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Feldberg (Schwarzwald)


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den gleichnamigen Berg siehe Feldberg (Berg im Schwarzwald).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-HochschwarzwaldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 1277 m ü. NHN
Fläche: 24,97 km²
Einwohner: 1922 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79868
Vorwahlen: 07676, 07655
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 037
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchgasse 1
79868 Feldberg
Webpräsenz: Feldberg im Schwarzwald
Bürgermeister: Stefan Wirbser
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Feldberg (Schwarzwald) ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Geographie

Feldberg-Ort (Werbeslogan: „Das Höchste im Schwarzwald“) ist mit 1277 m ü. NN (beim Feldberger Hof) die höchstgelegene Ortschaft Deutschlands. Sie liegt auf der Passhöhe der Feldbergstraße (1231 m) zwischen dem Wiesental im Süden und dem Gutachtal im Norden, unmittelbar unter dem Gipfel des Feldbergs, der höchsten Erhebung Baden-Württembergs. Der größte Ortsteil der Gemeinde Feldberg ist Falkau, während sich in Altglashütten (ca. 990 m) das Rathaus und andere zentrale Einrichtungen befinden. Feldberg liegt inmitten des Naturparks Südschwarzwald.

Gemeindegliederung

Zur jetzigen Gemeinde Feldberg (Schwarzwald), bestehend aus den drei ehemaligen Gemeinden Feldberg, Altglashütten und Falkau, gehören 30 Dörfer, Gemeindeteile, Zinken, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Altglashütten gehören die Dörfer Altglashütten und Neuglashütten, der Zinken Drehkopf und die Wohnplätze Auf der Plätze, Mühlematte und Winterbergäcker. Zur ehemaligen Gemeinde Falkau gehören die Gemeindeteile Hinterfalkau, Mittelfalkau und Vorderfalkau und der Wohnplatz Seewald. Zur Gemeinde Feldberg (Schwarzwald) im Gebietsstand vor dem 1. September 1971 gehören die Zinken Behabühl, Hinterbärental, Kunzenmoos, Oberbärental, Stefansbühl, Unteres und mittleres Bärental, Vorderbärental und Zastler Hütte, das Gehöft Raimartihof und die Wohnplätze Baldenweger Buck, Beim Zeiger, Caritas-Haus, Dienstgehöft der Straßenbauverwaltung, Feldbergerhof, Feldberggipfel, Menzenschwander Hütte, Grafenmatt, Hebelhof, Herzogenhorn, St. Wilhelmer Hütte und Todtnauer Hütte.[2]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in drei Gemarkungen[3]:

  • Gemarkung Altglashütten, 516 ha
  • Gemarkung Falkau, 464 ha
  • Gemarkung Feldberg-Ort, 1.517 ha

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Feldbergs ist aus dem Jahr 983 bekannt, die Gemeinde unter dem gleichen Namen entstand jedoch erst zum 1. Januar 1939, durch die Vereinigung der vereinzelten Weidegebiete mit der Gemeinde Bärental (970 m ü. NN , Ersterwähnung 1691). Diese waren zuvor im Besitz der Gemeinden Bernau, Brandenberg, Hinterzarten, Menzenschwand, St. Wilhelm, Todtnau und Zastler gewesen. Was von Brandenberg nach der Eingemeindung nach Feldberg übriggeblieben war, ging als neuer Ortsteil an Todtnau.[4]

Im selben Jahr, zum 1. April 1939, wurde Neuglashütten nach Altglashütten (991 m ü. NN ) eingemeindet. Der Ortsname von Altglashütten bezog sich auf eine Glashütte, die 1634 gegründet wurde. Der Bereich von Neuglashütten wurde den Glasbläsern später nach einer Anfrage von 1682 zugewiesen, um sie weiterhin mit Holz versorgen zu können.

Neuglashütten war die kleinste der vier ehemaligen Gemeinden und damit häufiger Ziel von Eingemeindungsbestrebungen gewesen, so 1852, 1898 und 1909. Das badische Innenministerium hatte das Bezirksamt Neustadt am 1. April 1938 aufgefordert, die kleinen Gemeinden des Amtsbezirks zu beseitigen. Hierbei trat Neuglashütten mit seinen 92 Einwohnern in den Fokus und es einigten sich die Bürgermeister von Alt- und Neuglashütten am 10. Januar 1939 auf die Eingemeindung. [5]

Falkau, dessen Name auf eine im Jahre 1675 gegründete Holzknechtesiedlung zurückgeht, und Altglashütten wurden am 1. September 1971 im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg nach Feldberg (Schwarzwald) eingemeindet.

