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Fladungen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-GrabfeldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Fladungen
Höhe: 414 m ü. NHN
Fläche: 46,37 km²
Einwohner: 2322 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97650
Vorwahl: 09778
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 123
Stadtgliederung: 8 Stadtteile[2]
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
97650 Fladungen
Webpräsenz: www.fladungen.de
Bürgermeister: Agathe Heuser-Panten (WBO)
}

Fladungen ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie

Geografische Lage

Fladungen ist die nördlichste Stadt in Unterfranken. Der Ortsteil Weimarschmieden ist der nördlichste Ort im Freistaat Bayern. Fladungen liegt in der Region Main-Rhön, im Tal der Streu.

Stadtgliederung

Fladungen hat zehn Örtlichkeiten[3], die sich in acht Stadtteile gliedern[2]:

Geschichte

Im Jahre 789 wurde Fladungen in einer Urkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. 1335 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer das Stadtrecht. Der Besitz der Stadt war zwischen dem Würzburger Bischof und dem Fürstabt von Fulda umstritten. Im Jahre 1335 wurde dem Edlen Heinrich von Fladungen die Cent und das Schultheißenamt über die Hildenburg übertragen. Als das Amt Fladungen mit Hildenburg im Jahre 1435 durch Verpfändung an die Grafen von Henneberg-Aschach (später Henneberg-Römhild genannt) kam, setzte dieser Adolf Marschalk von Ostheim als Amtmann dorthin. Durch eine Erbteilung der Grafschaft Henneberg-Römhild kam Fladungen im Jahr 1468 zum „Münnerstädter Teil“ unter Graf Otto von Henneberg-Römhild. Später kam Fladungen durch Pfandeinlösung wieder zum Hochstift Würzburg. Seit dem Jahr 1534 ist in Fladungen ein mittelalterliches Leprosorium nachweisbar, das als Siechenhaus bekannt war.[4]

Im Jahre 1596 wurde das Amt Hildenburg noch genannt, aber schon im Jahre 1600 wohnte der Amtmann in Fladungen. Als Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, war Fladungen nach der Säkularisation 1803 kurze Zeit bayrisch. 1805 wurde es Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen. Das reichsritterschaftliche Dorf Sands der Herren von Stein kam 1808 durch einen Gebietsaustausch vom Amt Maßfeld im Herzogtum Sachsen-Meiningen zum Großherzogtum Würzburg.[5] In dieser Zeit muss auch Weimarschmieden vom Hintergericht des Amts Lichtenberg im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach zu Würzburg gekommen sein.[6]

Seit den Verträgen von Paris 1814 gehören der Ort Fladungen und die Umgebung endgültig zu Bayern. Seit der innerdeutschen Grenzöffnung im Jahr 1989 befindet sich Fladungen nicht mehr im Zonenrandgebiet. 1992 wurde der Stadt die Europa-Nostra-Medaille verliehen.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1971 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinden Sands und Weimarschmieden. Am 1. Januar 1972 kamen Brüchs, Leubach und Oberfladungen hinzu.[7] Rüdenschwinden folgte am 1. April 1973. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Heufurt am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[8]

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungszahlen[9]
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 2011 2014
Einwohner 2445 2141 3297 3282 2676 2520 2279 2206 2265

Politik

Stadtrat

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte zu folgender Zusammensetzung des Stadtrats:[10]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 24,8 % 4
Freie Wählergemeinschaft 30,4 % 4
Wählerblock Ortsteile 30,1 % 4
Ortsteilliste Leubach 14,7 % 2

Bürgermeister

Erste Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2014 Agathe Heuser-Panten (Wählerblock Ortsteile). Sie wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 58,6 % der gültigen Stimmen gewählt.

Vorgänger war Robert Müller (CSU) aus dem Stadtteil Heufurt. Er war Nachfolger von Mischa Schmitt (Wählerblock), der bei einem Autounfall ums Leben kam. Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Herbert Ditzel (Freie Wählergemeinschaft). 1996 war Altbürgermeister Raimund Goldbach nach 28 Dienstjahren in den Ruhestand getreten.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Rhönmuseum[11] im Amtshaus.

Fränkisches Freilandmuseum mit dem Rhön-Zügle (18 km lange Museumsbahn von Fladungen über Ostheim bis Mellrichstadt).

Bauwerke

Die Altstadt ist noch weitgehend mit einer Stadtmauer aus dem Jahr 1335 in ihrer ursprünglichen Höhe umgeben. Die Stadtmauer wurde damals mit fünf Türmen und 16 Reitertürmchen erbaut. Alle Türme in der Stadtmauer und die Reitertürmchen auf der Mauerkrone sind erhalten geblieben. Die Altstadt hat viele Fachwerkbauten, unter anderem das ehemalige Pfründnerspital. In der Altstadt steht auch das Fürstbischöfliche Würzburgische Amtshaus und die katholische Stadtpfarrkirche Sankt Kilian.

Baudenkmäler

Bildung

  • Fladungen hat eine Grundschule.[12]
  • Fladungen hat einen Kindergarten.[12]

Sport

  • Fladungen hat ein Freibad und ein Freizeitzentrum sowie einen Sportplatz. Zudem gibt es weitere Sportstätten.

Verkehr

Fladungen liegt an der Bundesstraße 285. Die Bundesautobahn 71 liegt ca. 20 km entfernt und ist über die Anschlussstelle Mellrichstadt zu erreichen. Im Nahverkehr ist Fladungen an das Omnibus-Netz der OVF (Omnibusverkehr Franken) angeschlossen. Die Busse verkehren bis Mellrichstadt Bahnhof, wo Anschluss an Züge in Richtung Erfurt und Würzburg besteht.

Die Hochrhönstraße verbindet Fladungen mit Bischofsheim an der Rhön.

Weblinks

 Commons: Fladungen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Fladungen in der Topographia Franconiae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Die Stadtteile von Fladungen auf der Webseite der Stadt Fladungen; Informationen der Stadttouristik Information Fladungen, per 26. Februar 2016
  3. https://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1590&attr=590&modus=automat&tempus=20111120/212203&hodie=20160226/103717
  4. Siehe Daten der Gesellschaft für Leprakunde Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Bayern
  5. Gebietsaustausch 1808 im Rhönlexikon
  6. Weimarschmieden im Rhönlexikon
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 520.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 740 und 741.
  9. Statistik kommunal 2014
  10. Bayerisches Landesamt für Statistik
  11. Rhönmuseum
  12. 12,0 12,1 Stadt Fladungen – Webseite

Kategorien: Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld | Fladungen | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fladungen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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