Formel-1-Saison 1963 - LinkFang.de





Automobil-Weltmeisterschaft 1963

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Automobil-Weltmeisterschaft 1963
Weltmeister
Fahrer: Vereinigtes Konigreich Jim Clark
Konstrukteur: Vereinigtes Konigreich Lotus-Climax
Saisondaten
Anzahl Rennen: 10
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Die Automobil-Weltmeisterschaft 1963 war die 14. Saison der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird. In ihrem Rahmen wurden über zehn Rennen in der Zeit vom 26. Mai 1963 bis zum 28. Dezember 1963 die Fahrerweltmeisterschaft und der Internationale Pokal der Formel-1-Konstrukteure ausgetragen.

Der FIA-Ehrentitel Großer Preis von Europa wurde 1963 an den Großen Preis von Monaco vergeben.

Jim Clark gewann zum ersten Mal die Fahrer-Weltmeisterschaft. Lotus wurde zum ersten Mal Konstrukteursweltmeister.

Hintergrund

Nach zwei Jahren mit Formel-2-Motoren in der Automobilweltmeisterschaft wurden die Widerstände gegen das bestehende Reglement immer größer. Internationale Langstreckenrennen oder die US-amerikanische Rundstreckenszene starteten mit deutlich mehr Leistung und höheren Höchstgeschwindigkeiten als die „Königsklasse“. Entsprechend wurden Ende 1963 für die Formel-1-Saison 1966 wieder ein einiges Formel-1-Reglement beschlossen, diesmal mit 3-Liter-Saugmotoren oder 1,5 Liter mit Aufladung. Erstmals wurde hier als Aufladung neben dem Kompressor auch der Turbolader zugelassen, dieser kam aber erst in der Formel-1-Saison 1977 bei Renault zum Einsatz.[1]

Die WM-Läufe

GP Monaco / GP Europa – Monte Carlo (26. Mai 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Graham Hill B.R.M. 2:41:49,7
2 Richie Ginther B.R.M. + 4,6
3 Bruce McLaren Cooper-Climax + 12,8
4 John Surtees Ferrari + 14,1
5 Tony Maggs Cooper-Climax + 2 Runden
6 Trevor Taylor Lotus-Climax + 2 Runden

GP Belgien – Spa (9. Juni 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jim Clark Lotus-Climax 2:27:47,6
2 Bruce McLaren Cooper-Climax + 4:54,0
3 Dan Gurney Brabham-Climax + 1 Runde
4 Richie Ginther B.R.M. + 1 Runde
5 Joakim Bonnier Cooper-Climax + 2 Runden
6 Carel Godin de Beaufort Porsche + 2 Runden

GP Niederlande – Zandvoort (23. Juni 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jim Clark Lotus-Climax 2:08:13,7
2 Dan Gurney Brabham-Climax + 1 Runde
3 John Surtees Ferrari + 1 Runde
4 Innes Ireland BRP-B.R.M. + 1 Runde
5 Richie Ginther B.R.M. + 1 Runde
6 Ludovico Scarfiotti Ferrari + 2 Runden

GP Frankreich – Reims (30. Juni 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jim Clark Lotus-Climax 2:10:54,3
2 Tony Maggs Cooper-Climax + 1:04,9
3 Graham Hill B.R.M. + 1:13,9
4 Jack Brabham Brabham-Climax + 2:15,2
5 Dan Gurney Brabham-Climax + 2:33,4
6 Jo Siffert Lotus-B.R.M. + 1 Runde

GP Großbritannien – Silverstone (20. Juli 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jim Clark Lotus-Climax 2:14:09,6
2 John Surtees Ferrari + 25,8
3 Graham Hill B.R.M. + 37,6
4 Richie Ginther B.R.M. + 1 Runde
5 Lorenzo Bandini B.R.M. + 1 Runde
6 Jim Hall Lotus-B.R.M. + 2 Runden

GP Deutschland – Nürburgring (4. August 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 John Surtees Ferrari 2:13:06,8
2 Jim Clark Lotus-Climax + 1:17,5
3 Richie Ginther B.R.M. + 2:44,9
4 Gerhard Mitter Porsche + 8:11,5
5 Jim Hall Lotus-B.R.M. + 1 Runde
6 Joakim Bonnier Cooper-Climax + 1 Runde

In der Startrunde des Rennens kam es zu einer Kollision zwischen Lorenzo Bandini und Innes Ireland. Eine Runde später verlor der Belgier Willy Mairesse an der Unfallstelle die Kontrolle über sein Fahrzeug und hob auf der Sprungkuppe ab. Der kreiselnde Ferrari traf einen Sanitäter am Streckenrand, der dabei ums Leben kam. Mairesse wurde dabei auch schwer verletzt, und startete nicht mehr in der Formel 1, bzw. für Ferrari.

