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Festung Lichtenau


Die Festung Lichtenau ist eine ehemalige Wehranlage der Nürnberger Burgherren im Markt Lichtenau in Mittelfranken.

Geschichte der Festung

Die Festung Lichtenau geht auf eine mittelalterliche Wasserburg zurück. 1406 kaufte Nürnberg den Ort und die Burg Lichtenau von Friedrich II. von Heideck. Durch die Lage Lichtenaus als taktischer Vorposten der Reichsstadt Nürnberg innerhalb des Territoriums der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach kam es in der Geschichte häufig zu Spannungen und zu Zerstörungen während kriegerischer Auseinandersetzungen.

Im Ersten Markgrafenkrieg 1449 zog Albrecht Achilles in Lichtenau ein, verheerte das Land und eroberte die Burg, die erst 1453 zurückgegeben wurde. Im Zuge des Zweiten Markgrafenkriegs wurde sie 1553, obwohl kampflos übergeben, von Albrecht Alcibiades vollkommen zerstört. Die Reichsstadt Nürnberg ließ daraufhin, für insgesamt 194.000 Gulden eine völlig neue Anlage (von Wolf Jacob Stromer[1], wohl nach älteren Plänen des Baumeisters Antonio Fazzuni) errichten. Auf Grund der großen Zerstörungen zog sich der Bau bis 1630 hin. Kaum ein Jahr später wurde die Festung von den kaiserlichen Truppen belagert und Georg Scheurl übergab die Festung, wieder ohne Gegenwehr, an den kaiserlichen Feldherren Tilly, der sie aber nicht beschädigte. Der letzte große Angriff auf die Feste erfolgte 1688, durch einen Überfall der Truppen des französischen „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. Die Franzosen forderten den Pfleger Johann Friedrich Haller von Hallerstein zur Übergabe auf. Dieser durchbrach jedoch die Tradition der kampflosen Übergabe und widersetzte sich, woraufhin die Franzosen die Erstürmung aufgaben.

1806 fiel Lichtenau, wie Nürnberg und ganz Franken, an das Königreich Bayern, worauf hin die Festung als Gefängnis genutzt wurde. In dieser Zeit amtierte auf Lichtenau u.a. Ludwig von Redwitz (1779–1848) als Zuchthausdirektor und es wurde ihm hier 1823 der später als Dichter bekannte Sohn Oskar von Redwitz geboren.

Die Festung Lichtenau ist ein Glanzstück der Renaissancebaukunst, auch wenn sie militärisch gesehen zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung nicht mehr den aktuellen Entwicklungen des Festungsbaus entsprach und durch ihre Lage im Tal nicht gut gegen Belagerungsartillerie zu verteidigen war.

Nach grundlegender Sanierung wird die Feste heute vom Freistaat Bayern als Außenstelle des Staatsarchivs Nürnberg genutzt. Der Innenhof und die Wallplattformen sind tagsüber zur Besichtigung zugänglich. Einmal jährlich im Juli organisiert der Heimatverein das Burgfest. Bei diesem Fest, das auch Jugendliche aus der weiteren Region anzieht, ist an zwei Tagen die Burg für die Bürger zugänglich.

Literatur

  • Daniel Burger, Birgit Friedel: Burgen und Schlösser in Mittelfranken. ars vivendi Verlag, Cadolzburg 2003, ISBN 3-89716-379-9, S. 154-157.

Weblinks

 Commons: Festung Lichtenau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2009/2797/pdf/MGFN_7_2003_2_pro04.pdf

Kategorien: Festung in Bayern | Bauwerk im Landkreis Ansbach | Baudenkmal in Lichtenau (Mittelfranken) | Festung in Europa

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