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Fernmeldeturm Habichtswald


Fernmeldeturm Habichtswald
Basisdaten
Ort: im Habichtswald auf dem Essigberg
Land : Hessen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 594,2 m ü. NHN
Verwendung: Fernmeldeturm , Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Deutsche Funkturm
Turmdaten
Bauzeit: 1972–1975
(andere Angaben: 1973–1976)
Bauherr: Deutsche Bundespost
Baustoffe: Beton , Stahlbeton
Betriebszeit: seit dem 16. März 1976
Gesamthöhe: 186[1] m
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DAB , DVB-T , Richtfunk , Mobiler Landfunk , Amateurfunkdienst
Positionskarte

Der Fernmeldeturm Habichtswald ist ein Fernmeldeturm (FMT) auf dem im Hohen Habichtswald gelegenen Essigberg im nordhessischen Landkreis Kassel und mit 186 m[1] Höhe nach dem Fernmeldeturm Koblenz der zweithöchste Typenturm Deutschlands. Er ist eine modifizierte Variante des „FMT 3/72“ und öffentlich nicht zugänglich.

Geographische Lage

Der Fernmeldeturm Habichtswald befindet sich etwas südöstlich der höchsten Stelle des bewaldeten Essigbergs (ca. 597,5 m ü. NHN ), dem Nordwestausläufer des Hohen Gras. Er steht auf 594,2 m [2] Höhe. Von der Westgrenze des Kasseler Stadtgebiets ist er etwa 700 m entfernt, so dass er nicht zu Kassel, sondern zur Gemeinde Habichtswald gehört, deren nächstgelegener Ortsteil Ehlen 2,8 km nordwestlich liegt.

Geschichte und Beschreibung

Der von 1972 bis 1975 (andere Angaben verweisen auf 1973 bis 1976) erbaute Fernmeldeturm Habichtswald dient neben dem Richtfunk und dem nichtöffentlichen Landfunkdienst auch zur Verbreitung von UKW-Hörfunk- und TV-Programmen. Seine Sendeanlage wurde am 16. März 1976 in Betrieb genommen.

Sendeanlage

Die Sendeanlage des Fernmeldeturms Habichtswald strahlt über eine in 146 m Höhe montierte Antenne die UKW-Hörfunkprogramme hr3 und hr4-Nordost-Hessen (ehemals Radio Kurhessen) ab. In 160 m Höhe trägt der Turm eine weitere UKW-Sendeantenne, über die das Programm von Hit Radio FFH abgestrahlt wird.

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz 
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
101,2 hr3 __hr3___/
h__r__3_/
_h_r_3__/
__hr3___/
-*hr3*-_/
**hr3**_ *1)
D363 20 ND H
103,2 hr4 hr4_Nord
__hr4___ *1)
D664 (regional), 
D364
Nordost-Hessen 20 ND H
103,7 Hitradio FFH _FFH-KS_
HITRADIO/
___FFH__ *1)  *2)
D468 (regional), 
D368
Nordhessen/Kassel 20 D (110°-240°, 320°-60°) H
*1) Manchmal dynamisch mit Sendungsinformationen, Musiktitelinformationen oder Webadressen.
*2) Dynamisch, teilweise mit Nachrichten.

Digitales Radio (DAB)

DAB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt. Die Aufschaltung des landesweiten öffentlich-rechtlichen Multiplexes im DAB-Kanal 7B und des bundesweiten Multiplexes im DAB-Kanal 5C erfolgte am 1. August 2012[3].

Block Programme ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
5C 
DR Deutschland 
(D__00188)
DAB-Multiplex von Media Broadcast: 3,16 D
7B 
hr Radio 
(D__30122)
DAB+-Multiplex des HR 5 D Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt), Mainz-Kastel (Am Keilsbaum), Kassel (Habichtswald), Bad Hersfeld (Rimberg), Sender Hardberg (Hardberg)

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Die DVB-T-Ausstrahlungen starteten am 29. Mai 2006 und sind im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendestandorten.

Kanal Frequenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(MBit/s)
SFN
32 562 ARD Digital (hr) 50 ND H 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Essigberg, Hoher Meißner
Rimberg (Knüll), Angelburg
55 746 ARD regional (hr) 
Nordhessen
50 ND H 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Essigberg, Hoher Meißner
42 642 ZDFmobil 50 ND H 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Essigberg, Hoher Meißner

Der Empfang von den Privatsendergruppen RTL, sowie ProSiebenSat.1 ist in günstigen Lagen über Dachantenne von Hannover/Braunschweig möglich.

In absolut seltenen Fällen kann es auch möglich sein, DVB-T Rhein-Main vom Großen Feldberg im Taunus bei Frankfurt/Main per Hochleistungsdachantenne zu empfangen, günstige Lage vorausgesetzt.

Ehemaliges Analoges Fernsehen (PAL)

Die analoge Verbreitung von Fernsehprogrammen wurde an diesem Standort mit der Inbetriebnahme von DVB-T zum 29. Mai 2006 beendet. Zuvor wurde in analogem PAL Folgendes gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
28 527,25 ZDF 100 ND H
41 631,25 hr-fernsehen 100 ND H
56 751,25 Das Erste (hr) 50 ND H

Amateurfunk

An diesem Standort ist auch das Amateurfunkrelais mit dem Rufzeichen DB0TM (Sendefrequenz 438.850 MHz) beheimatet.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Flyer Kassel: Daten – Fakten – Zahlen, Hrsg.: Stadt Kassel, Amt für Stadtentwicklung und Stadtmarketing, Statistisches Amt und Wahlamt, 1991
  2. Topographischer Stadtatlas Kassel (M. = 1:10.000), Hrsg.: Stadt Kassel, Vermessung und Geoinformation, 2009
  3. Pressemitteilung Digitalradio in Hessen der Hessen Digital Radio GmbH (PDF; 147 kB)

Siehe auch


Kategorien: Amateurfunk-Relaisstandort | Sendeturm in Hessen | Bauwerk im Landkreis Kassel | Habichtswald (Gemeinde) | Deutsche Funkturm | Turm in Europa | Bauwerk aus Beton | Erbaut in den 1970er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldeturm Habichtswald (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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