Fjodor I. (Russland) - LinkFang.de





Fjodor I. (Russland)


Fjodor I. (russisch Фёдор I Иоаннович; * 31. Mai 1557 in Moskau; † 7. Januar jul./ 17. Januar 1598 greg. ebenda) war Zar von Russland von 1584 bis 1598. Er war der dritte Sohn von Iwan IV. von Russland und dessen erster Gemahlin Anastassija Romanowna Sacharjina.

Leben

Fjodor war geistig zurückgeblieben und als Herrscher völlig unbedeutend. Von seinem Vater und seinen Beratern wurde er zweimal (1573/74 und 1587) als Kandidat für den polnischen Thron aufgestellt, jedoch jedes Mal ohne Erfolg.

Die ersten Jahre seiner Regierung standen im Zeichen scharfer Auseinandersetzungen bei Hofe sowie des Wirkens eines Regentschaftsrates, den noch Iwan IV. kurz vor seinem Tode eingerichtet hatte und der aus fünf Persönlichkeiten bestand:

  • Fürst Fjodor Iwanowitsch Mstislawski
  • Fürst Iwan Petrowitsch Schuiski
  • Fürst Nikita Romanowitsch Jurjew-Romanow
  • Boris Godunow
  • Fürst Bogdan Jakowlewitsch Belski

Der zweijährige Halbbruder des Herrschers, Dmitri Iwanowitsch (* 1582), der Sohn Iwans IV. mit Maria Nagaja, wurde im Mai 1584 nach Uglitsch verbannt. Boris Godunow wurde 1587 durch Heirat seiner Schwester mit dem Zaren dessen Schwager.

Mit dem kinderlosen Tod Fjodors endete die Dynastie der Rurikiden.

Innen- und Außenpolitik

Die gesamte Regierungszeit Fjodors war durch einen ökonomischen Niedergang sowie durch Krisenerscheinungen gekennzeichnet, die im Gefolge der Niederlagen, die das Zarenreich in der Endphase des Livländischen Kriegs erlitten hatte, immer stärker hervortraten. Durch den Erlass von Gesetzen gegen die einsetzende Landflucht wurde die soziale Lage der unteren Volksschichten weiter verschärft.

Im Unterschied hierzu konnten außenpolitische Erfolge errungen werden. So fand der fünf Jahre währende Russisch-Schwedische Krieg 1595 durch den Frieden von Täysinä (Teusina) ein Ende. Russland erkannte den schwedischen Besitz Estlands und Narwas an, gewann aber mit Jam, Koporje und Iwangorod wichtige Positionen am Finnischen Meerbusen zurück, ebenso auf der Karelischen Landenge (Kexholm). Gleichzeitig gelang es, in Sibirien weitere Gebiete zu erschließen und die russische Herrschaft auch auf Bereiche im nördlichen Kaukasus auszudehnen.

In den folgenden Jahren kam es zu einer neuen Verschärfung in den Beziehungen Russlands zu Polen, Schweden, dem Krimkhanat und zum Osmanischen Reich. Innenpolitisch bahnten sich soziale Auseinandersetzungen an, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit großer Wucht ausbrechen sollten.

Familie

1580 heiratete er Irina Godunowa, Schwester des nachfolgenden Zaren Boris Godunow. Aus der Verbindung ging die Tochter Fedossuja (* 14. Juni 1592; † 1593) hervor.

Literatur

  • Hans-Joachim Torke (Hrsg.): Die russischen Zaren 1547–1917. Beck, München 1999, ISBN 3-406-42105-9.

Weblinks

 Commons: Fjodor I.  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
VorgängerAmtNachfolger
Iwan IV.Zar von Russland
1584–1598
Boris Godunow


Kategorien: Thronkandidat (Polen) | Rurikide | Zar (Russland) | Geboren 1557 | Gestorben 1598 | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor I. (Russland) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.