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Flachslanden


Dieser Artikel behandelt die mittelfränkische Gemeinde. Zum Bürgermeister von Basel siehe Hans von Flachslanden. Eine auf deutsch gleichnamige elsässische Gemeinde heißt auf französisch Flaxlanden.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: AnsbachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 41 km²
Einwohner: 2348 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91604
Vorwahl: 09829
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 146
Marktgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schulstr. 2
91604 Flachslanden
Webpräsenz: www.flachslanden.de
Bürgermeister: Hans Henninger (Liste für Alle)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Flachslanden (ugs.: Flaksland[2]) ist ein Markt im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Geografie

Geografische Lage

Flachslanden liegt nordwestlich der Stadt Ansbach, etwa in der Mitte zwischen Bad Windsheim und Ansbach im Naturpark Frankenhöhe. Tallandschaften von Fränkischer Rezat, Bibert, Mettlach und Zenn vermitteln dem Wanderer die typisch fränkischen Landschaftsbilder.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Obernzenn, Rügland, Lehrberg und Oberdachstetten.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat 19 Ortsteile[3]:

Geschichte

Der Deutsche Orden hatte seit 1294 die Herrschaft im Ort inne und hier eine Kommende, eine untere Verwaltungsbehörde, eingerichtet, die zur Deutschordensballei Franken gehörte. Ab 1500 war diese Ballei ein Teil des Fränkischen Reichskreises. 1806 erfolgte die Übernahme durch das Königreich Bayern. Die 1818 entstandene politische Gemeinde Flachslanden besteht seit der Gebietsreform 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Neustetten, Kettenhöfstetten, Sondernohe und Virnsberg.

Der bedeutende Barock-Medailleur Georg Pfründt stammte aus Flachslanden. Der Schriftsteller Friedrich Wilhelm Güll, einer der ersten deutschen Kinderliederdichter, war in Flachslanden eine Zeit lang als Lehrer tätig.

1993 bis 1995 fanden vor dem Landgericht Ansbach die Flachslanden-Prozesse gegen 19 Personen aus der Umgebung von Flachslanden statt, die wegen massenhaften Kindesmissbrauchs angeklagt wurden.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Kettenhöfstetten und Neustetten eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kamen Sondernohe und Virnsberg hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung

Markt Flachslanden mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 1896
  • 1950: 2637
  • 1961: 2265[5]
  • 1970: 2287[5]
  • 1979: 2160
  • 2004: 2615
  • 2008: 2439

Markt Flachslanden ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1856: 0492
  • 1910: 0832[6]
  • 1933: 0836
  • 1939: 0876[7]
  • 1961: 1081[5]
  • 1963: 1122
  • 1970: 1186[5]

Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Flachslanden besteht aus 14 Mitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

SPD CSU - Bürgerblock Liste für Alle Freie Wählerschaft Virnsberg und Sondernohe Gesamt
2002 5 5 2 2 14 Sitze
2008 3 4 4 3 14 Sitze
2014 2 4 5 3 14 Sitze

Bürgermeister

Nach der Kommunalwahl 2008 löste Hans Henninger (Liste für Alle) die seit 1996 amtierende und nicht wieder angetretene Bürgermeisterin Renate Hermann (SPD) ab; er wurde 2014 wieder gewählt.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Ring; vorne eine blaue Flachsblüte, hinten ein schwebendes schwarzes Tatzenkreuz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehören die St.-Laurentius-Kirche aus dem 10. Jahrhundert und die Deutschordenskirche im Ortsteil Sondernohe im Übergangsstil vom Barock zum Frühklassizismus. Auch die Deutschordensburg im Ortsteil Virnsberg und das Heilige Grab sind sehenswert.

Liste der Baudenkmäler in Flachslanden

Verkehr

Der Markt ist über die Bundesstraße 13 (Abfahrt zwischen Lehrberg und Oberdachstetten) sowie über die Staatsstraße von Ansbach nach Neustadt zu erreichen.

Bildung

  • Grundschule Flachslanden

Literatur

  • Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 136 ff.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 75 f.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 93 f.
  • Erich Meißner: 700 Jahre Flachslanden, Flachslanden 1994.
  • Wilhelm Christoph Schmid: Versuch einer statistisch-topographischen Beschreibung der königlich baierischen protestantischen immediat-Pfarrei Mt. Flachslanden im Rezatkreise, Ansbach 1819.
  • Kaspar Fr. Seckel: Flachslanden, Ansbach 1979.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. E. Fechter, S. 75.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120225/162727&attr=OBJ&val=1337
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 420.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 703 und 707.
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html

Weblinks

 Commons: Flachslanden  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Flachslanden, in: Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn, Band 2 – Quellen und Volltexte

Kategorien: Flachslanden | Ort im Landkreis Ansbach | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Flachslanden (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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