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Filippo Spinelli


Filippo Spinelli (* 1566 in Neapel; † 25. Mai 1616 in Neapel) war apostolischer Nuntius am Hof Kaiser Rudolf II. in Prag und danach Kardinal der Katholischen Kirche.

Leben

Er stammte aus der Familie der Herzöge von Seminara und der Fürsten von Cariati. Er trat in den geistlichen Stand ein. Spinelli wurde 1592 zunächst Koadjutor in Policastro und danach Titularerzbischof von Kolossai. Er suchte die Beschlüsse des Konzils von Trient in die Praxis umzusetzen. Er hat sich vor diesem Hintergrund auch für die Einrichtung eines Priesterseminars eingesetzt.

Von Clemens VIII. wurde er 1598 als Nuntius an den Hof Rudolf II. entsandt. Er kam 1599 in Prag an und blieb bis 1603 dort. Er hat Erzbischof Zbynko Berka von Duba und Leipa gestützt, der ebenfalls bestrebt war, die Konzilsbeschlüsse umzusetzen. Er spielte auch eine Rolle bei der Wahl von Franz Seraph von Dietrichstein zum Bischof von Olmütz. Vom Kaiser erwirkte er Mandate gegen die noch bestehenden Gemeinden der Hussiten und der Böhmischen Brüder. Ebenso drängte er darauf die protestantischen Prediger auszuweisen. Ihm gelang es auch den Kaiser dazu zu bringen radikale Vertreter des Katholizismus wie Georg Popel von Lobkowicz oder der Konvertit Karl von Liechtenstein in hohe böhmische Landesämter zu berufen.[1]

Er hat den kinderlosen Rudolf auch gedrängt seine Nachfolge zu regeln. Dies hat der Kaiser ihm übel genommen und Spinelli nicht mehr empfangen. Er nahm 1603 am Reichstag in Regensburg teil. Spinelli bat den Papst um seine Ablösung. Dieser rief ihn nach Italien zurück und übertrug ihm endgültig die Diözese Policastro. Im Jahr 1604 wurde er zum Prolegaten von Ferrara ernannt. Im selben Jahr wurde er Kardinalpriester von San Bartolomeo all’Isola und 1605 Bischof von Aversa.

Er ist in der Kirche der Jesuiten in Neapel bestattet. Ein Denkmal erinnert an ihn auch in der Dominikanerkirche.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Jörg K. Hoensch: Geschichte Böhmens. Von der slavischen Landnahme bis zur Gegenwart. 3., aktualisierte und ergänzte Auflage. Beck, München 1997, ISBN 3-406-41694-2, S. 204.

Weblinks


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