GP Italien – Monza (8. September 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jim Clark Lotus-Climax 2:24:19,6
2 Richie Ginther B.R.M. + 1:35,0
3 Bruce McLaren Cooper-Climax + 1 Runde
4 Innes Ireland BRP-B.R.M. Motorschaden
5 Jack Brabham Brabham-Climax + 2 Runden
6 Tony Maggs Cooper-Climax + 2 Runden

GP der USA – Watkins Glen (6. Oktober 1963)

Hauptartikel: Großer Preis der USA 1963
Platz Fahrer Team Zeit
1 Graham Hill B.R.M. 2:19:22,1
2 Richie Ginther B.R.M. + 34,3
3 Jim Clark Lotus-Climax + 1 Runde
4 Jack Brabham Brabham-Climax + 2 Runden
5 Lorenzo Bandini Ferrari + 4 Runden
6 Carel Godin de Beaufort Porsche + 11 Runden

GP Mexiko – Mexiko-Stadt (27. Oktober 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jim Clark Lotus-Climax 2:09:52,1
2 Jack Brabham Brabham-Climax + 1:14,1
3 Richie Ginther B.R.M. + 1:54,7
4 Graham Hill B.R.M. + 1 Runde
5 Joakim Bonnier Cooper-Climax + 3 Runden
6 Dan Gurney Brabham-Climax + 3 Runden

GP Südafrika – East London (28. Dezember 1963)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jim Clark Lotus-Climax 2:10:36,9
2 Dan Gurney Brabham-Climax + 1:06,8
3 Graham Hill B.R.M. + 1 Runde
4 Bruce McLaren Cooper-Climax + 1 Runde
5 Lorenzo Bandini Ferrari + 1 Runde
6 Joakim Bonnier Cooper-Climax + 2 Runden

Weltmeisterschaftswertungen

Fahrerwertung

1 Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Climax 54
2 Vereinigtes Konigreich Graham Hill B.R.M. 29
3 Vereinigte Staaten Richie Ginther B.R.M. 29
4 Vereinigtes Konigreich John Surtees Ferrari 22
5 Vereinigte Staaten Dan Gurney Brabham-Climax 19
6 Neuseeland Bruce McLaren Cooper-Climax 17
7 Australien Jack Brabham Brabham-Climax 14
8 Sudafrika 1961 Tony Maggs Cooper-Climax 9
9 Vereinigtes Konigreich Innes Ireland BRP-B.R.M., Lotus-B.R.M. 6
10 Italien Lorenzo Bandini B.R.M., Ferrari 6
11 Schweden Joakim Bonnier Cooper-Climax 6
12 Deutschland Gerhard Mitter Porsche 3
13 Vereinigte Staaten Jim Hall Lotus-B.R.M. 3
14 Niederlande Carel Godin de Beaufort Porsche 2
15 Schweiz Jo Siffert Lotus-B.R.M. 1
16 Vereinigtes Konigreich Trevor Taylor Lotus-Climax 1
17 Italien Ludovico Scarfiotti Ferrari 1

Die ersten sechs Plätze bekamen 9, 6, 4, 3, 2, 1 Punkte. Nur die besten sechs Ergebnisse der zehn Rennen zählten zur Meisterschaft.

Konstrukteurswertung

1 Vereinigtes Konigreich Lotus-Climax 54
2 Vereinigtes Konigreich B.R.M. 36
3 Vereinigtes Konigreich Brabham-Climax 28
4 Italien Ferrari 26
5 Vereinigtes Konigreich Cooper-Climax 25
6 Vereinigtes Konigreich BRP-B.R.M. 6
7 Deutschland Porsche 5
8 Vereinigtes Konigreich Lotus-B.R.M. 4

Für jedes Rennen wurde die höchste Punktzahl aller Fahrer eines Konstrukteurs gezählt. Die besten sechs (von zehn) Einzelergebnisse wurden addiert, und daraus die Konstrukteurswertung gebildet.

Weblinks

 Commons: Formel-1-Saison 1963  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Werner J. Haller, Christian Eichenberger, Leopold Wieland: Große Regeländerungen und ihre Folgen, Motorsport aktuell, Ausgabe MSA 4/2014, Seite 6.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Automobil-Weltmeisterschaft 1963 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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