Politik

Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 55,82 % (2009: 59,7 %)
 %
50
40
30
20
10
0
48,67 %
29,56 %
21,76 %
BFL c
Anmerkungen:
b Freie Wähler Feldberg
c Bürgerliste Feldberg
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Gemeinderat

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

CDU 5 Sitze (-1)
Freie Wählervereinigung 3 Sitze (-1)
Bürgerliste Feldberg 2 Sitze (±0)

Verwaltung

Mit der Gemeinde Schluchsee besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Wappen

Das 1974 vom Innenministerium verliehene Wappen war von Dr. Alfred Simon folgendermaßen gestaltet worden: „Unter einem roten Schildhaupt, worin zwei gekreuzte silberne Schneeschuhe, gespalten von Blau und Silber vorne drei keilförmige nach rechts gestellte silberne Scheiben, hinten eine grüne Tanne.“

Die Gründergemeinden Feldberg, Bärental und Altglashütten, werden durch die drei Hauptfarben rot, weiß und blau repräsentiert. Letztere erinnert wahrscheinlich auch an die Verbundenheit zum ehemaligen Fürstentum Fürstenberg. Die Bedeutung der drei Kreise gibt Raum zu einiger Spekulation. Entweder handelt es sich um Glaskugeln, die an die Vergangenheit des Glaserhandwerks erinnern oder es handelt sich um die drei Seen, welche an die Gemarkung angrenzen: Titisee, Windgfällweiher und Schluchsee. Sie könnten aber auch die Einigkeit der drei Gemeinden symbolisieren.

Gemeindepartnerschaft

Feldberg im Schwarzwald unterhält eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde La Clusaz in Frankreich im Département Haute-Savoie, wie Feldberg ein Wintersportzentrum.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Bärental kreuzen sich die Bundesstraße 500 und 317. Seit dem Bau der Dreiseenbahn von Titisee nach Seebrugg 1926 befindet sich in Bärental Deutschlands höchstgelegener Bahnhof an einer Regelspurstrecke. Ein weiterer Haltepunkt an dieser Strecke befindet sich in Altglashütten. Diverse Linienbusse auf und über den Feldberg runden das Angebot ab. Der durch die Gemeinde verlaufende Feldbergpass verbindet Titisee-Neustadt mit dem Wiesental.

Bildung

In Altglashütten befinden sich eine Grundschule und ein Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

Der Trägerverein des Naturparks Südschwarzwald hat seinen Sitz in Feldberg.

  • Feldsee, eiszeitlicher Karsee des ehemaligen Feldberg-Gletschers unterhalb des Feldberggipfels, genauer unterhalb des Seebuck
  • Zastler Loch, durch den ehemaligen Feldberg-Gletscher geformter Talschluss des Zastler Tales
  • Bärhalde, botanisch interessanter Waldgipfel mit Felsen und kleinen Mooren
  • Moorgebiet Rotmeer
  • Seebachfall unter dem Behabühl
  • Falkauer Wasserfall der Haslach
  • Quellen der Wiese, Alb und Wutach (als Seebach)

Regelmäßige Veranstaltungen

Neben dem jährlichen Laurentius-Fest auf dem Feldberg findet in jedem Jahr das Dorffest in Altglashütten statt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Julius Kibiger (1902–1983), Kunstmaler und -zeichner, gilt mit über 4000 Werkenn[7] als einer der produktivsten Heimatmaler des Markgräflerlandes
  • Hansy Vogt (* 1967), Sänger der Volksmusikgruppe Die Feldberger (ehemals Die Feldberger Spitzbuben) und Fernsehmoderator

weitere Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde

  • Hans Vehrenberg (1910–1991), Verleger und Amateurastronom, der in der Schuppenhörnlestraße in Falkau eine private Sternwarte betrieb. Bekannt wurde er durch seine fotografischen Sternatlanten (Falkauer Atlas und Atlas Stellarum) sowie seine Bücher, u.a. Atlas der schönsten Himmelsobjekte, Handbuch der Sternbilder oder der Atlas Galaktischer Nebel.
  • August Euler (1868–1957), Flugpionier, der bis zu seinem Tod in einem Haus auf dem Seebuck wohnte
  • Elisabeth Heimpel (1902–1972), Pädagogin und Sozialpädagogin, starb in einem Wald in Falkau
  • Ernst Rudolf Huber (1903–1990), seine Frau Tula und ihre Kinder, darunter Wolfgang Huber (* 1942), fanden nach der Flucht aus Straßburg im Herbst 1944 im Ferienhaus der befreundeten Heimpels Unterkunft. Die Familie Huber lebte bis zum Umzug nach Freiburg 1949 in Falkau in einer Wohngemeinschaft mit den Heimpels. Ulrich Huber (* 1936) heiratete später eine Tochter Heimpels.[8]

Literatur

  • August Vetter: Feldberg im Schwarzwald, Selbstverlag der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald), 1982/1996

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 89–90
  3. Gemeinde Feldberg: Haushaltsplan 2015
  4. Vetter, 1996, S. 318 ff.
  5. Vetter, 1996, S. 372-374
  6. http://www.gemeinde-feldberg.de/
  7. Volker Münch: Julius Kibigers zeichnerische Seite , Badische Zeitung, Ausgabe Müllheim, 1. August 2008
  8. Ulf Morgenstern, Die riskante "Rückkehr in das gesegnete rheinische Land". Über Ernst Rudolf Hubers sächsische und elsässische Jahre und deren Darstellung in seinen "Straßburger Erinnerungen", in: Ronald Lambrecht/Ulf Morgenstern (Hrsg.), "Kräftig vorangetriebene Detailforschungen". Aufsätze für Ulrich v. Hehl zum 65. Geburtstag, Leipzig/Berlin 2012, S. 243-273, hier S. 269, 272. In der Schuppenhörnlestraße in Falkau wohnt heute noch ein Sohn Heimpels.

Weblinks

 Commons: Feldberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Feldberg (Schwarzwald) | Gemeinde in Baden-Württemberg

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