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Fersensporn


Dieser Artikel beschreibt den Fersensporn als krankhafte Veränderung, für das gleichnamige Klettergerät siehe Steigeisen#Fersensporn.
Klassifikation nach ICD-10
M77.3 Kalkaneussporn
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Der Fersensporn (synonym Kalkaneussporn bzw. Calcaneussporn, von lat. calcaneus, Fersenbein) ist ein knöcherner Sporn am Fersenbein. Es wird zwischen einem unteren und einem oberen Fersensporn unterschieden. Der untere Fersensporn geht gelegentlich mit einer Entzündung der Plantarsehne an der Fußsohle einher (Plantarsehnenentzündung bzw. Plantarfasziitis). Eine andere knöcherne Veränderung am Fersenbein ist die Haglund-Exostose.

Ursachen

Fersensporne sind recht häufig. Die Häufigkeit betrug in einer Studie 32 % bei Menschen ohne Plantarfasziitis und 89 % bei Menschen mit Plantarfasziitis.[1] Wesentliche Risikofaktoren für eine Plantarfasziitis sind Übergewicht und Pronationsfehlstellung des Fußes.[2] Etwa 10 % der Läufer sind betroffen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, gewöhnlich liegt das Erkrankungsalter oberhalb von 40 Jahren.[3]

Formen und Diagnostik

Je nach Ort des Fersensporns unterscheidet man zwei Formen:

  • Der häufigere plantare (untere) Fersensporn ist eine Verknöcherung im Ansatzbereich der Sehnenplatte an der Unterseite des Fersenbeins (Plantaraponeurose). Der Fachbegriff für diese Form lautet plantarer Kalkaneussporn.
  • Der seltenere dorsale (obere bzw. hintere) Fersensporn entspricht einer Verknöcherung am Fersenbeinansatz der Achillessehne. Die Haglund-Exostose (Orthopäde, Stockholm) ist eine knöcherne Ausziehung der oberen hinteren Ecke des Fersenbeines und häufig mit einer schmerzhaften Schleimbeutelentzündung verbunden.

Ein Fersensporn ist sehr gut im Röntgenbild sichtbar. 50 Prozent aller Röntgenaufnahmen zeigen bei Plantarfasziitis-Patienten einen Fersensporn. Dieser Fersensporn ist üblicherweise am Ursprung des Musculus quadratus plantae;[4] auch am Musculus abductor hallucis oder seltener am Musculus abductor digiti minimi können Kalzifizierungen am Sehnenansatz (Enthesiopathie) gesehen werden.[5] Umgekehrt wird der Fersensporn auch bei 13 Prozent aller Röntgenaufnahmen gesehen, die nicht wegen Plantarfasziitis erstellt wurden.[4] Der Fersensporn wird als Folgeerkrankung aufgrund von Zugbelastung und nicht als Ursache der Plantarfasziitis angesehen.[5]

Literatur

  • C. Rowe, H. T. Sakellarides, P. A. Freeman, C. Sorbie: Fractures of the os calcis. In: JAMA : the journal of the American Medical Association. 1963, 184, S. 920–923.

Einzelnachweise

  1. K. S. Johal, S. A. Milner: Plantar fasciitis and the calcaneal spur: Fact or fiction? In: Foot Ankle Surg. 2012 Mar;18(1), S. 39–41. doi:10.1016/j.fas.2011.03.003. Epub 2011 Apr 13
  2. Plantar Fasciitis in StatDX, Amyrsis 2014.
  3. O. Micke, R. Mücke, M. H. Seegenschmiedt: Calcaneodynia: Plantar and dorsal heel spur/heel spur syndrome. In: M. H. Seegenschmiedt, H.-B. Makoski, K.-R. Trott, L. W. Brady (Hrsg.): Radiotherapy for non-malignant disorders. Springer, Berlin/ Heidelberg 2008, S. 295–315.
  4. 4,0 4,1 S. Cutts, N. Obi, C. Pasapula, W. Chan: Plantar fasciitis. In: Ann R Coll Surg Engl. 2012 Nov;94(8), S. 539–542. PMID 23131221 .
  5. 5,0 5,1 S. Bianchi, C. Martinoli: Ultrasound of the Musculoskeletal System. Springer, 2007, ISBN 978-3-540-28163-4, S. 863f.

Weblinks

 Commons: Calcaneal spur  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Kategorien: Krankheitsbild in Orthopädie und Unfallchirurgie

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fersensporn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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