übernahm zunächst die Führung, bis er in der 22. Runde von Joseph Siffert verdrängt wurde, der die Position jedoch durch einen Boxenstopp wieder verlor; Siffert wurde Sechster.

Pole-Position Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:45,22 Min.
Schnellste Rennrunde Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:44,23 Min.

Weltmeisterschaftswertungen

Fahrerwertung

Die ersten sechs bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e). Die besten fünf Ergebnisse der ersten sechs und die besten fünf der restlichen sechs Rennen zählten zur Meisterschaft.

Sudafrika 1961 Spanien 1945 Monaco Belgien Niederlande Frankreich WG1 Vereinigtes Konigreich Deutschland Bundesrepublik Italien Kanada Vereinigte Staaten Mexiko WG2 Total
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 6 9 9 24 6 3 6 9 24 48
2 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 3 9 4 16 1 9 1 9 20 36
3 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth 2 6 2 2 12 3 9 9 21 33
4 Belgien Jacky Ickx Ferrari 4 3 9 16 4 3 4 11 27
5 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth 9 9 6 1 6 13 22
6 Mexiko Pedro Rodríguez B.R.M. 6 4 10 1 4 3 8 18
7 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 0 9 2 1 12 12
8 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda 6 6 2 4 6 12
9 Frankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth 1 2 6 9 2 2 11
10 Neuseeland Chris Amon Ferrari 3 1 4 6 6 10
11 Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 9 9 0 9
12 Osterreich Jochen Rindt Brabham-Repco 4 4 4 4 8
13 Vereinigtes Konigreich Richard Attwood B.R.M. 6 6 0 6
14 Frankreich Johnny Servoz-Gavin Matra-Ford-Cosworth 0 6 6 6
15 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth 2 2 4 4 6
16 Italien Ludovico Scarfiotti Cooper-B.R.M. 3 3 6 0 6
17 Belgien Lucien Bianchi Cooper-B.R.M. 4 1 5 0 5
18 Vereinigtes Konigreich Vic Elford Cooper-B.R.M. 3 3 2 2 5
19 Vereinigtes Konigreich Brian Redman Cooper-B.R.M. 4 4 0 4
20 Vereinigtes Konigreich Piers Courage B.R.M. 1 1 3 3 4
21 Vereinigte Staaten Dan Gurney McLaren-Ford-Cosworth 0 3 3 3
22 Schweden Jo Bonnier Honda / McLaren-B.R.M. 0 1 2 3 3
23 Australien Jack Brabham Brabham-Repco 0 2 2 2
24 Schweiz Silvio Moser Brabham-Repco 2 2 0 2

Konstrukteurswertung

Sudafrika 1961 Spanien 1945 Monaco Belgien Niederlande Frankreich Vereinigtes Konigreich Deutschland Bundesrepublik Italien Kanada Vereinigte Staaten Mexiko Total
1 Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford-Cosworth 9 9 9 2 9 6 3 6 9 62
2 Vereinigtes Konigreich McLaren-Ford-Cosworth 6 2 9 2 3 9 9 3 6 49
3 Frankreich Matra-Cosworth 2 3 9 4 1 9 6 1 9 45
4 Italien Ferrari 3 4 3 9 6 3 4 32
5 Vereinigtes Konigreich B.R.M. 6 6 4 1 1 3 4 3 28
6 Japan Honda 6 2 4 2 14
7 Vereinigtes Konigreich Cooper-B.R.M. 4 4 1 3 2 14
8 Vereinigtes Konigreich Brabham-Repco 4 2 4 10
9 Frankreich Matra 6 2 8
10 Vereinigtes Konigreich McLaren-B.R.M. 2 1 3
11 Frankreich Matra-Cosworth FVA 1 1

Änderungen im Lauf der Saison

Die zu Beginn der Saison überwiegend in Länderfarben (Italien=rot, Frankreich=blau usw.) gestalteten Verkleidungen wurden zunehmend durch Sponsorenfarben ersetzt. Eine Vorreiterrolle nahm Lotus ein, deren Typ 49 rot lackiert wurde (statt british racing green) und für die Zigarettenmarke John Player Gold Leaf warb. Dieser Wagen war auch der erste, der mit einem spoilerförmigen Heckflügel in Monaco antrat.[1]

Bei der Weiterentwicklung der Flügel gab es viele Zwischenformen: kleine, fast wirkungslose Blechteile an Front und Heck,[2] und auch heute befremdlich hoch und filigran wirkende Bauteile, deren Druck direkt auf die Radaufhängung geleitet wurde.[3] Die spätere Entwicklung verbot diese Bauweise und begrenzte die Abmessungen der aerodynamischen Hilfsmittel.

Kurzmeldungen Formel 1

  • Jim Clark feiert beim Großen Preis von Südafrika seinen 25. und letzten GP-Sieg. Am 7. April 1968 verunglückt Jim Clark beim ersten EM-Lauf der Europa-Trophäe für Formel-2-Wagen in Hockenheim tödlich.
  • Am 7. Mai kommt Mike Spence beim Training zum 500-Meilen-Rennen von Indianapolis ums Leben.
  • Ludovico Scarfiotti stirbt beim Alpenbergpreis Rossfeld.
  • Am 7. Juli beim Großen Preis von Frankreich kommt Jo Schlesser mit einem Honda ums Leben.
  • Auf dem Nürburgring gewinnt Jackie Stewart beim Grand Prix von Deutschland ein denkwürdiges Rennen bei Nebel und Sichtweiten unter 50 Metern.
  • Ab dem Großen Preis von Monaco werden die ersten Formel-1-Boliden mit Flügeln ausgestattet.
  • Die Startaufstellung wurde im Laufe der Saison geändert: im Großen Preis von Kanada im System 3-2-3, ab dem Großen Preis der USA wie heute in Zweierreihen.
  • Vereinzelt wurde das Feld mit Formel-2-Autos aufgefüllt.

Weblinks

 Commons: Formel-1-Saison 1968  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.motorsport-magazin.com/formel1-bilder/1968-monaco-lotus-g-hill-gp,1,1,0,60,777,33292
  2. http://www.motorsport-magazin.com/formel1-bilder/1968-belgien-gp-von-spa-mclaren-d-hulme,1,1,0,60,764,33111
  3. http://www.motorsport-magazin.com/formel1-bilder/1968-england-lotus-j-oliver-grossbritannien-gp,1,1,0,60,772,33180

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Automobil-Weltmeisterschaft 1968 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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