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Ferdinand von Kummer


Rudolf Ferdinand von Kummer (* 11. April 1816 in Szelejewo (Provinz Posen); † 3. Mai 1900 in Hannover) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Infanterie.

Leben

Herkunft

Rudolf Ferdinand war der Sohn des preußischen Oberamtmanns Ferdinand Friedrich Kummer (* 15. September 1787 in Krojanke; † 10. Februar 1835 in Szelejewo) und dessen Ehefrau Eva, geborene von Kalinowski (* 28. Februar 1799 in Mrotschen; † 30. Januar 1863 in Szelejewo).

Militärkarriere

Kummer besuchte die Gymnasien in Bromberg und Posen. Er trat dann am 13. Januar 1834 als Füsilier in das 18. Infanterieregiment der Preußischen Armee ein und wurde dort am 12. September 1835 zum Sekondeleutnant ernannt. 1848 nahm er als Hauptmann und Generalstabsoffizier an mehreren Gefechten gegen polnische Aufständische teil. Nach den Kämpfen wurde er der Reorganisationskommission in der Provinz Posen zugeteilt. Nach der Beförderung zum Major 1855 wurde er als Generalstabsoffizier zur 10. Division versetzt. Später erfolgte seine Versetzung zum Gardekorps. 1860 erfolgte mit der Beförderung zum Oberstleutnant die Ernennung zum Chef des Generalstabs des I. Armee-Korps mit Sitz in Königsberg. Bald darauf wurde er in gleicher Position erneut zum Gardekorps versetzt. Hier erfolgte dann 1861 die Beförderung zum Oberst. Von 1864 bis 1865 kommandierte Kummer das Infanterie-Regiment Nr. 37, das in Posen stationiert war. Sein nächstes Kommando war über die 25. Infanterie-Brigade in Münster, die er ab 1865 als Generalmajor befehligte. Mit dieser Verband nahm er im Deutschen Krieg 1866 mit der Mainarmee am Mainfeldzug teil. Nach Beendigung des Krieges erhielt Kummer am 20. September 1866 für seine Leistungen den Orden Pour le Mérite.

1868 wurde er Inspektor der Besatzung von Mainz und Generalleutnant.

Am 10. August 1870 erhielt von Kummer den Befehl über die 3. Reserve-Division, mit der er an der Einschließung von Metz bis zur Kapitulation teilnahm. Sein Verband kämpfte in der Schlacht von Noiseville und trug die Hauptlast in den Kämpfen der Schlacht bei Bellevue. Nach dem Fall von Metz am 27. Oktober 1870 war er bis zum 6. November Kommandant von Metz.[1] Seine Landsturmdivision wurde mit dem Abtransport der Gefangenen beauftragt und blieb dann in der Heimat. Kummer übernahm stattdessen am 27. Oktober 1870 die 15. Division. Diese war Teil des VIII. Korps (Erste Armee) im nördlichen Frankreich. Er kämpfte hier erfolgreich in der Schlacht bei Amiens und der Schlacht an der Hallue und führte den Vorstoß auf Bapaume, der zur Schlacht bei Bapaume führte. Nach dem Sieg bei St. Quentin am 19. Januar 1871 waren für ihn die Kämpfe beendet. Bereits am 12. Januar 1871 hatte er das Eichenlaub zum Pour le Mérite erhalten.

Kummer ging nach dem Frieden nach Köln, wo er im Oktober 1873 auch die Geschäfte des preußischen Gouverneurs übernahm. Im Januar 1875 wurde Kummer unter Beförderung zum General der Infanterie mit dem Rang als Kommandierender General von den bisherigen Stellungen entbunden und zu den Offizieren von der Armee versetzt. Zu seinem Gehalt erhielt er eine jährliche Zulage von 6000 Mark. Am 9. Januar 1877 wurde Kummer unter gleichzeitiger Verleihung des Großkreuzes des Roten Adlerordens mit Eichenlaub und Schwertern zur Disposition gestellt.

Er verstarb 1900 in Hannover und wurde auf dem dortigen Neuen Nikolai-Friedhof beigesetzt.

Familie

Kummer hatte am 26. Februar 1838 in Polskawies, Kreis Gnesen Henriette Johannes (* 5. Februar 1817 in Dziekanowice; † 11. Februar 1892 in Hannover) geheiratet. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:

Literatur

Einzelnachweise

  1. staatsbibliothek-berlin.de


Kategorien: Träger des Ordens der Eisernen Krone (II. Klasse) | General der Infanterie (Königreich Preußen) | Gestorben 1900 | Geboren 1816 | Träger des Großkreuzes des Roten Adlerordens | Person im Deutschen Krieg | Person im Deutsch-Französischen Krieg | Träger des Pour le Mérite (Militärorden) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand von Kummer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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