Festina-Affäre - LinkFang.de





Festina-Affäre


Die Festina-Affäre war ein Doping-Skandal während der Tour de France 1998.

Die bis zu diesem Zeitpunkt größte Dopingaffäre der Sportgeschichte erschütterte das wichtigste Radrennen der Welt, nachdem bei Willy Voet, einem Betreuer des Radsportteams Festina mit den Favoriten Richard Virenque und Alex Zülle, große Mengen unerlaubter Substanzen gefunden worden waren. Es handelte sich hauptsächlich um Erythropoetin (EPO), ein Hormon, welches die Erythropoese, also die Bildung neuer Erythrozyten (roter Blutkörperchen) reguliert und anregt. Auf diese Weise ist es möglich, größere Mengen an Sauerstoff im Blut zu transportieren.

Willy Voet, der über das Doping genauestens Buch geführt hatte, packte gegenüber der Staatsanwaltschaft aus und veröffentlichte 1999 sein Enthüllungsbuch „Massacre à la chaine“, das 30 Jahre Dopingpraxis beschreibt.

Die Staatsanwaltschaft führte mehrere Razzien in den Mannschaftshotels durch. Die Ermittlungen ergaben, dass bei Festina ein flächendeckendes Doping praktiziert worden war. Diese Entdeckung verdeutlichte auch die Unwirksamkeit der damaligen Dopingkontrollen: Keiner der Festina-Fahrer war positiv getestet worden. Die Mannschaft wurde nach der siebten Etappe von der Tour de France ausgeschlossen. Auch TVM-Farm Frites wurde ausgeschlossen. Die spanischen Mannschaften zogen sich aus Protest gegen die Ermittlungsmethoden der französischen Behörden von der Tour zurück.

Nach anfänglichem Leugnen gab Zülle die Einnahme verbotener Mittel zu und wurde ein halbes Jahr gesperrt. Virenque hingegen beschwor lange Zeit seine Unschuld, bis er schließlich 2000 vor Gericht ebenfalls die Einnahme verbotener Mittel zugab und danach ein halbes Jahr gesperrt wurde. Laurent Dufaux wurde sieben Monate gesperrt, Christophe Moreau und Didier Rous fünf Monate. Auch Laurent Brochard gestand EPO-Doping und wurde von der UCI gesperrt.

Die Tour de France 1998, die lange Zeit vor dem Abbruch stand, wurde schließlich von Marco Pantani gewonnen, der dann ein Jahr später selbst wegen eines erhöhten Hämatokritwerts vom Giro d’Italia ausgeschlossen wurde.

Für Festina als Marke hat sich der Skandal bezahlt gemacht, da sie zunächst ihrem Team und auf Dauer dem Radsport die Treue hielten.[1] Während andere Unternehmen mit solchen Skandalen ihr Engagement beendet hätten, nutzte Festina den Skandal selbst als unterstützende Marketingmaßnahme.[2]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. Arnd Krüger & Axel Dreyer: Sportmanagement: Eine themenbezogene Einführung. München: Oldenbourg 2004
  2. Festina hat über den Radsport einen international sehr hohen Bekanntheitsgrad erlangt. PDF

Weblinks


Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Festina-Affäre (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.